Psncima — Panathenäa.
6c
Panama, 1) Landenge^nmfaßtim weiteren Sinnedie schmale (an einzelnen stellen wenig über 50 icmbreite), einem liegenden 8 gleichende Verbindnngs-brlicke Süd- n. Central-Amerikas, welche den Gro-ße,, u. Atlantischen Occan trennt; im SO. lehnt siesich mit breiter Wurzel an SAmerika an,im O. vomtzjolf von Dänen, im W. von dem von P. begrenzt„.verengt sich immer mehr gegen N.; mitihrer Wend-ung gegen SW. crbreitcrt sie sich wieder allmählichmW geht mit der Wendung gegenNW. in Central-Amerika über. Die Küsten sind reich gegliedert, ge-gen S. erstreckt sich die Halbinsel Aznero. An Bn-sen sind zn erwähnen (außer einer Zahl kleinererBaien), im Großen Occan: der Golf von S. Michel,die Panama-, Parita-Bai n. der Gols Dnlce; im Ca-raibischen Meere: der Gols von Darien, die Caledo-!nia-Bai und der Golf von S. Blas. Die Küsten!s,nd vielfach flach, sumpfig, bilden Fiebcrherde; das«Innere ist durchaus bergig; die vulkanische Kette der> Cordillcren, welche durch niedere Züge mit jenen vonColombia in Verbindung steht, zieht sich durch denganzen Isthmus, erreicht aber nirgends eine bedeu-tende Höhe. Die Flüsse u. Bäche sind zahlreich undinfolge der häufigen heftigen Niederschläge wasser-reich; die bedeutendsten sind: Tuyra, Chepa, Cha-güs. Das Klima gehört zn den heißesten n. unge-sundesten der Erde an den Küsten, im Gebirge besser.Tie Pflanzenwelt ist ungemein üppig: es gedeihenvortrefflich alle Palmenarte», Brodfrnchtbanm; imInnern zahlreiche undurchdringliche Urwälder. BonThieren sind namentlich Affen, sowie Reptilien (indu, Flüssen Krokodile, zahlreiche Kröten, Echsen rc.)vertreten. Im engeren Sinne wird auch der wcstl.Theil der Landenge von dem Golfe von S. Blas anals derjenige von P. bezeichnet, während der südöst-liche Theil Isthmus von Darien genannt wird. 2)(AJstmo) eine der Republiken der vereinigten Staa-ten von Colombia, 81,770 sH üin groß, umfaßt denIsthmus von P. von der Mündung des Atrato bisz»m Golf Dnlce, sowie die vorliegenden Inseln: diePirleinnseln (I. del Ney, S. Jose rc.), Taboga mitguter Rhede im Busen von P., Cebaco, Gicaron,Loiba, Secas-Jns., LadroneS rc. im Großen Ocean,den Archipel de las Mnlctas im Caraibischen Meere,"der die physikalische Beschaffenheit deS Landes s. u.1). Das Land ist äußerst reich n. fruchtbar, doch nochenigbebaut; durch Entwässerung der Sümpfe würdeer Aufenthalt für Europäer möglich werden. BaumsJudigo, Cacao, Kaffe, Zucker sehr ergiebig; wich-'g sind ferner Cochenille u. vor Allem Perlenfischerei,Pa Pcrlenmuschelit im Busen von P. häufiger als ir-rndwo an der amerikanischen Küste gesunden wer-en. Die Entwickelung des Landes scheitert an derndolenz der Bewohner; letztere, 220,542 Seelenähleud (1870), besteht aus wenig zahlreichen Creo-r», einigen eingewanderien NAmerikanern, Jndia-m, (znm Theil seßhaft u. cnltivirt), Negern, chine-ljchen Kuli und Mischlingen. Eingctheilt wird dasd»d in 4 Dcp. n. 63 Mnnicipien. Handel n. Jn-tlslrie siud nnbedentend (P-Hüte), Verbindungswegechlen, außer der Panamabahn (s. Pacificbahnen 7)äuzllch n. häufige Revolutionen zerrütten das Land,üül wurde die OKllste von P. zuerst entdeckt n. in(sitz genommen, von den Vnccaniern mehrfach ver-Get. Die Bedeutung der Landenge wurde von denitgländern erkannt n. 1607 von dem Schotten Pa-Piereriüniversat-ConvLrsations-Lexilo». 6. Aust. XIV
terson mit Hilfe der vom schottischen Parlamente un-terstützten Schottischen Daricn-Compagnie das Landzu erobern u. zu colonisiren gesucht; das Project, andem sich auch Hamburger Häuser betheiligten, schei-terte n. die großen eingeschossenen Summen (2 Mill.Pf. St.) der Gesellschaft gingen verloren. Die Bedeut-ung des Landes für den Transithandel, für den Ver-kehr zwischen Europa, den Nordamerika». OStaateneinerseits, den amerikanischen WHäfcn und OAsienanderseits kann für das Land immer noch eine Bes-serung herbeifllhrcn. 3) Hauptstadt in vorigem, ausschmaler Landzunge, au der gleichnam. Bai iu un-gesunder Gegend gelegen, etwas befestigt, mit flacherRhede. P. wurde 1521 von den Spaniern gegrün-det u. erlangte bald als Ausgangspunkt aller Unter-nehmungen in der Südsee große Bedeutung. 1671wurde sie von dem Flibustier Morgan gestürmt undgeplündert; hierdurch n. durch mehrere großeFenerS-brünste im 18. Jahrh. sank die Stadt, welche zuihrer Blüthezcit über 50,000 Ew. zählte, sehr herab,so daß sie 1843 nicht mehr 5000 zählte. Die Colo-nisalion des wesil. NAmerikas, der Bau der Eisen-bahn u. die regelmäßigen Dampfschifsverbindnngeu(mit S. Francisco, Sydney, allen Häfen von Peru,Chile rc.) haben es wieder gehoben; Kabelverbind-nng mit Havannah; 24,000 Ew. 4) Gols von P.,von dem gleichnam. Isthmus n. der HalbinselAzuerogebildet, mit zahlreichen Inseln, starker Perleufische-rei, dis jedoch noch roh betrieben wird. Dronte.
Pannmnhnt, s. u. Strohflechtcrei.
Piniurd, Charles Franyois, geb. 4. Nov.1680 zn Conrvillc bei Chartres; war ein gemüth-lichcr, gcisircicher Epiknräer, der von einer beschei-denen Stelle n. noch mehr von der Freigebigkeit be-wundernder Freunde lebte. Er st. 13.Juni 1765 u.hintsrließ über 80 Lustspiele ».Operetten, die seinerZeit belieb: waren. Bekannter sind seine Vaudevillesn. Trinklieder, die sich durch Natürlichkeit, Witz undAnmuth auszeichnen. Oouvres eomplötss äs k?.,4 Bde., Par. 1763; Osuv. olioisiss äs I'., von A.Gonfse, 3 Bde., Par. 1803. Volcherl.
Panaro, 200 !cm langer Nebenfluß des Po, ent-springt alsScoltenna ans denApenninenin derProv.Modena u. mündet bei Bondeno in 2 Armen.
Panathenäu, das größte u. älteste Fest Athens,daS der Athene zn Ehren gefeiert wurde. NachdemErichthonios (um 1506 od. 1521 v.Chr.) Athenäengestiftet hatte, verwandelteThesens, der die 12ländli-chen Deinen mit derstadt vereinigte, dieses Fest inP.(sür alle Athener). ES gab Kleine u. GroßeP.; jenewurden alljährlich, am 20. desTarchelion, diese all-fünfjährlich, im3.Jahr derOlympiaden,vom25. bis28.desHekatombäon gefeiert. DerHaupttag hieß derGeburtstag der Athene (Oei-cAlror, kKö-r;»-äch. Ath-lothcten, ans jeder der 10 Phylen, leiteten die bei den-selben gefeiertenSpiele; am ersten Tage Wettrennen,am zweiten (seit 566 v.Chr.) gymnastische Übungen,am dritten (seit 446 v.Chr. unter Periklcs) geistige,Musik im Odcnm, Declamatioucn der Rhapsoden,dramatische Vorstellungen; oder vielmehr begannendie musischen Kämpfe das Fest. Ölzweigs n. Vasenvon gebrannter Erde, mit heiligem Öl gefüllt (Pa-nathenäische Basen) waren der Preis. Zn den Gro-ßen P. kamen viele Fremde nach Athen; daher tra-ten während derselben gern Redner auf, unter ihnenJsokrates ».Aristides. DicHanptfache war am viec-. Band. 5