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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
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64 Pamphilos

alte Pompejvpolis, war eine Stadt der Vasconen.777 entriß es Karl d. Gr. Len Mauren; cs gehörteseitdem zu Navarra. Ein Versuch des maurischenStatthalters von Saragossa, eS wieder in seine Ge.Walt zu bringen, wurde von Sancho von Navarravereitelt. 1278 Empörung, welche die Franzosenblutig unterdrückten. 1521 hier Niederlage der Fran-zvsen unter dem Grasen von Foix. P. wurde 1808auf Karls IV. Befehl den Franzosen übergeben,welche den Platz 31. Oct. 1813 erst nach 14monat-licher Blokadc den Spaniern Zurückgaben. 1823capitulirte P. wieder an die Franzosen unter Lauri-ston. Im Carlistischen Kriege 1836—40 blieb P. inder Gewalt der Christinos. General Karl O'Donuellsuchte vergebens Ende Sept. 1841 sich P-s für dieKönigin Christine zu bemächtigen; im Juli 1854 er-klärte sich die Stadt für den Ausstand O'Donnells.Im Karlistcnkrieg 1873 — 76 blieb P. in den Hän-den der span. Negierung. 2) Hauptstadt der colom-bischen Prov. Santander (SAmerika); Bischofssitz;8000 Ew. Schroo«.

Pamphilos, griech. Maler aus Amphipolis,lebte um 390—350 v. Chr., war ein Schüler vonEupompos u. mit diesem Gründer der SikyonischenSchule, Meister des Apelles, Mclanthios, Pausias rc.Selber im Besitze einer ebenso weitgehenden alsgründlichen wissenschaftlichen Bildung, forderte erauch von seinen Schülern eine solche und specicll dieKenntniß der Arithmetik u. Geometrie als Basis fürdie bildende Kunst. Die Schlacht von Phlius warsein größtes Bild; als sein Meisterwerk aber galt:Die Ankunft der Herakliden in Athen als Schntz-fleheude in der Pökile Stoa daselbst. Zeitgenossenrühmen die mit Sorgfalt gepaarte Leichtigkeit seinerZeichnung,die auch aufscincSchuleüberging. Regnet.

Pamphlet (von ungewisser Abstammung), kleine,irgend ein Interesse des Tages u. der Zeit behan-delnde Schrift, des. politischen u. polemischenJnhalts.Merkwürdig ist die große P-sammlung im Brit.Museum seit 1640, welche über 40,000 Flugschriftenenthält. Die Sammlung wurde 1684 vom König ge-laust. Dann so v.w. Schmähschrift, Libcll, Pasquill.

Pamphylra , Landschaft an der SKüste Klein-asiens, ein schmaler Küstenstrich, begrenzt im W. vonLykien, im N. von Pisidien, im O. von Kilikien u.im S. von einem Meerbusen des Mittclmeeres(kampirz-Iinm wäre), j. Busen von Adalia; Flüsse:Katarrhaktes, Kcstros, Enrymedon, Melas; an derWGrenze war das Gebirg Klimax, im N. zog sich längsder Grenze der TauroS hin; die vornehmsten Stabtewaren von W. nach O.: Lyrnas, Tenedos, Olbia,Attalia von Attalus II. erbaut, jetzt Adalia, Kory-kos, Pergc, Aspenbos, Side. Die Abstammung derPamphylier ist unsicher. Nach den späteren griech.Historikern sollten sie, wie ihr Name andentet, einMischvolk aus der alten Urbevölkerung u. aus Se-miten sein, zu denen in späterer Zeit Griechen ka-men , die sich namentlich an der Küste niederließeu.In ihren Sitten waren die P. den benachbarten Ki-likern ähnlich, wie Liese gute Seeleute n. gefürchtetePiraten. Politisch spielten sie keine Rolle. Das Landtheilte die Schicksale der übrigen Küstenländer Klein-asienS, es stand nach einander unter persischer, make-donischer n. syrischer Herrschast. Nach der BesiegungAntiochus d. Gr., kam es (189 v. Chr.) an Perga-mum u. mit demselben später an Rom. Die Römer

— Panama. ^

schlugen anfangs ganz Pisidien zur Provinz P. underst mit der neuen Eintheilung des Reichs unterConstantin dem Großen wurde eS wieder eine eigeneProvinz. JShuK.

Pamplona (Pampluna), so v. w. Pampelon».

Pan (gr.), Alles, das All; in Zusammensetzungen ^häufig; (slav.), Herr.

Pan, arkadischer Hirtengott, nach richtiger Ab-leitung von //awr-, der Weidende, dessen Heiligihsi-mcr, vorzugsweise Höhlen, in den Gebirgen u. Thä-lern Arkadiens sich befanden, der Erzählung in demhomerischen Hymnus ans P. nach Sohn des Hermesu. der Tochter des Dryops, ziegenfüßig u. mit zweiHörnern u. einem langen Bart, so daß die Muttersich vor ihm fürchtete. Hermes aber trägt ihn ausden Olymp u. zeigt ihn den Göttern, u. alle habenihre Freude an ihm. Nach And. war er ein Sohndes Zens und der Kallisto oder des Apollon nnd derPenelope. In schattigen Bergwäldern treibt er sichtanzend und singend herum mit den tanzlicbeudenNymphen, deren brünstiger Liebhaber er ist, alsSchutzzoll der Hirten u. Jäger n. Erfinder der Sy-rinx ob. Hirtenflöte. Auch ist er ein Gott des Lichtes,das zuerst die Gipfel der Berge röthet, ferner einGott der natürlichen Begeisterung n. Wahrsagung,weshalb es Orakel des Pan gab. Nach Athen wurdeseine Verehrung eingcführt infolge einer besonderenVeranlassung bei der Botschaft an die Spartaner vorder Schlacht bei Marathon, in welcher er, wie beiSalamis, die Perser gejagt haben sollte (PanischerSchrecken). Die Neigung zum Lärmen n. zu wilderAufregung in seiner Natur brachten ihn in Verbind-ung mit dem Dienste der Großen Mutter und denbakchischen Culten u. gesellte ihn zu dem bakchischenThiasos(s. d.). Nach der Bedeutung seines Namensmodelte man ihn später zu einem Allgotte um. SeineBildung war nach dem Volksglauben mit Bocksbei-ncn u. gehörntem Kopfe u. seine Attribute die Sy-rinx, ein Hirtenstab, ein Fichtenkranz oder Fichten-zweig, der Cultus meist ein ländlicher, indem ihmneben den Nymphen in natürlichen Höhlen od. Grot-ten oder unter Bäumen mit Böcken, Lämmern oderHonig, Most, Milch geopfert wurde. Durch Verviel-fachung des Begriffes wurde auch ein dämonischesGeschlecht der 7/ar-rrod. 77ai-r'<rxoe gebildet, eine Artvon Waldteufeln, welche die Menschen plagen u. ver-tranteKameraden derSatyrn sind. DieNömerhabenmit P. ihren Faunus od. Jnuus identisicirt. Eichhoff.

Panacee (v. griech. Panakeia), Heilmittel fürAlles, llniversalmittel, personificirt als Tochter desÄskulap, welche in Oropos verehrt wurde.

pansckv (franz.), Federbusch, Helmbusch; pana-chiren, Bnntstreisen nachArt eines fäcbigcn Hclm-buschcs machen, kanaeüö, panachirtcs Eis, Gefro-renes aus verschiedenen Frnchtsäften n. daher bunt-streifig ausschend.

'Panama, 1) veralteter Name für einen kleinge-musterten kammwollcnen od. halbwollenen Sommer-kleidcrstofs. 2) P. oder I>ana min, auch Panama-Rinde, ein bis jetzt selten im Handel vorkommenderStoff,welcher zum Waschen feiner od. farvigerZcngeverwendet wird, weil er eine Neutrale Seife ent-hält. Er kommt als tafelförmige Stücke od. Späneoder als Sägemchl oder endlich als Extract in denHandel u. stammt von der in Chile wachsenden tznil-laxa. Lapouioa, (Lloiiua). Aeysicll.