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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Bilder von Rafael, die Hochzeit von Kana von PaulLeronese rc.); Sammlung von Handzeichnungen,Scnlpturen aus dem Mittelalter, der Renaissance-n. Neuzeit, Sammlung etruskischer und griechischerTöpferei, antiker Bronzen, Gegenstände aus demMittelalter n. der Renaissancezeit, Marinemnsenm,Ethnographisches Museum, Amerikanisches, Chine-sisches Museum rc. Im Palais Luxembourg befindetsich eine Sammlung von Scnlpturen u. von Bildernlebender Maler. Die letzteren werden 10 Jahre nachdem Tode des Autors aufbewahrt und dann demLouvre vd. einer anderen Galerie einverleibt. DasMnsee de Cluny enthalt eine ausgezeichnete Samm-lung römischer und mittelalterlicher Alterlhiimer; inunmittelbarer Nähe bedeutende Reste röm. Bäder.Das Mnsee Carnavalet enthält architekton. Bruch-stücke n. Scnlpturen, Decorationen von Wohngebäu-den, technologische Geräthe rc. ans Mittelalter undRenaissance, alles ans Paris selbst; das Museum desArchivs, eine Collection der merkwürdigsten Urkun-den; das Hotel de la Monnaie mit werthvollenMünzsammlungen. Die Sammlungen des Confer-vatoire des Arts et Metiers enthüllen Modelle,astronomische und mathemathische Instrumente inreichster Auswahl, die Maße sämmtlicher Länder rc.Die Sammlung von Musikinstrumenten des Conser-vatoriums ist bedeutend, ebenso das Medaillen- u. An-tikencabinet der Nationalbibliothek (s. unten). DasArtilleriemuseuni wurde bereits oben erwähnt. End-lich das im Palais de l'Jndustrie (Champs Elysces)28. Jan. 1878 eröffnete Ethnographische Museum.

In Bezug aus Unterrichts- ».sonstige wis-senschaftliche Anstalten ist P. der CcntralpunktFrankreichs. Obenan steht das Institut Nationalmit seinen 5 Akademien (s. Akademie II, S. 327).Geschichtlich berühmt ist die 1253 gestiftete Sorbonne-Universität mit 3 Facultäten (Kathol. Theologie,Naturwissenschaften u. Schöne Literatur), im Mittel-alter die Borkämpserei gegen dis Allgewalt des Papst-thums. Mehr der neueren Zeit seinen Ruhm ver-dankend ist das 1529 gegründete College de France(mit Lehrstühlen für Geschichte, Literatur u. Natur-wissenschaften). Für die Ausbildung der Juristen u.Mediciner bestehen Specialschulen die F-aculte dedroit u. die Ecole de medicine. Ferner das Conserva-toiredes Arts et Metiers, eine höhere Gewerbeschule,neben der noch eine polytechnische Schule besteht, diegleichzeitig Ingenieure für die Armee u. die Marineausbildet; eine Schule für Wege- und Wasserbau-Ingenieure und eine für Berg-Ingenieure rc.; dieEcole des Beaux-Arts, eine hohe Schule für Malerei,Bildhauerkunst, Knpferstechkunst, Steinschueidekunstu. Baukunst, ein Musikconservatorium. Außerdembestehen: eine pharmaceutische Lehranstalt, ein Se-minar für Gymnasiallehrer, die Schule für lebendeorientalische sprachen, fllrAnthropologie rc.; ferner:6 Lyceen, 3 Colleges. An öffentlichen Elementar-schulen, Kleinkinderbewahranstalten rc. besitzt Parisüber 2000 , worin etwa 240,000 Kinder unterrichtetwerden. Wissenschastliche Gesellschaften besitzt P. nachjeder Richtung hin in achtunggebietender Anzahl.Die Pariser Sternwarte, das Burean des Longitu-des mit Observatorium, der Botan. Garten (Jardindes Plantes, verbunden mit Zoologischem Garten)mit seinen naturwissenschaftlichen Sammlungen, sindweltberühmt. Auch der Acclimatisationsgarten und

Las Aquarium nehmen eine bedeutende Stelle ein.In Bezug aus B i b l i o t h e k - n behauptet P. mit denersten Rang. Dis Bibliothöque Nationale zählt ge-genwärtig etwa 3 Millionen Bände, 150,000 Ma-imscripte, 300,000 Karten, 1,300,000 Stiche rc.Sie hat sich 1876 um 52,000 Bände, 140 Manu-scripte u. 408 Kartenwerke vermehrt; der Ausgabe-Etat belief sich auf 154,000 Frcs.; die Gestelle neh.men in fortlaufender Reihe eine Länge von etwa30 km ein. Dagegen zählt die Bibliothek der Sor-bonne einschließlich derjenigen der Medicinschulenur 115,000 Baude. Andere Bibliotheken: Arsenal200,000 Bände, 8000 Handschriften; Mazarin (reichan Seltenheiten) 200,000 Bde., 4000 Handschrif-ten; St.-Genevicve 160,000 Bände (sehr vieleJncunabeln), 35,000 Handschriften; die neue Stadt-bibliothek (an Stelle der 1871 im Hotel de Ville ver-brannten, etwa 50,000 Bde., die des Botan. Gar-tens 60,OOOBde., nüt werthvollerHandschrifteusamm-lungrc.; endlich das reichhaltige Staatsarchiv. Es er-schienenEnde 1876 inP. 836Zeitungen u. Zeitschrif-ten, darnnter51 politische; ferner 85 für Volkswirth-schast, 49 für kirchl. Angelegenheiten, 66 für Rechts-wissenschaft, 52 für Literatur u. Philosophie, 68 fürMode», 77 für Technologie, 74 für Mcdicinn.Phar-macie, 43fürexacteWissenschaflen, 31 sür Landwirth-schast, 22 fürKriegswiffenschaften, 20 fürGeographie».Geschichte, 20 für Unterrichtsangelegcnheitcn, 16 fürPferdezucht u. ebenso viele sür Sport rc. Die Zahlder Revuen beläuft sich auf 14, die der illustrirtetlBlätter aus 54 u. die der Unterhaltungsblätter aas74. Der größte Theil der politischen Blätter wirddurch Colportage abgesetzt.

An gemeinnützigen n. a. öffentlich en An-stalten ist P. überreich. An Hospitälern war dasvornehmste das schon im Jahre 660 gegründete alteHotelDienausderCite-Jnsel, welchesdnrchdas unterNapoleon III. begonnene 1877 vollendete neue HotelDien gegenüber der Notre-Dame-Kirche ersetztwordeilist. Im Ganzen sind es 17 mit etwa 7000 Betten;seiner bestehen 11 Hospize (Zufluchtsorte sür Gebrech-liche und Altersschwache), eine große Anzahl Klein-kiuderasyle, 2 große u. mehrere kleinere Blinden-anstalten, ein Taubstummcninstitut rc. P. hat einegroßartige Wasserleitung, die thcils aus dem Puits deGrenelle u. 3 anderen anes. Brunnen, theils durcheilteLeitung aus der Champagne, 14 km weit, versorgtwird. Die Pariser Schlachthäuser, BerkausShallen(Halles Centrales, s. o.) und die Weinlager (Hallesaux Bins, s. o.) sind das Zweckmäßigste u. Groß-artigste, was man in dieser Hinsicht kennt. Dasselbegilt von dem Cloakensystein, dessen Berzweigungeneine Gesammtlänge von säst 800km haben. Dieeng-sten Röhren haben eine Höhe von 2,15 m bei einerBreite von 1,,» m. Der Zufluß, etwa 100,000 Kimtäglich, wird unterhalb der Stadt in die Seine ge-leitet. An Gefängnissen besitzt P. 7 der großartigste»Anstalten; darunter des. hervorzuheben Mazas. DieMorgue ist ein Gebäude, in welchem aufgesundeneunbekannte Leichen 3 Tage lang ausgestellt werde»;deren Zahl ist jährlich etwa 240, darunter 50 weib-liche. lieber die Katakomben s. d. Art. Unter de»Kirchhösen von P. ist der erste der weltberühmte Pe«Lachaise (vgl. Lächaise), sowol wegen seiner herr-lichen Lage u. damit verbundenen Aussicht aus dnStadt, als auch seiner parkähnlichen Anlage», >«>'