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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
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Palmfctt -

u. zur Bekrönung dient. Die P. kommen sowol inganz als auch nur halb offener (geschlosseneP.)Formvor' in der dorischen Baukunst nur aufgemalt, sindsie in der jonischen theils gemalt, theils plastisch, inder korinthischen fast nur plastisch. Ewerbeck.

Palmfctt, so v. w. Palmöl.

Palmi, so v. w. Palme.

Palmieri, Lnigi, berühmter Italien. Physiker,geb. 21. April 1807 zu Faicchio (Prov. Bencvento),machte seine Studien zu Cajazzo (Prov. Caserta) n.war seit 1828 Professor der Physik u. Mathematik andc»LyceenznSalerno,Campobassou.Avellino. 1845wurde er Professor der Physik an der königl. Marine-schule zu Neapel, 1847 an der Universität u. 1848Director des meteorolog. Observatoriums auf demVesuv, doch trat er letztere Stelle definitiv erst 1856,nach Mellonis Tode, an. 1800 gründete man für ihneinen Lehrstuhl der terrestrischen Physik an der Uni-versität Neapel u. übertrug ihm zugleich die Direk-tion des dortigen physikalischen Observatoriums. P.erfand den Seismographen, einen Anemographen,einen Udographen n. einen Elektrometer znm Stu-dium der atmosphärischen Elektricität. Die Resultateseiner Beobachtungen über den Vesuv legte er niederin tlnnuli flott osssrvatorio motoorotoZioo Vs-snviano (5 grosse Hefte mit Zeichnungen) und in8aMio anlla eonltaFraruons flst Vvvnvio flot 26.Lprtlo 1872, Berl. 1872 (deutsch vonRammelsbcrg,ebd. 1872). 1876 wurde er Senator. Schroot.

Palminseln, kleine Korallcn-Jnselgruppe an derNordostküste von Australien, vor der Hcüisaxbai17" 30' s. Br.

Palmira (früher Oppido), Stadt in der italien.Provinz Poteuza; Papierfabrikation, Seidenzncht,Weinbau; 3710 Ew.

Palmitinsäure. Bestandtheil fast

sämmtlicher thierischer und pflanzlicher Fette. Wirdam vortheilhastesten dargestellt aus Palmöl, das inder Frucht einer Palmenart, Dtaois xmneoiwi!;enthalten ist, u. zum größten Theil aus Palmitin u.kleineren Mengen von Olein besteht. P. findet sich auchin Verbindung mit Cetylalkohol im Wallrathu. kann daraus durch Kochen mit alkoholischer Kali-lauge erhalten werden. Die P. bildet weiße, schup-pige Krystalle, die in Alkohol und Äther löslich sind.Schmelzpunkt 02" 6.; nnzersctzt dcstillirbar. Die Al-kalisalze sind in Weingeist und wenig Wasser löslichu. echie Seifen. Durch 24stüudige Einwirkung vonP. aus Glycerin im zugeschmolzencn Rohre bei200" 0. entsteht das Glycerid der P., Palmitin,03 kl- (LlgklgiO.)),, das in allen festen Fette», soweitdiese überhaupt Glyceride sind, vorkommt. Palmitinkrystallisirt in perlmuttergläuzeuden Blättchen, dieerst bei 62,«" 6. dauernd flüssig bleiben. Broglie.

Palmkohl (Oliva, patmtsto), s. Palmen.

Pnlmmchl, das aus dem Marke verschiedenerPalmen, des. jVtotrnxzton Rumptrti u. tflgtroxzflontaovs. gcwouueue Stärkemehl. Man spaltet die betr.Bäume, bringt deren zerstoßenes Mark in Wasser u.schäumt das Stärkemehl ab. ES dient direct od. nachvorheriger Umwandlung in Sago als Nahrungs-mittel. Gtatzcl.

Palmnicken, Dorf im Kreise Fischhausen desPreuß. Regbez. Königsberg, an der Ostsee; bedeu-tende Berusteiusischerei (1876: 1700 Clr.).

Palmo (italien., span, und portngies., Spanne),

- Palmyra. 61

der italien. 0,2121 m, der span. 0 , 20 , (magor), 0 , 0„1(monor), der portngies., auch brasil. 0,22 m.

Palmöl (Palmfett, Palmbutter, Otenm patmas),das vegetabilische Fett, welches aus dem Frucht-fleisch von Llavis Aninssimis, D., nach Anderen da-gegen von Oooos dnbz-raeva, 0. nnoiksra u. ^.rsvaoleraesa in Guinea u. Gniana gewonnen wird, in-dem mandiegefaultenu.dannvondenKernenbefreitenFrüchte der ersten Palme anspreßt, od. das von denSteinen befreite Fleisch der Früchte in mitLehm aus-geschlagene Gruben bringt, faulen läßt n. das sich ausder Oberfläche absetzende Öl abschöpft. Das P. istrothgelb, von Butterconsistenz, von starkem, ange-nehmem, an Veilchen erinnerndem Gerüche, schmilztim frischen Zustande bei 27", nach langem Stehenaber erst bei 31—36", besteht zum größten Theilaus Palmitin u. kleinen Mengen von Olein u. wirddes. zur Fabrikation von Seife (Palmseifc, palm-soap) verwendet. Das P. dient auch innerlich undäußerlich als Arzneimittel, sowie zur Bereitung vonSpeisen, das schlechte, verdorbene verbrennt manwolauch in Lampen. Glatzsi.

Palmsonntag (Dominion palmarnm), derSonntag vor Ostern, wurde zur Erinnerug an JesuEinzug in Jerusalem znm Paschahfeste im Orient-schön im 4. Jahrh., im Occident wahrscheinlich erstseit dem 6 . Jahrh. gefeiert. Mit Anlehnung an dasjüdische Fest der fand eine Procession mit

geweihten Palmen statt. In der Griechischen Kirchewar damit (in Moskau bis 1700) der Aufzug einesauf einem Esel reitenden Priesters verbunden, inDeutschland bis in dieses Jahrhundert das Herum-führen eines Esels von Holz mit einer geschnitztenLhristnsfigur. In Constantinopel wurden vom Kai-ser n. den Patriarchen am P. Geschenke ausgetheilt,welche Palmen hießen. In Nom weiht der Papstam P. feierlich Palmzweige, die an die Kirchen ver-theilt werden. In der Protestant. Kirche wird mehr-fach am P. die Eonfirmalion vorgenommen. Löffler.

Palmur (lat.), die flache Hand, daher (?. mioor)römisches Längenmaß ^- 0 ,«„m. Später (D.major)wird es auch in der Bedeutung des griech.<»rtAa,uis

— 0,23110 ausgefaßt, was dann in das ital. palmoübcrgegangen ist.

Palmwcide, so v. w. Saalweide, 8 alix oaprea.

Palmwein, ein in den Tropengegenden sehr be-liebtes, alkoholisches, angenehm schmeckendes, leichtaufregendes und gelinde öffnendes Getränk, welchesausdemSafteverschiedenerPalmenbereitetwird. Ausden indischen Inseln u. in anderen Orten dient derP. zur Darstellung von Arak, ans Ceylon u. in Hin-dostan, sowie in anderen Ländern, auch zur Bereit-ung von Zucker. Verdorbener P. liefert einen sehrguten Essig.

Palmyra, 1) (syr. Tadmor, d.i.Palmenstadt),Stadt, nordöstlich von Damascus, in Palinyrllne,einer säst ganz sandigen, nur Oasen enthaltenden, anPalmen reichen, von einem kleinen Steppenfluß be-wässerten Landschaft Syriens, welche aber die Ein-wohner bald in eine fruchtbare Gegend verwandel-ten, wozu zwei durchlaufende Handelsstraßen bei-trugen. Die Annahme, daß P. von Salomo als Ka-rawanenstation erbaut sei, ist uichtjzu belegen. DieStation wird ans natürliche Weise wegen der dortigenund heute noch vorhandenen Quelle entstanden sein.P. wurde bald der Stapelplatz für den Handel von