Parma — karnassia.
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rend die Regentin ans der einen Seite Victor Emanuel eisuchte, sie gegen ihre eigenen Soldaten znschlitzen, ließ sk 28. Mai Waffen u. Kriegsmaterial! nach Mantua schaffen, um es dort sicher zu bergen.
I Am 9. Juni in Keuutniß gesetzt, daß die Österreicher! Anstalt trafen, Piacenza zu räumen, entband sie ihreTruppen des Eides der Treue, um weder den Wün-schen des Volkes entgegenzutreten, noch den Ver-' pslichtungen gegen Österreich untreu zu werden, u.reiste an demselben Tage nach der Schweiz. Schonz. Jnni war in P. eine neue revolutionäre städtischeBehörde eingesetzt worden, welche nunmehr eine pro-visorische Regierung von drei Mitgliedern wähltei Diese verkündigte, daß das Herzogthnm frei sei und' sich Savoyen anschließe. Abgeordnete baten VictorEmanuel, die Regierung zu übernehmen, u. neben! Bildung der Nationalgarde ward ein Landesver-^ theidignngsansschuß ernannt. Am 16. Juni kami der von Victor Emanuel ernannte Gouverneur desi HerzogthumS an. In den FriedenSbestimmnngen! vonBiltafranca zwischen Österreich ».Frankreich war^ P. nicht erwähnt; inanerfuhrspäter,daßschonfrnher^ von Zeiten Frankreichs der Besitz des HerzogthnmsP. dem König Victor Emanuel zugesagt worden war.Am 20. Juni 1859 protestirle dieHerzogin für ihrenSohn ans St. Gallen gegen die Usurpation P-sNachdem bei einer allgemeinen Abstimniung des Vol^ kesüberdie Vereinigung mitSardinien 63,403Stim! men dafür». 506 dagegen sich ergeben hatten, wurde^ P. dem Königreiche Italien durch Decret vom 18.i März 1860 einverleibt. Die herzogliche Familie re-s sidirl ans Schloß Wartcgg in St. Gallen n. in Rom.i Die Herzogin-Regentin st. I.Febr. 1861. Vgl. Asso,
) Storia äella eittäälLarma, 1792—95,1 Bde., P.;Scarabelli, Lboisin eivilg clsi äneati äl karma,kisoonrn o tZnastalla, ebd. 1858, 2 Bde.
(Geogr.) Schroot. (Gesch.) Kleinschmidt.
Parma, Herzog von, s. Cambaceres.Parmeggiano, Parmeggianino , s. Maz
znoli 1).
psrmslia Acst. (Schildflechte), Pflanzengatt, ausder Fallt, karmoliaosao, Thallus ansgebreitet, nie-dcrliegend, laubartig, zerschlitzt mit schüssclsörmigenApothecien; Arten zahlreich auf Bäumen u. Steinen ;merkwürdig: l?. paristina Dtt/onr (PIrz'soia par.Loerd.), gelb, kreisförmig ausgebreitet, ungemeinhäufig an Mauern, auf Dächern, Baumrinden.
paemsliscsae, Familie der Flechten; Thallus vonderber oder lederartiger Substanz, lanbartig, zer-schlitzt, mit mehr od. weniger Lachziegelförmig, cen-tnsugal gelagerten Lappen (s. auch Flechten).
Parmenldcs, griech.Philosoph, ans Elea, demMittelpunkt der Eleatischen Schule, geb. gegen 515»iS 510 v. Ehr., Schüler des Tcnophanes, kam 460>»>t seinem Schüler Zeno nach Athen, wo er mit So-« ^ bekannt wurde, u. begründete vorzüglich denKuhn, der Eleatischen Schule. Im Gegensatz zu derAtt desHeraklitos vom ewigen Werben lehrte er:äues ist Eins, nur das Sein ist, außer dem EinenMM aber ist Nichts-; das Sein ist weder entstanden"°ch vergänglich, es ist nntheilbar, in sich abgeschlos->cn, Miez A„r>inm bedürftig. Das einzige Prädicat,Mrch welches das Sein gedacht werden kann, ist dasMinen. Er schrieb ein Lehrgedicht: 7/rpl ysvo'kws',
Par. 1858; einzeln von Flllleborn, Zllllichau 1795;von Kersten in ktrilosoplror. 6raso. votsr. rolignins,Brüssel 1835. Vergl. Brandts, OommontatioirssLIvab.. Alt. 1813. Specht.»
Parmenron, 1) Sohn des PhilotaS, Makedo-nier aus vornehmem Geschlecht, einer der bedeutend-sten Feldherrn Philipps u. Alexanders des Großen.Mit Attalos ging er bereits 336 v.Chr. nach Asien,um die griechischen Städte in Äolis zu erobern undder makedonischen Hauptarmee für den Perserkriegdie Wege zn bahnen. Als nachher Alexander d. Gr.selbst nach Asien übersetzte (334), erhielt P. bleibendden Oberbefehl über Las qesammte schwere Fußvolku. commandirte in allen Schlachten Alexanders denlinken Flügel. Als Alexander Persis und das westl.Medien erobert hatte, blieb P. (im Frühling 330)als Statthalter in Ekbatana zurück. Als sein SohnPhilotas, einer Verschwörung verdächtig, in Proph-thasia hingerichtel wurde, ließ Alexander, der dieMachtstellung des P. u. seiner Familie fürchtete, auchden alten Feldherrn im Spätjahr 330 in Ekbatanaermorden. 2)P. aus Makedonien, griechischer Epi-grammendichter in Augustns' Zeit, von welchemeinige Gedichte in der Anthologie. 3) P., griechischerArchitekt, war bei der Anlage Alexandrias thätig undbaute Las Serapeum. Hcryberg.
Parmentier, Antoine Augustin, Agronom,geb. 17. April 1737 in Montdidier; war Apothekeru. machte als solcher den Krieg in Deutschland mit,wurde nach dein Frieden Apotheker am Jnvaliden-hanse in Paris, nahm 1772 seinen Abschied undwurde Agronom; er führte den Kartoffelbau inFrankreich ein und verbesserte die Gewinnung desTrauben- u. Nunkelrübenzuckers; wurde 1800 Prä-sident des Gesundheitsrathes des Seiuedepartements,später Generalinspector des Medicinalwesens vonFrankreich und st. 17. Dec. 1813. Ihm wurde znMontdidier ein Standbild errichtet. Er schrieb zahl-reiche Schriften in Betreff des Kartoffelanbaues, diein8 Bdn., Par. 1767, gesammelt erschienen. Außer-dem mehrere Schriften über Bäckerei, Analyse desGetreides u. Mehls, über die Kastanie, den Mais,die Milch, den Reis, über Branntwein und Essig,Zuckersurrogate rc.; serner: Leonomis rnrals stäomostigno, Paris 1790, 8 Bde.; 6ocks ptiarma-esntigns, ebd. 1802,4.A. 1811. P-s Nahrungs-Pulver ist gedörrtes Brod zu Pulver gerieben; eswird unter Zusatz von etwas Butter und Salz mitWasser aufgekocht. r.
Parmesankäse (Lodisanerkäse), Käse, zwar nachParma benannt, wirklich aber in der Gegend vonLodi bereitet.
Parnahyba, so v. w. Paranahyba.
Parnaß, 1) Berg, s. Parnassos. 2) Ein in Be-ziehung auf den Musenbcrg Parnassos gewählterTitel für Sammlung von Gedichten einer Station;so Deutscher P. -c.
psi-llsssia L., Pflanzengattung ans der FamilieLaLisraAaüsaö-ZaxikrLAoiäoas (V. 4), 5 Kelch-, 5Blumenblätter, 5 Staubblätter und 5 mit drüsigenWimpern versehene, zuNcktarien umgewandelle sie-rile Staubblätter; 4 Fruchtblätter mir sitzenden Nar-ben; Kapsel unvollkommen Ifächerig mit zahlreichen
, , ...._.x.. ,, Samen an den Scheidewänden. Einheimische Art:
von welchem Fragmente erhalten sind. Heranszeg. k. palustris L. (Einblatt, Herzblnme), mit gestiel-vvll l)illllach,I>üll(,zg^stgr. ^rase. kraj-molltir Bv. l,!ten, eirunden Grundblättern, aufrechtem, ganz eiu-
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