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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Pappelblattkäfer

diehäufig zitterndeBewegung der Blätter (Zittern desEspenlaubs) ist eine Folge der langen flachen Blatt-stiele. Zwischen den beiden genannten Arten existirtein Bastard, ?. Irzbricka A'/. L, der sich nicht seltenangepflanzt findet. L. Bäume mit rissiger Rinde;männliche Blütchen mit 12 bis 30 Staubblättern;g,) Schwarz-P-n, mir rundlichen gelben, glän-zenden Ästen ohne Korkrippen, zerschlitzten durch-scheinend berandeten Tragblättern n. zweinäthigcnFruchtknoten, ik. ni^ra L. (Schwarze P.), wird bis25 m hoch u. besitzt einen in ausgebreitete Äste ge-theilten Stamm mit fastdreicckigen, hängenden, wohl-riechenden, glänzenden, unten mattgrüncn Blättern;das leichte Holz erlangt, in der Sastzeit geschält,große Festigkeit n. läßt sich durch Beizen dem Eben-holz ähnlich machen; als Brennholz taugt es wenig,Verhältnis) znm Buchenholz — 185 : 360; die läng-lichen, zngespitzten, gelblichgrüncn, mit klebrigem,zähem, goldgelbem Safte überzogenen Blaltknospcn(Kommas populi, Oonlip.), von angenehm balsami-schem, starkem Geruch, bitterlich brennendem, ge-wnrzhastem Geschmack, werden zur Bereitung derP-salbe benutzt. 1'. itaiioa A/maA. (Italienische P.,Pyramiden-P.), mit ansrechten Aesten, sonst wiedie vorige, von der sie wahrscheinlich nur Abart ist,heimisch im Oriente ». jetzt wegen ihres regelmäßi-gen Wuchses bes. zu Alleen an Straßen benutzt, er-langt bei gutem, trockenem, nicht zu nassem vd. bin-dendem Boden in 20—21 Jahren eine Höhe von16—23 m, läßt sich durch Setzlinge leicht vermehren,b) Canadische P-n; junge Äste von Korkrippenkantig; Fruchtknoten 3—1-näthig. i?. onnacisnsisM/iv. Blätter dreieckig od. rhombisch wie bei denvorigen, am Rande kahl ob. anliegend behaart; stamm:aus NAmerika, in Deutschland Alleebanm. k. mo-niiiksra H., Blätter am Grunde gestutzt oderenvas herzjörmig, am Rande dicht knrz-steishaarig,ebenfalls inNÄmeritä heimisch, e) Balsam-P-nmit kurzen, dicken Ästen, sehr großen n. sehr klebrigenKnospen, rundlichen oberseits rinnigen Blattstielenu.zerschlitzten, am Rande kahlen od.sparsam gewim-perten Tragblättern. ?. eanäieans . mit kurz-haarigen Blattstielen, herzcisörmigen Blättern undkantigen, braunen Ästen. Ich balsamiksra L., niitkahlen Blattstielen, eiförmigen Blättern, wenig kan-tigen, brannrothen jungen Ästen, wie vorige inNAmerika heimisch, bei uns angepflanzt. Das reich-liche Harz der Knospen wird häufig als I'aerunaiiaeavulgaris benutzt; Ich laurikvlis. i-sÄsü., mit grauen,von Korkrippen kantigen Ästen; im slldl. Sibirien.Die harzreichen Knospen liefern mit Wein od. Wein-geist gemischt eine dinrctische Tinctnr gegen Scorbutu. Syphilis.

Was im Artikel Espe über die forstwirthschaft-liche Bedeutung dieser Holzart gesagt ist, gilt imAllgemeinen auch von Len anderen bei uns heimi-schen, im Walde jedoch seltener anftretenden P-artcn,unter denen die Silber-P. indessen durch größere An-sprüche an dis Bodengüte sich auszcichnet, sowie vonden hier und La cnltivirtcn ausländischen Arten, na-mentlich derCanadischen u. Pyramiden-P. Die obenunter B. anfgeführtcn Schwarz-P-n treiben jedochwenig oder keine Wurzelbrnt n. werden deshalb imWalde weniger lästig. Außer der imP-holze häufigauftretendenKernfäule wird dasselbe vonverschiedencnLarven, namentlich der des P-bockkäfers (Lnpsräa

— Pappenhcim.

Larotrarias L.), des Weidenbohrers (Oossns liAni-peräa), mehrerer 8ssia-Arten re. durchlöchert undentwerthet; außerdem schaden der P. verschiedeneBlattkäferarten (lstiirvssmsla) durch Abfressen desLaubes. (Bor.) Englcr. (Forstw.) Wi-!mnenam:r L.

Pappclblattkäfcr, s. Blattkäfer.

Pnppelbock, s. Bockkäfer.

Pappclrosc, ist 1) 8icia A.bnti1on; 2) Altiiass.rosen.

Pappelsalbc (Pappelpomade, IInAnsnvnm?o-pnlr), durch Digestion der zerquetschten frischenPappelknospen mit Schweinefett bereitete grünlicheSalbe; bes. früher als zertheilendes Mittel gebraucht.

Pappcnheim, Stadt im Bez.-Amt Weißenbnrgdes bayer. Rcgbez. Mittelfranken, an der Altmühl,Station der Bayer. Staatsbahnen, Hauptort dergleichnam. Standesherrschaft; schönes, 1819—1822erbautes Schloß der Grafen von P. mit prächtigenGärten, unvollständige Lateinschule (um 1611 ge-gründet), Marmorbrnch, Burgruine; 1875: 1781Ew. P. ist sehr alt, erhielt 1288 durch König Ru-dolf Stadtrechte u. war ehemals reichsunmittelbar.

Prippenhcim (Geneal.). Der erste Name diesesuralten, ritterbürtigenschwäbischenGeschlcchts istCa-latin oder Kalindin, welcher zuerst in einer Urkundevon 911 vorkommt. P. schrieben sie sich von demOrte Pappenhcim in Mittelfranken. Treu hieltendie Calatine an dem Salischen Kaiscrhause u. an denHohenstaufen gegen die Welfen. Der MarschallHeinrich von Calatin vollzog die Reichsacht an Ottovon Wittclsbach und erschlug ihn in Oberndorf, er-oberte späler Catania in Sicilien n. brachte mit Burg-graf Friedrich von Nürnberg dem Grafen Rudolfvon Habsburg feine Ernennung znm Könige. DasReichsmarschallamt stand den P. zu seit 1197, 1331bestätigte es ihnen Kaiser Ludwig, d. h. eigentlichvertraten sie hierin, wie auch die goldene Bulle be-sagt, Knrsachsen; sie selbst besaßen auch die Würdeeines Reichs-, Forst- n. Jägermeisters im Nordgau.Jeder P. nannte sich Neichserbmarschall, doch übtekraft des 1173 errichteten Seniorates nur der Se-nior das Amt ans und besaß die Güter. Erst 1618ließen sie sich wegen der Landgrafjchaft Stühlingeuin das Schwäbische Grafencollegium cinführen undseitdem schrieben sie sich Grafen und Herren zu P.Die Besitzungen der Grafen P. kamen 1806 unterbayerische Hoheit, sie selbst wurden 1807 Standes-herren, ihre Güter 1815 mit Bayern vereinigt, dieGrafen aber für den Verlust derselben u. des Erb-marschallamtcs durch einen Thcil der GrafschaftOttweiler entschädigt, welchen sie gegen Besitzungenim Innern Preußens vertauschten. Auch beschick»ihnen die Wiener Congreßacte 9000 Seelen unterPreußens Hoheit in dcr Rheinprovinz, doch nahmendie Grafen statt derselben eine Aversionaljnmme; 5.Dec. 1818 bewilligte der König von Bayern demjedesmaligen Seniorder FamiliealserblichenReichs-rath Sitz und Stimme in der Kammer der Reichs-räthe, erklärte 1825 das Geschlecht P. als znm ho-hen Adel gehörig n. verlieh 1831, wie der Bnndes-rath 1829, dem jedesmaligen Chef das Prädicat Er-laucht. Von den vier Linien des Hauses P., dieim 15. Jahrh. entstanden, erloschen die Greifen»thallche und Treutlinger sehr früh, dieAltz-heimsche (in einem protestantischen und katholi-schen Zweige) 1808, nur die Algüvische Linie,