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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
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Panier Paniput.

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weniger flach; das dritte Hüllblatt steril od. mit einerfchlschlagenden, geschlechtslosen oder seltener männ-lichen Binthe, welche mit einem Borblatt versehen ist;viertes Hüllblatt mit einer Zwitterblüthe; Deck- undBorblätter knorpelig oder lederig; Perigonblätter 2,fleischig, kahl, meist gestutzt; Griffel getrennt, lang,a) Untergattungen: INZItaria, Ährchen zu 2 an kur-zen Zweigen, welche eine Scheinähre bilden; Schein-ähren fingerförmig genähert; ?. aanAuirnUo L.(Blnthirse), IV ciliare Äets.; li) lilelünoelUon, Ähr-chen zu 3 6 an kurzen Zweigen, welche einseits-wendige, inNispcn gestellte Scheinähren bilden; Hüll-blätter in eine Stachclspitzc oder rauhe Granne ver-schmälert. l?. OusAnIli L. (Hühnerfennich, Fennich),wie die vorigen sehr verbreitet, e) LIiliaria, Ährchenlang gestielt, in zusammengesetzter Rispe; Narbenpurpurn. ?. miliaeoumL. (Hirse), in Ostindien hei-misch, in Gärten und ans Äckern wegen der Samen,die ein bekanntes Nahrungsmittel (Hirsebrei) geben,gebaut, bisweilen verwildernd, IV eapillars I,., mitsehr dünnen, zuletzt aufrecht abstehenden Rispenästen;inNAinerilä heimisch, in manchen Gegenden ange-pflanzt, da dieBlnthcnrispenzuTrockenbougnets ver-wcndctwcrdcn. ä)8star!n(Borstengras),Rispe ährcn-sörmig, mit znm Theilährchenloscn Zweigen, welcheals ranhe Borsten die Ährchen überragen, i?. vorti-eillatum L. (Klebgras), mit rückwärts sehr ranhe»Borsten, welche wenig länger als die Ährchen. IVviriäe L., mit vorwärts rauhen Borsten, welche meist iviel länger als dis Ährchen; beide Unkräuter ans Gar-'tenland. I'. italicum V,. (Kolbenhirse), größer alsvorige, mit obcrwärts übcrhängender Äiispc, stellen-weise wegen der genießbaren Samen gebaut, häufigverwildert; eine Varietät ist l?. Asrmanieum(Mohär, deutsches Hirscgras, Fennich). Engter.Panier, Fahne, so v. w. Banner.

Panik, Panischer Schrecken, Bezeichnungjedes heftigen, unerwartet schnell und meist ohnesichtbare Veranlassung die Gemüther ergreifendenSchreckens; mau schrieb imAlterthume solchen durchunbekannte Ursachen unter Kriegsheeren hcrvorge-rufencn Schrecken dem Pan zu, daher der Name.

Panikonographie (gr., aus-rs,-, e-H flati-uisirt iliouj n. znsannncngesctzt), also wört-

lich eine graphische Methode zu jeder Art bildlicherVervielfältigung bedeutend, in der That aber, trotzdieses anspruchsvollen Titels, nur eine der vielfachenneuerdings ansgetauchten Versuche, ei» billiges undleicht herznstcllendeS Surrogat für den Holzschnitt zufinden. Die P. verhält sich zum Holzschnitt wie dieZinkographie zur Lithographie, d. h.^ic verwendetebenfalls Zink, behandelt aber durch Ätzung u. reinmechanische Manipulationen die Platte so, daß dieeichnung erhaben sich ans ihr darstellt, so daß siemit dem Text ans der Bnchdruckprcsse gedruckt wer-den kann. Ta die Herstellung der Platte, mit Aus-nahme der ersten, ans freier Hand geschehenen Ra-stung, welche übrigens ebenfalls durch Umdruck derLriginalzcichnung auf die Platte ersetzt werden kann,ans rein mechanische Weise bewirkt wird und ohne-hin das Zink oder Schristgnßinetall (wie die Clichcsbeweisen) niemals den Holzstock ersetzen können, so!haben alle diese snrrogativen Manieren, wie die mit, cr P. sehr verwandte Ehemithpie, die Glyphogra-Wc, die Chalkothpic ec. (s. Graphische Künste -V. 4)i) u. 18) einen nur geringen künstlerischen Werth

».wesentlich als billiges Jllnstrationsmaterialprak-tische Bedeutung. Scdasler.

Pailin, 1) Gras Nikita Jwanowitsch, geb.15.Sept. 1718 inPetersburg; war anfangs Garde-offizier, dann Kammerhcrr, 1747 Gesandter in Ko-penhagen und 1749 in Stockholm, 176073 Gon-vernenr des Großfürsten Paul und nach der Thron-bestcigung Katharinas II. 1762 Minister des Aus-

wurde er Generalfeldmarschall. 1764 schloß er mitPreußen das Bündniß gegen Polen, 1766 mit Eng-land den Handclstractat. Mit hohen, Geiste leiteteer den Türkenkrieg, vertauschte Holstein gegen Ol-denburg u. Delmenhorst zum Vortheil der jüngerenLinie Holstein - Gottorp, schloß den Frieden mit derPforte 1774 und vermittelte den Teschener Frieden.Er war stets gegen Österreich n. Frankreich und fürein preußisches Bündniß, doch sank zuletzt sein Ein-fluß bei der Kaiserin; P. trat 1781 ab und st. 11.April 1783, seit 1767 Graf. 2) Graf Nikita, Neffedes Vor., Sohn des berühmten Generals GrafenPeter Jwanowitsch P., geb. 1771; war Gesandterim Haag ».Berlin, seit 1799 Vicekanzler von Ruß-land; trat mit Pahlen an die Spitze der Verschwör-ung gegen PaulI., legte 1802 seinAmt nieder, An-hänger Englands, und st. 1837. 3) Graf VictorNikititsch, Sohn des Vor., geb. 1800; war rnss.interimistischer Gesandter in Griechenland, 1840 bis1862 Jnstizininistcr und 186467 Chef der 2.Ab-thcilnng der Gehciinkanzlei d-sKaisers. Ein starrerLonservativer, war er jeder Reform feind. Er st. alsRcichsrath 24. April 1874 in 'Nizza. Vgl. des Un-terzeichneten Werk, Rußlands Geschichte u. Politik,dargestellt in derGeschichce des russischen hohenÄLels,Kass. 1877. Nlemschmidt.

Panini, der bedsnteudste indische Grammatiker,der, wie es scheint, ans der Gegend nm Attok amIndus stammte, aber sein Leben am mittleren Gan-ges znbrachte. Über seine Zeit gehen die Ansichtensehr auseinander. Die gewöhnliche Annahme ist das4. Jahrh. v. Ehr.; nach anderer Annahme wäre ernoch vor Buddha zn setzen, endlich wird auch das 2.Jahrh. n.Chr. alsscinZeitalter angenommen. SeineGrammatik zeichnet sich durch Präcision des Aus-druckes und klare Erforschung des Wortschatzes vorLenen aller anderer Völker ans u. ist maßgebend ge-worden; sie stand in Indien in höchstem Ansehen u.wurde vielfach coimneiitirt. Ausgabe von Böhtlingk,Bonn 1840, 2 Bde. Vgl. Goldstückcr, IV, Ins plaesin Lnnslcrit Intvratnrs, Land. 1862. Thielemann.

Panionron, BnndeStempel der 12 ionischenStädte, an der Küste von Jonicn am Berg Mykale,auf dem Gebiete derStadtPriene. Hier verfammcl-ten sich die Abgeordneten der 12 ionischen Städte(s. Jonien 4) zn Berathnugen und zur Feier ihresBnndcsfester, LerPauionia, zn Ehren des PoseidonHelikonios.

Paniput (Panipat, Paneeput), Stadt in derDivision Delhiderindobrit.PräsidentschaftPendschab,nordwestl. von Delhi; 25,276 Ew. Hier 26. April1526 entscheidender Sieg des Großmogul Baber überden Asghauenfürsten Ibrahim Lodi von Delhi, 5.Nov. 1556 Sieg des Großmoguls Akbar über dieaufrührerischen Afghanen, 1761 Sieg der Afghanen