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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Pappos -

eine Nebenlinie der Altzheimschen, besteht noch in demprotestantischen Zweige. Vcrgl. I. A. DöLerlein,kÄatcklmons s, ?. ennokeatn«, Schwab. 1738. Ausder Trcutlinger Linie stammte 1) Graf GottfriedHeinrich, geb. 28. Mai 1594 in Pappcnheim, be-zog schon 1608 die Altdorfer Hochschule, deren Rectorer 1610 wurde, stndirte noch in Tübingen, war inFrankreich gegenwärtig beim Mord Heinrichs IV.;1614 wurde er, von großen Reisen heimgekehrt,katholisch und 1615 Neichshofrath, dann trat er inDienste des Königs Sigmund von Polen u. unter-stützte Len Pseudo-Demetrius auf seinem Zuge nachRußland, focht 1615 in bayerischen Diensten^»! Jü-licher Streite u.1620 alsReitcroberst iu dcrL-chlachtam Weißen Berge vor Prag, wo er 20 Wunden da-vontrug. 1623 ward er ans dem Reichstag zu Re-gcnsbnrg vom Kaiser zum Ritter geschlagen u. er-hielt ein Kürassicrregiment (die Pappenheimer); von1623—25 führte er die spanische Cavalerie in derLombardei u. dämpfte I626den österr.Bauernkrieg,welchen die blutige Gegenreformation seines Stief-vaters, des Grafen von Herbersdorf, hervorgerufenhatte. Er schrieb selbst die Geschichte dieses Krieges,für dessen Beendigung mau ihm ein Marmordcnk-mal in der Pfarrkirche zu Gmüuden setzte. Amsächsisch-dänischen Kriege nahm P. hervorragendenAnthcil, wurde General der Cavalerie, entschied dieSchlacht bei Lutter am Barenberg mit de: kaiserl.Cavalerie, hatte wesentlich Schuld an dem Sturmauf Magdeburg 20. Mai. 1631, deckte nach derSchlacht bei Breitenseld, die durch sein Ungestümverloren ging, 1631 den Rückzug, focht gegen Bauer,Georg von Braunschweig-Lünebnrg u. Wilhelm vonWeimar, stieß Oct. 1662 bei Merseburg zu Wallen-stein, focht bei Lützen glänzend, als ihn mitten imSiege zwei tödtlich verwundende Kugeln trafen, 6.Nov. 1632; nach Leipzig gebracht, starb er 7. Nov.Er war ein großer Held, ein tollkühner Rcitergeneral.Mit seinem einzigen Sohn Wolf Adam, welcher1647 in einem Zweikampf fiel, erlosch die Trentlin-gerLinie desHanscsP. Vgl. Heß, Gottfried HeinrichGraf zu P., Lpz. 1855. 2) Graf Karl Theodor-Friedrich, aus dem protestantischen Zweig derAltzhcimschen Linie, dem Algövischen Zweige, geb.'17. März 1771 in Pappenheim, trat 1786 in öster-reichische Dienste, wurde im TürkeukriegeWnrmsersund Bellegardes Adjutant, verwaltete bei der letztenKaiferkrönung 1792 sein Neichsmarschallamt, fochtin den drei Feldzügen der ersten Coalition gegenFrankreich, siegte 30. Oct. 1793 bei Chateau Cam-brcsis, wurde 1794 bei Landrecies verwundet, fochtbei Charleroi u. Flcurus. Als der letzte P. übte er >die Hohcitsrechte bis 1805. 1809 trat er aus öster-reichischen Diensten in bayerische über, wurde Ge-neraladjutant des Kronprinzen, befehligte 1813 eineJnfauteriebrigaLe, vertheidigte in der Schlacht vonHanau 30. Oct. die Kinzigbrücke, nahm 1814 theil!an der Belagerung von Hüningen u. der Blokadevon Schlettstadt u. ging darauf mit den Monarchennach Paris, nach London u. zum Wiener Congreß.Nach dem Frieden war er mit Reorganisation derbayerischen Armee beschäftigt u. wurde in der Folgezu diplomatischen Sendungen verwendet, znm erb-lichen Reichsrathe, Generaladjutanten des Königs,1835 zum Inhaber der ersten Armeedivision und1840 zum Generalfeldzeugmeister ernannt, erhielt

— Papst.

1852 als Chef das erste Thevauxlegersregiment u. !starb 29. Aug. 1853 auf seinem Gute Pappcnheim.

Er war vermähltmitLucie, geb. Gräfin Hardenberg- ^Neventlow, Tochter des preuß. Staatskanzlers, die '1817 von ihm geschieden wurde (u. sich nachher mitdem Fürsten von PUckler-Muskau (s. d.) vermählte).

Sie starb 8. Mai 1854. Da er kinderlos starb, so gingdie Standesherrschaft auf seinen Bruder, 3) Gras A>-bert, geb. 18. Juli 1777, pensionirten kgl. bayer.General der Cavalerie u. von diesem 1. Juli 18Mauf seinen ältesten Sohn, 4) Graf Ludwig über,geb. 5. Dec. 1815, köuigl. bayer. Generalmajor äja suite, n. seit 1854 vermählt mit Gräfin AnastasiaSchliefsen. Sein Erbgraf ist Maximilian, geb. 15.Febr. 1860. Kleinschmidt.

Pappos, griechischer Philosoph u. Mathematikeraus Alexandria, lebte um 380 n. Chr.; er sehr, anst.-rXwpo)-(-agAa und einen Commentar zur<rv>raLrr- des Ptolemäos, welche verloren sind, des.4/aS^uarcxai Excerpte aus mathe-

matischen Schriften, davon Fragmente herausgegeb.des 4. Buchs in BreLowS kchüstol. Lari-nens. etc.

Lpz.1812, des 5.B.V0N Eisenmann, Par.1824n.;das 3.—8. B. lat., Bologna 1660, Fol. Von ihmrührt der noch heute sog. Lehrsatz des P., eine Ver-allgemeinerung des Pythagoreischen Lehrsatzes, her.

psppus, f. Lompositav. sBuchruckr.

Paprocki, Bartholomäus, poluisch-czechischer !Geschichtschreiber, geb. 1540 in Masovien, studirtein Krakau, war der Gesandtschaft Taranowskis nachConstantinopel 1571 attachirt, theiltc als Partei-gänger dcr Zborowski nach der Schlacht beiPictsche»ihr Schicksal und floh 1587 nach Mähren, von dortbegab er sich 1598 nach Böhmen, 1604 nach Schle-sien, überall die Gastfreundschaft derhervorragendsteil ,Magnaten n. Würdenträger genießend. 1610 kehrteer »ach Polen zurück und starb nach einem längere» .Aufenthalt im Kloster Lend in Lemberg 1614. P.schr. polnisch u. czcchisch, in Versen u. in Prosa, seinebedeutendsten Werke sind genealogischen Inhalts:Lanosa, 1572; (kniarclo vnotz-, 1578; Ilerb/rz- seerstivaxolsIcisAo (Wappen des poln. Adels), 1581;2ro-rclto irmrbrnbsbvi essbekro, 1593; Uiaüoeblls,'1602; Lstambuolr slorsü)', 1609. Vgl. I. Im- ^cek in der czech. Mnsealzeitfch. 1866. Nchring.

Papst (v. gricch. Tian-rras-, lat. Lapa, der Vatcrh 'der Titel des Bischofs von Nom als des Primas dergesammten Christenheit. Ursprünglich der'Name allerBischöfe von einigem Ansehen, wurde derselbe schon hseit dem 4. Jahrh. (seit P. Siricins) fast allein ans 'den sich mehr n. mehr zu besonderer Macht und be< ,isoliderem Ansehen über alle anderen erhebende»Bischof von Rom übertragen. Diese Bevorzugung tdknüpfte sich an zwei Namen: an Rom, die alte Welt- Hgebieten», über deren sieben Hügeln der Geist der zWeltherrschaft schwebte, u. an Petrus, den vonJestis 4selbst in so hohem Grade ausgezeichneten Apostel- ZRom war die älteste u. zahlreichste unter den abend- zländischen Christengemeinden und war die einzige tApostelkirche u. Mutter zahlreicher neugegründeler xKirchen. Und hier hatte nach dem Glauben der Chn- Zsten Petrus, der Fels der Kirche, geweilt, hier hatte ^er nach demselben Glauben mitPaulus die Märtyrer- ^kröne empfangen und mit so vielen Anderen für sei-neu Glauben gezeuget. Wirksamer aber als dieseswar der ausdrückliche Wille des Religionssüsters ß