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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Palmorston — Palmrtte.

Ethik u. sämmtliche Fächer der praktischen Theologiein seiner, geschmackvoller Darstellung n. mit einge-hender Berücksichtigung des coucreten Lebens. Bonseinen Schriften seien erwähnt: Evangelische Homi-letik, Stnilg. 1842, 5.A. 1807; Evangelische Casual-reden, in Verbindung mit mehreren Predigern hcr-ansgegeben, 1848—1855, 12 Bde.; Auswahl in 4Bdn., 4. A. 1865; Evangelische Katechetik, ebend.1848, 6. A. 1875; Evangelische Pädagogik, ebend.1852, 3. A. 1861; Ein Jahrgang evangelischerPredigten, 1857; Predigten ans neuerer Zeit, Lüb.1874; EvangelischePastoraltheologic, Stuttg.1860,2. A. 1863. Evangelische Hymnologie, ebd. 1865;Die Moral des Christeulhums, ebd. 1864; Geist-liches und Weltliches für gebildete christliche Leser,Tllb. 1873; Die Gemeinschaften und Seelen Würt-tembergs, hcrausgcgeben von Jctter, Tllbing. 1875.Außerdem sind einige mnsikalijche Composilionenfür Kirchenmusik von ihm erschienen (Psalmen undprophetische Stücke der Heiligen Schrift, und DreiCantaten für einen Singchor rc.). 2) ErastnsD a v., bekannter nordamcrikanischcr Bildhauer, ge-boren zu Pompay im County Onondaga ('NewJork) 2. April 1817, war bis 1846 Schreiner undZimmermann, versuchte sich aber in Mußestundenin der Stcinschneideknnst, der er sich daun ganz wid-mete, bis 1852 die Schwäche seiner Augen ihn zurBildhauerei trieb. In Albany, wo er lebte, schuf P.sein erstes plastisches Werk: eine junge Ceres, die schonhohes Talent verrieth, dann arbeitete P. zahlreichePorträtbüstcn, doch gab er auch selbständigen Ideenin Büsten, Statuetten u. Reliefs Gestalt, ans deneneine durchaus eigcnthümliche Natur spricht. Bekann-teste Werke: DieMedaillonrelicss; Morgen-u, Abend-stern; Resignation (Büste); Der Schlas(Relies); Dergefesselte Friede; Lpiriis tki^kib (Reliefmedaillou);Die schlafende PcrnMedaillon); Der Häuptling imHinterhalt; Die weiße Gcsaugcne (Statue); DieAus-wandererkinder; Bauernmädchen; Jetzt leg ich michschlasen; Guten Morgen. i) Ll-ffler. s) Regno.

Palmerston, Henry John Baron Templcos Mount Temple, in der Grafschaft Sligo inder Peerage Jreland, dritter Viscount P. of P.,hervorragender englischer Staatsmann, geboren 20.October 1784 in London, aus dem alten Geschlechtder Temple, deren ältere Linie als Herzoge vonBuckingham in die englische Peerage kam, wurde inCambridge mit Byron u. Peel erzogen, kam 1806ins Unterhaus, wo ervon!811 —30 ununterbrochendie Universität Cambridge vertrat, wurde 1800Staatssecretär sllr den Krieg u. behielt diese Stellebis 1828, woHardingescinNachfolger wurde. Seit-dem verließ er die Tories, zu dcueu er so lange ge-rechnet wurde, ob er gleich unterverschiedencn Mini-sterien gedient hatte; 1830 trat er mir dem GrasenGrey als Staatssecretär für das Auswärtige in dasMinisterium und galt nun für einen Führer derOpposition. 1834sliftcte crdieconstillttiouelleQna-^drupelalliance (Frankreich, Portugal, Spanien, Eng-land), die so erfolgreich Tom Miguel n. Don Carlos!bekämpfte, verwickelte aber später die OrientalischenAngelegenheiten bis zu dem Punkt, daß durch den ^Vertrag vom Juli 1840 Frankreich aus dcinCoucertder großen Mächte ausgeschlossen wurde, u. zog sichdurch die indischen und cauadischcn Wirren vielfachenTadel zu. Mit seinem Schwager Lord Melbourne

trat er (nachdem er schon von Nov. 1834 bis April1835 einmal zurückgetrclcn war) 1841 ans demMinisterium, wurde Dec. 1842 irischer Peer, bc.kämpfte 1842—1844 an der Spitze der Oppositionvergeblich R. Peels Korngesetze u. andere Maßregeln.Nachdem Peel 25. Juni 1846 seine Entlassung gege-ben, trat P. in das 3. Juli neugebildete Cabinct mitLen, Portefeuille des Auswärtigen. Von Louis Phi-lipp durch Len raschen Abschluß der span. Heirathenüberlistet, wurde P. der erbitterte Gegner diesesKönigs, und damit war das frenndschastliche Bandzwilchen England u Frankreich zerrissen. Tie Er-eignisse, welche 1847Jlalieuzuerschütternbeganuen,cröffueten denPläncnP-s ein weites Feld; durch dieSendung Lord Minto's begünstigte er die dortigenBewegungen; in Ungarn ging er 1848 und 184germunternd zu Werke und reizte dadurch die öster-reichische Regierung; die Sache Dänemarks fand beiP. den kräftigsten Schutz, u. er ging bis zu der.Er-klärung vor, die Deutsche Kriegsflaggc gleich See-räubern behandeln zu wollen, wenn sic sich auf denMeeren zeige. Das Auftreten gegen Griechenlandim Nov. 1840 sollte den englischen Einfluß in Cou-stantiuopel erhöhen u. Rußland bedrohen, wozu P.bereits die Türkei gegen die Drohungen Rußlandsu. Österreichs in der Flüchtliugssache in Schutz ge-nommen hatte, aber der Zweck wurde zum größtenTheil verfehlt. Das Asylrccht, welches P. den poli-tischen Flüchtlingen aller Länder in England ein-räumte, bes. der Empfang iiossuths, veranlaßteFrankreich, Len Deutschen Bund n. bes. Österreich zuheftigenAnklagcn; die übereilte Anerkennung, welcheP. dem französischen Staatsstreiche v. 2. Dec. 1851zu Theil werden ließ, wurde der Grund zu seinemgezwungenen Austritt aus dem Cabinet 22. Dec.1851. Seine Stellung im Parlament war gegenseine früheren Amtsgenosscn nicht offen feindlich;gleichwol trug er dadurch, daß sein Antrag über dieMilizbill 20. Fcbr. 1852 angenommen wurde, zumSturze Ruffels bei; dagegen machte er gegen LasMinisterium Derby (Febr. bis Dec. 1852) Oppo-sition. In dem Coalitionsmiuisterium vom Dccbr.

1852 wurde er Staatssecretär des Innern; 13. Dec.

1853 gab er seine Entlassung, nahm aber 24. d.M.

sein Gesuch zurück u. wurde im Febr. 1855 Premierdes neuen Ministeriums, welches 26. Febr. 1858 voreinem Torycabinet Derby-Disracli zurücktrat, biser 18. Juni 1850 als erster Lord des Schatzes wie-der andieSpitze des neugebildelenWhigministeriumstrat; er st. 18. Oct. 1865. P. war einer der popu-lärsten Staatsmänner Englands. Vgl. H. Francis,Opinions anckpolicz- okViooouutl'.asminiotor, cli-plomatiZt null stukosinan.Lond. 1852; Henry LylloilBulwer, Mürh' z our8 ok torvi^n polie/, a iiiotorpok tiw svoroburz olüfiL obbtto liai I ob-Lboräoon lwäI-orci!>., ebd. 1855, u. I-it'o 01 visoouni P. ivitüsolootiovs krom Ins cliarios null oorrospomlsuoo,ebd. 1870—71, 3 Bde. Bartling.'

Pllkmettc, ein bes. in der griechischen n. römi-schen Architektur verkommendes, doch auch schon inder äpyptischcn u. assyrischen Knust austauchendes,palmblattartiges Ornament, welches, wie z. B. alsAkroteric,Stirnziegcl,Grabstclcrc. einzeln Lispouirt,als auch in gleicher oder ähnlicher Wiederholungreihenweise aneinander gefügt wurde, wie bei derLima od. Lem Rinnleisten des anlikenHauptgesimses