Druckschrift 
Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

80

Papcbroch Papi,

Aufl. revidirt von Sengebnsch; Das Eigennamen-wörterb., neu bearbeitet vonBenseler, 2 Bde. 1863bis 1876, 2) Eduard, namhafter deutscher Land-schaftsmaler, gcb. 28. Febr. 1817 in Berlin, wo ernoch dermal lebt. Er bildete sich von 1834 ander Berliner Akademien, besuchte nebenbei das AtelierdeS Dekorationsmalers Gcrst, ging aber 1848 ganzzur Staffeleimalerci über, ward aber schon im näch-sten Jahre mit der Anssührnng von Wandgemäldenim Neuen Museum zu Berlin berufen n. 1853 znmkouigl. Professor n, Mitglied der Akademie ernannt.In der Nationalgalerie in Berlin vonP. der Rhein-sall von Schafshanjcn und der Grindelwaldgletschcr.

Papcbroch (Papebroek), Daniel, gelehrterJesuit, geb. 17.März 1628 inAntwerpen, trat 1618in den Jesuitenorden, stndirte in Löwen Theologieu. wurde 1658 Professor der Philosophie in seinerBaterstadt; 1659 znm Mitarbeiter an dem Bollan-distemverk gewählt, machte er 166062 milHcnscheneine Reise durch Deutschland, Frankreich u. Italien,um Materialien zur Hciligcngeschichte anfznsnchcn,arbeitete dann fleißig an dem Werke selbst, kam mitden Karmelitern wegen des Alters ihres Ordens inStreit, zog sich 1709 von seinen Arbeiten zurück n.st. 28.Juni 1714; s.u. Lots Lanetornm. Löffler.'

Papccte (Papaili), paradisisch gelegener Hanpt-ort der Insel Otahciti; mit sicherem Hafen, Residenzdes Königs, Sitz der Regierung u. des französischenGouverneurs; ca. 3000 Ew.

Papeln, Hirsekorn- bis linsengroße Knötchen inder Haut, welche dieHantoberfläche etwas überragenu. bes. bei der Betastung leicht wahrnehmbar wer-den, Sic haben meist eine rolhe Farbe und sind ingrößerer Menge gleichzeitig vorhanden. Der Sitz derKnötchen ist die Umgebung der Ansführungsgängeder Haarbälge. Sie entstehen entweder durch einewässerige Ausschwitzung um die Ausführnngsgängcder Haarbälge, so die P. der Masern, od. durch einekrampfhafte Znsammenziehnng der elastischen Fasernder Leüerhaut, so die sogen. Gänsehaut (eubis anso-rnm). Die Dauer der P. richtet sich nach dem zuGrunde liegenden Krankheitsprocesse. Kuie.

Papcn (Erdkegel), kleine, steil abzestochene Kegel,welche man bei Erdansschachtnngen von dem gewach-senen Boden stehen läßt, um die Höhe der ausge«grabenen Erde daran zu messen u. den Cnbikinhaltder letzteren zu berechnen.

Papenburg, Stadt im Kreise Meppen der preuß.LanddrostciOsnabrück,an schiffbaren Kanälen, welchedas P-er Moor entwässern u. mit der Ems in Ver-bindung stehen, Station der Westfäl. Eisenbahn, istnach Emden der erste Seehandelsplatz der Prov. Han-nover, bes. wichtig im Holzgeschäft; höhere Bürger-schule, Navigationsschule, Schissswerste, Fabrikationvon Schifssznbehör, Eisengießerei u. Maschinenfabrik,Fabrikation von Chemikalien, Glas, Tabak, Stroh-papier; Torfgräbereien, Sägemnhlen; 6819 Einw.1877 hatte P. 190 eigene Schisse. P. wurde 1675gegründet u. erhielt 1860 Stabtrechte. !

Papcnwaffcr, s. Oder.

PnpcnzincrSce, Landsee imKreiseNnmmcls-!bmg bes preuß. Regbez. Köslin, 8 lem lang u. 3 üm!breit; hat seinen Abfluß zur Wipper. ' !

Paperling, Boblink, Dvlioüonz-X orvrivornsAm»'., Singvogel ans der Faul, der Stärlinge, 20'om lang, nach Geschlecht und Jahreszeit verschieden ^

^ gefärbt; in der Paarungszeit: Kopf, Unterseite und^ Schwanz schwarz, Oberrnckcn u. Flügel schwarz, jedes Feder mit gelbem Saume,'Nacken braungelb, Schul-!tern und Bürzel gslblichweiß; nordamerikan. Wan-^dervogcl, guter Sänger; lebt von Früchten u. wirddeli Pflanzungen,dieer in ungeheuren Schaarcn über-fällt, verderblich; als Slnbenvogel empfehleliswerth.

Paphlagonia, Landschaft Kleinaficns, grenzteim N. an das Schwarze Meer, im W. an Bithyuien,dlirch den Parthenios getrennt, im S. an Galatie»,ini O. an Pontos,von welchem eSderHalystrennte;das Lalid war, bes. in seinem südl. Theile, sehr ge-birgig, hatte aber im N. auch größere Ebenen; dasHanptgebirg Orminion sendete mehrere Seitenziveigenach N., namentlich den Skorabos u. Kptoros, in-mitten des Landes war der Olgassys; außer Parths-uios und Halys halte das Land nur kleine Küsten-slüsse, ini Innern strömte der Amnias, ein Nebenflußdes Halhs. Das Land war reich an Metallen (na-mentlich war der Zinnober anS P. bei den Altensehr gesucht), u. Schiffbauholz, sonst mehr zur Vieh-zucht, als zum Ackerbau geeignet. Die wichtigstenStädte waren an der Küste: Sinope, sehr alte assyri-sche, dann ionischeColonie; jetzt Sinob,Sesamos, seit300 v. Ehr. Amastris, jetzt Amasra. Im InnernGangra, später Germanicopolis, jetzt Kjankari. DieLandschaft begriff etwa das heutige BilajetKastamnni.Über die PaphlagvneS sind dieAnsichten verschie-den, indem Einige dieselben znm Slamnie der Syrerrechnen, Andere sie zu den Phrygern zählen. Siewaren kriegerisch, bes. gute Reiter, aber roh u. aber-gläubisch und politisch bis zur Zeit des Krösos frei,wurden aber von diesem König unterjocht u. kamenmit Lydien 542 v. Ehr. unter persische Herrschaft,doch behauptete sich die einheimische Dynastie wäh-rend derselben. Nach der Diadochenzeit unterwarfensich die Könige von Pontos P., bis nach der Besie-gung des Mithradates durch Pompcjns (64 v. Ehr.)die Küste mit der Provinz Bithynia vereinigt wurde,während das Binnenland im Besitz des Attalos ansdem alten paphlagonischen Königsgeschlecht blieb.Erst 7 v. Ehr. wurde P. von den Römern eingczo-gcn und ansangs zur Provinz Bilhynien, dann zuGalalien geschlagen. Unter Constantin wurde P.wieder eine eigene Provinz. Zähnte.

Paphos, zwei Städte auf der Westküste vonKypros, 1)(Paläopaphos,Altpaphos), andcrMün-dung des Bokaros, wo eine gute Rhede war; es wareine Colonie der Phöniker n. weltberühmter Cnltns-ort der Aphrodite, ini klassischen Alterthnm durch denCultus der Aphrodite, die hier dem Meere entstiegensein sollte u. deshalb hier einen prächtigen Tempelhatte, hoch berühmt. Zur Zeit des Angnstns wurdees durch Erdbeben fast völlig zerstört; jetzt Ruinenbei Knkla. 2) (Neapaphos, Ncnpaphos), nördl. un-weit der vorigen, eine blühende Handelsstadt, vonAngnstns aus ihrer Zerstörung durch ein Erdbebenwieder anfgebaut u. Angnsta genannt n. seitdem Sitzdes römischen Proconsnls; hier bekehrte Paulus denrömischen Statthalter Sergius Paulus znm Christen«thnin; Ruinen beit» j. Baffa.

Papi, Elemente, Professor und Vorstand derk. Gießerei in Florenz, geb. 1801, st. 11. Febr. 1875in Florenz. Unter seinen zahlreichen Arbeiten neh-men die Bronze-Nachbildungen des Perseus von B.Lellini u. des David von Nüchel Angela die ersten