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s. u. Brüste; 2) den Warzen ähnliche mikroskopischeBildungen der Haut, der Schleimhäute od. anderermembranöser Organe. Daher kayMikormis, war-zenförmg. kaxiUosus, mit P. besetzt.
pspillüte (fr.), Wickel zum Lockenaufdrchen; daunauch in Papier eingeschlagenes Zuckerwerk.
Pnpitl, Denis, berühmter Physiker, geb. 22.Ang. 1647 in Bleis; studirte in Angers Medicin,lebte 1671 — 74 als Arzt in Paris und dann, 1675als Protestant die Heimath verlassend, in London;1682 — 83 war er in Venedig, 1688 — 1707 Pro-fessor der Mathematik in Marburg, dann wieder inLondon; 1712 zog er wieder nach Kassel u. starb inDürftigkeit wahrscheinlich zwischen 1714 und 1716.Er erfand und veröffentlichte 1681 den PapinschenDigestor, s. Digestor, sowie die in der Schrift: ^rsnova ack Lgu-rm näminioulo iAiüs slsvauckam, Frkf.1707, beschriebene P-sche Maschine. Seine Experi-mente mit gespanntem Dampf führten ihn auch zurConstruction der ersten Dampfmaschine, mit welcherer ein Schiff inBewegnng setzte. Am 24.Sept. 1707fuhr er damit von Kassel nach Münden, wo Schifferaus Neid Maschine u. Schiff zerstörten. Vgl. Saus-saye n. Pean, Va, vis sb iss osuvrss äs I). vapiu,Par. 1869. r.
Papinianus, Ämilius, röm. Jurist ans Sy-rien, geb. NM 140 n.Chr., SchülcrScävolas, Freundn. Verwandter des Kaisers Septimins Severus, wel-cher ihn zum lübslloi'um rnnZsistsr u. nachher zumvrasksetus prastorio machte n. mit in den Krieg ge-gen die Briten nahm. Nach des Kaisers Tode suchte erzwischen dessen feindseligen Söhnen Caracalla n.GetaFrieden zu stiften, aber Caracalla verwies ihn vomHofe n. ließ ihn 212 nach Geta ebenfalls ermorden.Er giltalsdervorzllglichste römische Rechtsgelehrte,»,noch unter Justinian war der Tag ein Fest, an wel-chem ein Studirender (gewöhnlich nach 2 Jahren)den Namen eines Papinianistcn, dem voobor jurrsvergleichbar,erhielt. Erschr.: vsaäulbsriis; Hurrss-lioiros (37 Bücher allgemeine Rechtsfragen); Ro-«ponsa (19 Bücher einzelne Rechtsfälle); vsLnitio-nss (2 Bücher); (von der Amtsführ-
ung der Ädilen); sämmtlich verloren u. nur bruch-stückweise in Citaten in den Pandekten und anderenGesetzbüchern erhalten.
Papinianusmasse, s. u. vorprw zurrs.
Pnpiiischcr Topf, s. Digestor.
Papirrus (früher Papisius). Die vapiria ASN8war theils ein patricisches Geschlecht (die FamilienCursor, Maso, Mugillanus, Pätus n. a.); theilsplebejisches (die Familien Carbo u. Turdus). Überdie Familie der Cursor f. das., die der Carbo s. d.Ferner. Cajus (?) P., vontüksx inaxirrms, sam-melte nach Angabe des Dionysios aus Halicarnaß,bald nach Vertreibung der Könige deren Gesetze,welche den Gottesdienst und religiöse Gebräuche be-trafen, um sie wieder bei dem Volke ins Andenkenzu bringen. Diese Sammlung wird unter dem Na-men ÜU8 eivrls vapirrannm auch sonst mehrfach er-wähnt. Die zur Zeit Cäsars von Granius Flaccusverfaßte Schrift Vs fürs vaxiriano scheint kein Com-meniar über das vapirrauurrrjus, sondern ein eige-nes Werk über das äus saorum gewesen zu sein.Beide Schriften sind nicht erhalten.
Papismus, die unbedingte Verehrung des Pap-stes u. des päpstlichen Ansehens, vermöge der Lehre
— Pcippcl. V
der Römischen Kirche, nach welcher derselbe Statt- WHalter n. Verireter Christi auf Erden u. als solcher x 'unfehlbar ist; daher Papisten.
Pappe (Pappdeckel), dicke Blätter aus Papier- hMasse, die entweder aus mehreren ans einander ge- Dleimten Papierblättern bestehen (geleimte P.), oderwie Papier hergestcllt werden (geformte P.), u. zwar k)meist aus grobem Zeuge, zu welchem man Vorzug- Elich auch altes beschriebenes oder bedrucktes Papiernimmt. Man schöpft entweder Bogen von derDicke rderP. auf einmal (geschöpfteP.) mitderP-nform,die höher sein muß, als die Papicrform; oder man f)legt mehrere (bis 12) dünnere, frisch geschöpfte Pa- tfpierbogen unmittelbar aufeinander zwischen glatte fBretter (Pappenformbretter) n. vereinigt dieselben s,durch Pressen zu einer Masse (Doppel- od. geputschte iP.). Die Härte u. das Gewicht erhöht mau Lurch ;Zusatz von Kreide oder Thon zum Zeug. Glanz- sP. wird auf einer Glättmaschine geglättet. Die fein-sten, dichtesten, härtesten n. glänzendsten dieser P-nsind die Preßspäneod. Tnchprcßspänc, welche beimPressen des Tuches als Zwischenlage dienen. DieKarten-P. (Kartenpapier), woraus die Spielkar-ten gefertigt werden, ist eine geleimte P.; ebenso die hPreßspäne einiger Fabriken u. das zur Wasserma- Li-tern n. Kreidezeichnungen verwendete Jsabey- oder (Bristolpapier. Stein-P., Theer-P. zur Dach-deckung, s. u. Dach; die Stein-P. zu Reliefornamen-ten für Las Innere von Gebäuden besteht ans zer- 8jkleinertcm und aufgeweichtem Papier, welches mit ß!Leimwasser angemacht, mit Thon u. Kreide versetzt fFn., wenn es auch in der Nässe stehen soll, mit Leinöl ch;od. besser Leinölfirniß cingcknetct wird. Ledcr-P. Mbesteht ans zerstampftem u. anfgeweichtcm Papier, kjgemengt mit zerstampften, im Holländer gemahlenen ULederabfällen, welche mitLeimwasser od.LNehlklcister Aangemacht werden. Künstliche (elastische) Schic- kjfertafeln, s. Schieferpapier. Gies-ler.
Pappel, 1) die Pflanzengalt, voprärm V. aus ksder Fam. der Lalionooas (XXII. 8); Bäume mit k-spiralig gestellten, langgestielten Blättern u. ähren- Dförmigen, vor den Blättern erscheinenden Blüthen- Dtrauben; Blüthen zweihäusig; Tragblätter zeitig ab- 8fallend; Blüthen von einer becherförmigen Drüse Lumgeben; männl. mit 8—30 Staubblättern; weib- Rliche mit zwei 2- od. 4-theiligcnNarben;Frucht meist 82-klappig. Alle P-n treiben viel Wurzelschößlinge «an der Erde. Arten: -1. Bäume mit glatter Rinde, 8dicken, kurzen Ästen u. seitlich znsammengcdrllckten «Blattstielen; Tragblätter der Blüthen gewimpert; 8männliche mit 8 Staubblättern. 1) v. alba L. 8(WeißeP., Götzenholz,Silberpappel), Blätter rund- Hlich eiförmig, bnchtig gelappt, unterscits nebst den 8Zweigen schneeweißstlzig, die an den cndständigen 8Zweigen herzförmig haudförmig Slappig; Rinde Nder jungen Äste graugrün, weißwollig, später sein Uaufgerissen; schnell wachsender Baum, welcher in K25—30 Jahren 30 m in feuchtem, lockerem Boden Uerreichen kann; das zähe Stammholz wird zur Ber- Mfertigung von Tellern, Löffeln, Backtrögen n. Mul- Kden verwendet. 2) v. brsmuka V. (Espe, Aspe), UBlätter fast kreisrund, ausgeschweift stnmpfzczähnt, Manfangs seidenhaarig-zottig, zuletzt kahl; doch cxistirl Nauch eine Varietät (?. ennssesns Am.) mit beider- 8seits angedrllckt behaarten Blättern. In Wäldern Nund Gebüschen, öfters angepflanzt 16—25 m hoch; U