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Paris.
räumte dieselben indessen nach dem Eintreffen vonVerstärkungen wieder, weil er die llnmöglichkeit einesweiteren Vordringens einsah. Der beiderseitige Ver-lust betrug etwa 400 Mann. Der am 21. Oct. vomGen. Ducrot mit etwa 10,000 Mann unternommeneVorstoß aus den linken Flügel der Stellung des 5. Ar-meecorps gegen Malmaison u. BuzanvalChateauhatte Len Zweck, die Deutschen so weit zurllckzudrän-gcn, Laß ein Übergang franz. Heeresmassen auf dieHalbinsel von Argentenil, von der aus ein Durch-bruch nach Nonen versucht werden sollte, nicht ge-hindert werden könnte, scheiterte indessen an demWiderstande der 10. Div., welche ihre bisherige Vor-posteulinie am Ostrande des Parks La Malmaisonbehauptete. Verlust der Deutschen etwa 400, derFranzosen etwa 700 Mann. Ein ernsterer Zusam-menstoß fand 30. Oct. imN. vonP. beiLeBourgetstatt, aus welchem 28. Oct. die aus 1 Jnf.-Comp.bestehende deutsche Besatzung vertrieben war. DieFranzosen unter Gen. Bellemare hatten sich im Ortbejestigt u. wichen auch dem am 29. dorthin gerich-teten Geschützfeuer nicht. Erst als am30.Lie2.Garde-Div. umfassend gegen den Ort vorging, gelang dieWiederbesetzung nach hartnäckigem Kamps mit einemVerlust von etwa 500 Mann, dem Feinde wurden al-lein an Gefangenen über 1200 abgenommcn. DerEindruck dieser Niederlage legte sich schwer ans dieBevölkerung, so Laß der Verthcidiger für die nächsteZeit sich völlig rnhig verhielt u. nur von den Fortsdie Beschießung der deutschen Stellungen fortsetzte.Erst das Vorschreiten der Loirearmee nach dem Tres-sen bei Conlmiers gab die Anregung zu neuen Of-seusivunternehmnugen. Da deutscherseits ein Durch-bruch des Belagerten in südlicher Richtung erwartetwurde, in welcher am nächsten der Loirearmee dieHand gereicht werden konnte, so wurde die ganze III.Armee, welcher an Stelle der aus Orleans dirigirten17. Jnf.-Div. das 2. preuß. Armeecorps eingereihtwar, auf dem linken Seinenfer concentrirt, dieWürttemberg. Div. aber der Maasarmee unterstellt,welche nunmehr die Einschließung auf dem ganzenrechten Seineufer zu decken hatte. Für den geplan-ten Durchbruch wurden die Strcitkräfte des Bela-gerten in 3 große Armeen eingethcilt, die I. ArmeennterGen. Clement Thomas, bestehend ans 266 Ba-taillonen der Nationalgarde 130,000 Mann stark zurBesetzung der Stadtumwallung und zur Aufrechter-haltuug der Ruhe im Innern der Hauptstadt, die II.Armee unter Gen. Dncrot zum Durchbruch bestimmt,bestand aus den Truppen des 13. u. 14. Corps u.1 Cav.-Div. im Ganzen etwa 100,000 Mann; dieIII. Armee unter Gen. Vinoy etwa 70,000 Mann aus7 Mobilgarden-Div. bestehend, sollte beim Durch-bruch zu Scheinangriffen verwandt werden. Außer-dem standeu noch 80,000 Mobilgarden in den Fortsu. 35,000 Manu Linie u. Mobilgardcn unter Vice-Admiral de la Noncicre le Nonrh in St. Denis, sodaß die verfügbaren Streitkräfte Ende Nov. über100,006 Manu betrugen, denen wenig mehr als250,000 Deutsche gegcuüberstanden. Als Ende Nov.Me Aufforderung ber Regierungsabtheilung ausDours eintraf, welcher der mit einem Luftballvnausp. entwichene Minister des Innern, Gambetta, Vor-stand, schleimigst der vordringenden Loirearmce ent-gegen zu marsch ireu, wurde Gen. Ducrot mitdcr Aus-luhrung dieses Unternehmens beauftragt. Man be-
schloß beiJoinvilleu.Neuilly die Marnezu überschrei-ten u. dann südwärts überdas Plateau vonBilliersweiter vorzudringeu, wahrend gleichzeitig Scheinan-griffe auf Epinai, Buzanval Chateau u. L'Hay die Auf-merksamkeit der Deutschen ablenken sollten. Die Be-wegung begann mit der Besetzung des vor der Ost-front von P. liegenden Mont Avron, in der Nachtzum 29. Nov. durch die Div. Hugues. Gen. Vinoyführte die Scheinangriffe gegen L'Hay u. Choisy-le-Nor durch, die von dem 6. Armeecorps unter großenVerlusten des Gegners zurückgewiesen wurden, wel-ches Schicksal auch die Angriffe auf Malmaison undEpinai hatten. Während dessen ging im deutschenHauptquartier dieNachrichtvondemAngriffder Loirc-armee bei Beamte la Rolande ein, die den Durch-bruch des Belagerten in südöstlicher Richtung amwahrscheinlichsten machte. Die 24. Jnf.-Div. wurdedaher zur Unterstützung der Württembcrger auf daslinke Marneufer dirigirt und hier entbrannte dannauch 30. Nov. ein gewaltiger Kampf, der unter demNamen der Schlacht bei Villiers zusammengefaßrwird. Nachdem schon vor Tagesanbruch die deut-schen Stellungen aus den Festungswerken und vomMont Avron mit Geschossen überschüttet waren, dran-gen im Morgengrauen 2 franz. Corps, auf in derNacht geschlagenen Brücken, über die Seine u. ent-rissen den Vorposten die Ortschaften Champigny, lePlaut und Brie, wurden indessen im weiteren Vor-dringen von der 1. Württemberg, u. 48. sächs. Brig.,die Len befestigten Westrand der Dörfer Coenilly,Villiers und Noisy-lc-Grand besetzten, aufgehalten.Den wiederholten heftigen franz. Angriffen fehlte dieÜbereinstimmung, bes. griff das 3. Corps über Briezu spät und vereinzelt in den Kampf ein, so daß estrotz der sehr erheblichen Minderzahl den Deutschengelang, den Westrand der genannten Dörfer zu be-haupten. Inzwischen rückten Lheile des 2. und 6.Armeecorps zur Verstärkung des bedrohten Terrain-abschnittes heran. Da der Feind l.Dec. keinen neuenVersuch zum Durchbruch machte, befahl der Kron-prinz von Sachsen, daß 2. Dec. Champigny, le Plantu. Brie den Franzosen wieder entrissen werden soll-ten. Der Angriff erfolgte vor Tagesanbruch. Cham-pigny wurde von der Div. Farou so hartnäckig ver-theidigt, daß es den vereinten Anstrengungen der 1.Württemberg. Brig. u. der 3. preuß. Div. nur ge-lang, den Ort bis zum Wege nach Brie zu nehmenund dort festen Fuß zu fassen. Der Angriff aufBriedurch die 24. Div. u. Theile der 23. mißlang völlig,die Angreifer wurden im hin-u. herwogendenKampfe,in dem die Franzosen vortrefflich von der Artillerieder Festungswerke unterstützt wurden, bis au denWestrand der Dörfer Villiers u. Noisy-le-Grand zu-rückgetrieben. Am 3. Dec. fanden mehrere erfolgloseVorstöße der Franzosen gegen die deutschen Stell-ungen statt. Darauf gab Ducrot, veranlaßt durchdie völlige Erschöpfung seiner Truppen und in derBesorgniß, durch frische Streitkräfte der Deutschengegen die Marne gedrängt zu werden, den Be-fehl zum Abzüge auf das rechte Ufer, der unterdem Schutz eines dichten Nebels ohne Verlustegelang. Die Franzosen verloren in der 2tägigeuSchlacht über 12,000 Manu, der Verlust der Deut-schen betrug etwa 6200 Manu. Mit den ziemlichgleichzeitigen Niederlagen vor P. und in der Loire-gegcnd war der erste zu Gunsten der belagerte»