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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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68
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68 Panegyrikon

Panesiyrikon, in der Griechischen Kirche einBuch, worin die Lobreden der Kirchenväter aus dieHeiligen gesammelt sind.

Panegyris (gr. Ant.), jede größere Versamm-lung, des. eine festliche, feierliche, mit Processivncn,Musik, Tanz n. Gelagen, oft mit Jahrmärkten ver-bunden. Daher Panegyrikos, eine Festrede ineiner P. oder bei den nationalcnKampsspiclen, derenStoff entweder in Beziehung zu dem Feste oder zudem Ruhme des feiernden Volkes stand; ans einzelnePersonen sich beziehend, erhielten sie den Charaktervon Lobreden. Solche Panegyrische Reden gibt esnoch von Lysias, Aristides (Panathenaikos), bes. vonJsokrates (Panegyrikos). Die, welche solche Rede»hielten od. schrieben, hießen Panegyristen. Auchdie römische Beredtsamkeit lieferte solche Lob- undPrnukredcn, dercnVerfasser Panegyriker hießen;zu nennen ist hier der Panegyricus des jüngerenPlinins (s. d.) auf den Kaiser Trajan u. die 12 Lob-reden der sog. Panegyrici, wie Eumcnius u. a., um300 n. Chr. an die Kaiser gerichtet u. mit übertrie-benen Schmeicheleien angcfllllt; s. u. Römische Li-teratur. Riese.

psnsm ek lüecensos (Brod n. Circensischc Spiele),das Losungswort des niederenVolkes im alten Rom.

Pangani, Fluß in OAfrika; entsteht durch Ver-einigung mehrerer Ouellflüsse, welche dem Kilima-Ndscharo in slldl. 'Richtung entströmen, u. dem Ab-jchlnssedesJpe-Sees; führtznnächst den Namen Nnfu(Lufu), fließt südl. zwischen hohen Gebirgen, biswei-len seeartig sich erweiternd, wendet sich dann nach O.u. mündet 5" 30' s. Br. bei dem Hasenort Panganiin den Indischen Occan. Tronic.

Pangäos, Gcbirg an der makedonischen Grenze,später zu Makedonien gehörig, zwischen dem Stry«mon u. Nestos, mit Gold- n. Silbergrubcn, jetzt Pir°nari od. Pangea.

Pange, Dorf im Kr. Metz (Lothringen), an derNied; 205 Ew. Nach ihm wird auch die Schlachtvon Borny, 14. Ang. 1870, genannt.

Pangenesis, eine von CH. Darwin provisorischausgestellte Hypothese, welche die beiden physiologi-schen Functionen der Vererbung und Anpassung immechanischen Sinne zu erklären sucht. Danach sol-len die Zellen kleine Körnchen (xommnlsv) abgeben,welche durch den ganzen Körper frei circnliren, sichwie jene Lurch Selbsttheilung vermehren u. schlicß-lichZellen werden können, gleich denen, von welchensie herrllhrem Sie sammeln sich aus allen Körper-theilen, um die Geschlechtselemente zusammenzu-setzcn, u. ihre Entwickelung in der nächsten Genera,tion bildet ein neues Wesen; sie können aber auchim schlummernden Zustande an künftige Generatio-nen überliefert u. dann erst entwickelt werden. Dieunentwickelten Zellkeimchcn haben eine gegenseitigeVerwandtschaft, vermöge deren sic sich zu Knospenoder zu Sexualelcmenten anhänscn. Der P. gegen-über steht die Perigenesis. Vgl. Darwin, Das Va-riiren der Thiere u. Pflanzen rc., übers, von Carus,2. A., Stnttg. 1873, Bd. 2, S. 405 ff. Th-mchay».

Pangeometrie (v. gricch. rrä--, Alles, Math.),eine Geometrie, welche von der Voraussetzung ans-geht, daß durch einen Punkt außerhalb einer unend-lichen geraden Linie mehrere gerade Linien gezogenwerden können, deren Verlängerungen jene Geradenicht schneiden. Bekanntlich nimmt die gewöhnliche

kanionm.

Geometrie an, daß durch jenen Punkt nur eine !solche Gerade gehen kann, die der gegebenen Geraden 'parallel heißt, unddieseAnnahme ist auch zweifellos -richtig; allein es läßt sich für sie ein wissenschaftlicher sStrenge genügender Beweis so wenig liefern, wie :für einen anderen Satz, mit Hilfe dessen man sic be- ?weisen könnte, u. entsprechend der hieraus folgenden >Bcrmuthnng liefert die P. in der That ein in sich !widerspruchsfreies Gebäude, welches freilich durch fErgebnisse gekrönt wird, wie z. B., daß der Flächen-inhalt eines Dreiecks abnehmc, wenn die Seilenwachsen. Gauß scheint sich als Erster mit der P. be-schäftigt zu haben: er nennt sie nichteuklldische -Geometrie; Lobatschewski) gab 1820 die erste Dar- ^stellungderselben, die er anfangs imaginäre Geo-metrie nannte, P. erst in seinem so betitelten, inKasan 1855 erschienenen Werke. Von dem UngarnBolyai rührt der Name absolute Raumlehreher, 1832. Später haben Viele, nmcr ihnen be-kannte 'Namen, wie Riemann, Hclmholtz, den An-schauungen der P. ihre Aufmerksamkeit zngcwandt.Für Darstellung der Lehre, sowie Geschichtliches und iLiteratur s. Frischauf, Elemente der absoluten Geo- !metric, Lpz. 1870. Vgl. d. Art. Parallel. Luchruckcr. i

Pangcvman'tsnlns, das Bestreben nach einer !innigeren Vereinigung sämmtlicher deutschen (nicht >germanischen im weiteren Sinne des Wortes) ^Stämme, in Beziehung ans Staatsoberhaupt, Ne- >giernngsform, Gesetzgebung, Literatur, Knust rc. !F-llr die Gemeinsamkeit der sänumlichcn germani- !scheu Nationen (Deutsche, Engländer, Skandinavier, s'Niederländer, Nordamcrikaner) nur da zu gebrau- schen, wo von deren gemeinsamem Charakter n.Cul-tnrbcstrebnngen die Rede ist.

Pangong (Pangkong, Tsomognalari), bedeuten-der See im westl, Tibet, östl. von Leh, 4,282 m ü. d.

M. gelegen, von großer Länge, aber geringer Breite,die Hälfte des Jahres zngesroren.

Panhagia (gr., die Allheilige), in der Griechi-schen Kirche 'Name der Mutter Jesu.

Panharmonikon, ein, im Jahre 1800 vonLeonhard Mälzl in Wien constrnirles musikalischesInstrument, welches ein Orchester mit Pauken undTrompeten in sich vereinigt und durch Walzen undBlasebälge in Gang gebracht wird.

Panhcllenion,1)dasHciligthumdcsZensPan-hellenios, d. h. des von allen griechischen Stämmenverehrten Zeus, auf Ägina; bei demselben wurdendie Panhcllenia, ein allgemeines Fest der Hel-lenen, gefeiert; 2) der 1828 nach der Schlacht beiNavarin eingesetzte griechische Staatsrath.

Panhidrosis, allgemcineSch>veißsucht,dieNeig-nng der Haut zu übermäßiger Schweißproduction,

in Schweiß zu zerfließen"; findet sich meist bei dick-leibigen Personen, bisweilen auch ohne größere Kör-perfülle bei leicht erregbaren Personen. Infolge dervermehrten schweißproduction kommt es öfters znHitzblätterchen und einem frieselartigen Ausschläge(Schweißfriesel, Lnckauriiia). Die Behandlungthcils eine ursächliche, also namentlich gegen die Fett-sucht gerichtete, thcils eine symptomatische; die letz-tere besteht in kalten Waschungen, spiritnösen Ein-reibungen rc. Kunze.

k>aniou1a, die Rispe: s. Blütheustand.

panicum L., Pflanzengatt, ans der Fam. 6rn-rrünsas-INrniooav (III. 2.); Ährchen außen mehr od.