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Parnassos —
fachem, unterhalb der Mitte ein einziges, umfassen-des, eirundes Blatt und eine einzige weiße Blüthe,tragendem Stengel; aus sumpfigen Wiesen. Engter.
Parnassos (a. Geogr.), 1) Gebirge in Mittel-Griechenland, zog sich vomOta südöstl. durch Doris u.Phokis hin, u. endigte als Kirphis am KorinthischenMeerbusen mit steilem Absturz in dasMccr. 2) Imengeren u. gewöhnlichen Sinne die hervorragendsteGruppe der langenKette in Phokis, welchevonNeonund Tithorea zwei geographische Meilen weit gegenSüden nach Delphi reichte, steil, rauh, unfruchtbar,fast mit stetem Schnee auf dem Gipfel, doch in denVertiefungen mit angebautcn Ebenen. Südlich vonDelphi erhob sich der eine Gipfel des P., Lpkorea(jetzt Liakura), nordwestlich von diesem der zweite,Tithorea (jetzt Gerontobrachos), weshalb der P. oftals der zweigipfelige gepriesen wird. Auf dem P.laßt die Sage Denkalions Arche endlich trockenenBoden finden. Der P. war dem Apollo u. den Mu-sen geweiht; daher den P. besteigen, so v. w.dichten. Jähnie.
Parncs, jetzt Ozea, Waldgebirge im nördlichenAttika (1530 m), eine Fortsetzung des Kithärou, mitreicher Jagd, des. auf Eber; über den westlichen P.führte ein Paß von Böoticn nach Attika; auf demGipfel stand eine Bildsäule u. Altäre des Zeus^
Parnitz, ein Arm der Oder, der oberhalb Stet-tin ans der Oder abgeht und sich in denDammschenSee ergießt.
Par nobile lratrum (lat.), ein würdiges Paar Ge-sellen (in schlimmem Sinne).
Parny, Evariste Dcsire Desforges, Che-valier, später Vicomte de, französischer Dichter,geb. 6. Febr. 1753 aus der Insel Bourbon; kamjung nach Frankreich, stndirte in Rennes, trat dann,um Trappist zu werden, in das Seminar St. Fir-min in Paris, bald darauf aber widmete er sich demMilitärdienste, besuchte 1755 seine Heimath, wo erdie in seinen Elegien verherrlichte Eleonore kennenlernte; 1785 ging er wieder nach Pondichcry alsAdjutant des Generalgouverneurs von Indien, gab1786 die Militärcarribre auf u. lebte in epicuräischcrBehaglichkeit zu Feuillaucour bei Saint-Germain,bis er 1793 Lurch LieRevolution ruinirt wurde. Ernahm darauf eine untergeordnete Stelle im Mini >sterium des Innern au, wurde 1803 Mitglied desInstituts, erhielt 1813 eine Pension u. starb5.Dec.1814 in Paris. P. dichtete anmuthige, aber vonseinen Zeitgenossen etwas überschätzte Lieder: kossiessrobiguss, 1778; Opusoulos postüguss, 1779, undDöAuissmonts de Venus (in korbsksuiUs vale,1805). Viel Erfolg hatte auch das antichristlicheEpos: I-a Ausrrs des disnx, 1799. Oeuvres äs5 Bde., Par. 1808 u. ö.; von Pons, 1862; Tissot,Oeuvres insditos de 1826; Oeuvres ekwisiesvon Boissonade in derLesevrescheuSamml. Volchert.
Parochialkirche, s. Parochie.
Parochialschule, die Schule eines ganzen Kirch-spiels und zwar bei der Parochialkirche im Gegensatzzu Schulen für einzelne Orte ohne Kirche. FürEinrichtung solcher schulen, bes. für den Volksunter-richt, hat Karl d. Gr. Vieles gethan.
Parochie (v. griech. Tiaporxra), verdeutscht Pfar-rei, der einem Pfarrer anvertraute Bezirk, Kirchspiel,örtlich und nach der Zahl der Parochianen (min-bestens 10 Familien) abgegrenzt. Den Mittelpunkt
- Paronymon.
bildet nach katholischem Kirchenrecht immer eineKirche, die Parochialkirche, iuder getauft werdendarf, ooelssia, baptismsdis. Innerhalb dieses Be-zirkes hat der Pfarrer in seinen Grenzen Jurisdiction,Seelsorge, Sacramentsverwaltung. In der älterenchristlichen Zeit ist P. noch dasselbe wie Diöcese, dasBisthum. In der evangelischen Kirche wurde die be-stehende Ordnung in Betreff der P. im Wesentlichenbeibehaltcn. Wffl-r.
Parochns, einer, welcher Fremde (bes. obrigkeit-liche Personen) auf Kosten des Staates beherbergteu. verpflegte; später so v. w. Pfarrer.
Parodie (v. Gr.), 1) Nebengesang, bei den Grie-chen kleines Gedicht, mit scherzhafter Nachahmungvon Stellen nnd Theilen ernsthafter Dichtungen; 2)komische od. auch ernste Umbildung eines Gedichtes,worin die Form desselben beibehaltcn, der Stoff aberverändert wird, wie z. B. in der Batrachomyoma-chic; Unterscheidung von der Travestie (s. d.); diescherzhafte P. gehört zur satirischen Dichtung; 3)Textverändecung eines Gesangstückes.
Parödos (griech.), 1) Eingang von der Seite, imGegensatzznm Hanptcingang. 2) In der griech. Tra-gödic das erste feicrlichcÄnstreten des Chors auf demOrchester vonder Seite her u. dererste Gesang, welchender gesammte Chor nach dem Auftreten austimmte.
Parökie (v. Griech.), Niederlassung eines Fremd-lings aus einem Staatsgebiete, ohne daß derselbedas Staatsbürgerrecht erhalten hat.
Parole (franz., aus dem lat. xarabola, Gleichniß,Spruch), 1) Wort. 2) Ehrenwort (s. d.). 3) Einmilitärisches Erkennuugswort, das im Frieden fürdie Truppen einer Garnison durch den Coniman-Lauten in ähnlichem Sinne wie im Kriege das Feld-geschrei (s. d.) ausgegcben wird. Das AusgebenderP. erfolgt entweder bei der Wachparade od. durchTagesbefehl, der daher auch P-befehl heißtu. indie P-befehlbücher eingeschrieben wird.
Paroli (ital., Gleiches mit Gleichem), im Pharaosich den gewonnenen einfachen Betrag nicht auszahlenlassen, sondern den Satz doppelt riskiren, um imÄewinnfalle das Dreifache zu erhalten; das Zeichendes P. ist das Umbiegen der Ecke des Gewinnblattes.Daher Jemanden ein P. biegen, auch bieten,Jemand aus einen Streich einen ähnlichen Slreichbieten und zwar so, daß des Erstereu Pläne dadurchvereitelt werden.
Parömie (griech.), 1) Sprichwort, Sinnsprnch,Denksprnch; 2) so v.w.Fakel2); 3) sprichwörtlicherAusdruck einer Rechtsregel. Parömiographcn,Sammler von Sprichwörtern und Erklärungen der-selben; die griechischen Parömiographen (Diogenia-nos, Zenobiosu.A.) sind zusammengestellt u. erläu-tert von Leutsch u. Schneidewin im Oorpus xaroo-mioArapiwrum Araveornm, Gött. 1839.
Paromolögie (v. Gr.), verstelltes Zugeben;in der Rhetorik freiwilliges Zugestäudniß einer An-sicht, die nachher durch Gründe entkräftet wird.
Paromöon,Paromöösis (griech.), Glcichklangin den Schluß- od. Aufangsworten paralleler Satz-glieder (TiirsAkr <kv»-äucc <kc cvrellüch
dann uneigentlich überhaupt Wiederholung derselbenoder ähnlich klingender Worte, z.B. Llala mati mal»msrnit mala maxima mundo. ^
Paronymon (gr.), gewöhnlich im Plural. .IN»/von derselben Wurzel abgeleitete Worte, wie: Wer
k.
s
r
t
i.
P