66
Panütios —
te» Tags ein feierlicher Aufzug (Pompe), durch wel-che» der heilige PcploS der Athene in der Akropolis'überbracht-würde. Der Peplos war ein weites, saf-ranfarbiges, von attifcheuFraueu für jedes von die-sen Festen »cn gewebtes Obergcwand; bei der Pro-cession wurde er als Segel eines vomKeramikos bisznm Tempel des Apollo» durch Maschinen zu Landesortbewegten Schiffes tranSporiirt, von dort bis aufdie Akropolis vouFraneu getragen n. hier derAtheneumgehängt. Bei dieser Procession trugen die Frauen
u. Töchter der Freigelassenen u. Metöken Krüge n.Näpfe zum Opfer, daher Hydriaphoroi u. Skaphe-phoroi genannt; zum Theil trugen sie den Frauen n.Töchtern der Burger Sessel n. Schirme nach, daherDiphrophoroi u. Skiadcphoroi; edle Bürgcrstöchtertrugen Körbe mit Opfergeräth auf dem Kopfe, daherKanephoroi; die Greise jnngcZweige vonÖlbäumen,daher Thallophoroi. Au dem Zuge betheiligteu sichdie Bürgerschaft unter den Demarchen, die jungeMannschaft gerüstet zu Fuß u. zu Pferde, die Sie-ger in den ersten Tagen des Festes. Den Schluß derganzen Feierlichkeit machte die große Festhckatombevon Stieren u. Rindern, verbunden mit einer allge-meinen Speisung (Hcstiasis). Vgl. Müller, kauu-Idvnuioa, Bonn 1837.
Panätros, aus Rhodos, Stoiker, gcb. um 180
v. Ehr., stndirte in Athen unter Diogenes Aabylo-nios u. Antipater Tarsensis, ging dann nach Rom,wo er viel zur Verbreitung der Stoischen Philoso-phie beitrug. 143 begleitete er den jüngeren ScipioAfricanus auf seiner Gesaudtschaftsreise nach Asien
и. Ägypten, kehrte daun nach Athen zurück n. leitetenach dem Tode des Äntipater die Stoische Schule.Sein System war eine gemilderte Form des älterenStoicismus. Sein berühmtestes Werk: ck/cpl roi-xaShxo»-ror (Über die Pflichten), hat Cicero grvßten-theils in seinem Buch 1>o okliello ausgenommen, vonseinenübrigenBücherngibtes nur noch wenig Frag-mente. Vergl. Lynden, Do?anavtio, Leyden 1802.
pimax L., Pflanzengatt, aus der Fam. Aralia-oe»s, Sträucher mit gefingerten od. gefiederten, sel-tener uugetheilten Blättern u. aus Döldchen gebil-deten Trauben oder Rispen. Kslchsaum undeutlichoder niit 5 kleinen Zahmheit; Blumenblätter 5, klap-pig; Staubblätter 5, mit eiförmigen oder länglichenAntheren; Fruchtknoten 2-, seltener 3 —Ssächerig;Frucht seitlich zusammengedrllckt oder fast kugelig.Arten bes. im tropischen und östlichen Asien; wichtig
к. dinsvnx Aisten, s. Ginseng. Englcr.
Plinay, die größte der Bissaycr-Jnseln (Phi-lippinen in OAsien); reich an Wäldern, bebaut mitTabak, 11,770 Hs km u. gegen 450,000 Ew. mit derBisayasprache, einem Dialekt des Malaiischen. Siesteht unter spanischer Herrschaft u. zerfällt in 3Distr.:Jloilo, Capiz u. Antigua; Hauptort ist Antigua.
Pauchreston (v. Gr.), so v. w. Panacee, Uui-verjalmittel.
Panckoucke, 1) Charles Joseph, Sohn desfreisinnigen Buchhändlers Andre Joseph P., geb.1736 in Lille, ebenfalls Buchhändler; ctablirte sich1754 in Paris, wo seit 1760 sein Haus Sammel-platz der geistreichsten Männer u. Frauen war, undst. 18. Dec. 1798. Er gab heraus u. a.: den Llor-ouro äo Uranos, die Memoiren der Akademie derWissenschaften, Iw Arauck vooabnlairs Iranyaio unddie große Luozmlopääis mötkoäigue, zu welcher er
I'unclanwosits.
den Plan entwarf. Auch wurde er Stifter des Ao-uitsur u. übersetzte den Lucretius, Ariost u. Tasse.
3) Charles Louis Fbenry, Sohn desBor., geb.1780 iu Paris, setzte das Geschäft des Vaters sottund st. 11. Juli 1844. Seine wichtigsten Verlags,werke sind dasDiotiouuairackoa soieuovs möüioalöz,die Viotoiros ob oonguötos ckoo ariuo-i kra.nya.isos u.die Prachtausgabe des Werkes über Ägypten in 2zBdu. mit 900 Kupfern i» Fol., welches Napoleonanfangen n. Ludwig X.VIII. vollenden ließ: er selbstübersetzte den Tacitus lt. schr.: lissai 8>ir I'oxposi-tion, In prisou ob la psins cko mort. Seine geist- ,reiche Gattin ist als Übersetzerin Goethescher Gedichte -berühmt. 6) Erneste, sein Sohn; übersetzte die l.Werke des Horaz, war bis 1868 Theilhaber derDruckerei und Gerant des Llouibour, zog sich aber -dann voni Geschäft zurück. Lagst.» !
St. Pnncrntüls, iltame mehrerer Heiligen, s, ides l-gendenhaftcn Bischofs von Taormina in Iici- ilien, Leu Petrus selbst dorthin geschickt u. der dort !den Märlyrerlod erlitten haben soll (Tag: 3. April;; isodann eines Römers, welcher nach der Sage in sei- !nem 14. Lebensjahre iu der Diocletiauischcn Ver-folgung enthauptet wurde; eine Christin, NamensOctavilla, rettete seinen Lcichnain, von welchem nach-her viele Reliquien namentlich nach Gallien u. Bri-tannien kamen; außerdem sindvieleKircheninFrant-reich, Spanien n. Deutschland ihm geweiht, u. a. ißer auch der Schutzpatron der Stadt Gießen. Indiese Kirchen wurden nach Gregor von Tours iniMittelalter Diejenigen geführt, welche eines Mein-eides verdächtig waren, u. waren sie schuldig, so win-den sic dort von einem bösen Geiste ergriffen u. stürz-ten todt zur Erde nieder. Sein Tag ist der 12. Mai,welcher im Kalender dadurch von Bedeutung ist, daßan diesem u. den 2 folgenden Tagen, Servatius u.Bonifacius, häufig Nachtfröste eiutreten(daher Wei»-tödter, auch die 3 strengen Herren, Potentaten, ge-nannt), während solche nach dicsenTagen selten ver-kommen. Vgl. Über die Rückfälle der Kälte im Mai,von Dove. Löffler.»
psnoreas, s. Pankreas.
Pandiia, bei den Griechen das südlichste LandIndiens, Pandä seine Bewohner, das altindischiPändja. Die griechische Sage leitete es voll derPa»-däa, einer mythischen Tochter des Herakles, ab.
Pandlimoniilm (v.Gr.), l) ein allen Dämon!»geweihlerTempel; 2) Inbegriff aller übermenschlichgedachten Wesen, bes. der bösen, das böse Priucip,das Reich des Teufels phantastisch dargestellt.
pünüanacose, Fam. aus der Klasse der 8pa<Iici-llorao; pereunireitde Gewächse, bannt- oder strauch-artig, oft starke Luftwurzeln in die Erde treibend,seltener mit niederliegendem Stamme; Blätter dichtdachziegelig, lineallanzcttlich, einfach, parallel»»-vig, am Grunde scheidig umfassend, am Rande .meist stachlig; die blüthenständigcn kleiner, oft ge- -färbt; Bllithen zweihäusig oder polygamisch, oh«eBlüthcuhüllen, in Kolben; männliche Bllithen miteinzelnen Staubblättern; weibliche Blüthen and -einem einfächerigen, ein- bis vicleiigcnFruchtknete» ^mit sitzenden Narben bestehend; Frucht steinfrucht'artig, einsamig, selten mehrere zu einer bcerenatti-gen sammelfrucht verwachsen. Die Fam. ist i»> -
pischen Gebiet der östlichen Hemisphäre entwick»-Gattungen: ?auäauu8 n. Ikro^oluotia. Verwand)