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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Otto umi Bok'iilcmbcn — Otway.

Facultät i» Wien u. 18. Juli 1871 in den erblichen!Adelstand (Nittcrstand) erhoben; er schr.: volnobmiHart, ooriptia ollloebrinn, Jena 1841 (Prcisschrift); ^Lvrpns ^polor;etarnm eliristianormn saeenli so-eumst, Jena 1842 ff., 9 Bdc. (der 1.—5. Bd. um-faßt die Werte des Jnstinns Martyr, der 6.Bd. Ta-tians Oratio aci Ornoooo 1851, der7.Bd. dieOporades Athenagoras 1857, der 8. Bd. die Bücher desTheophilos 1861, der 9. Bd. die Schriften des Her-mias n. der übrigen Apologeten 1872), I.—5. Bd.2. A. 1817—50, 1. u. 2. Bd., 3. A. 1876 f.; DoVietarino LtriAvUo. libvriorio monbin in goelosiaImUwrla vimlieo, ebd. 1843; De Lpmtota all llio^-netum, ebd. 1845, 2.A.Lpz. 1852; DesPatriarchenGennadios von Constantinopcl Confession, kritischuntersucht u. heransgegcbcn, Wien 1864; Os Fra-llibna in tlroolox;ia, ebd. 1871. 1) Siebenrock. 2) r.

Otto von Botenlanbcn, s. Otto io).

Ottoüenren, Marktflecken im Bez.-Amt Mem-mingen des daher. Negbez. Schtvaben n. Nenbnrg,an dcr westl. Günz; Benedictinerpriorat (seit 1835),sonst Ncichsabtei, welche mit ihrem Gebiet von 206Hjlcm (32 ÜI>M) u. 10,000 Em. 1802 an Bahcrnkam, mit prachtvollen Gebäuden n. einer berühmten,sehr schönen Wallfahrtskirche; Anstalt für verwahr-loste Knaben; 1875: 1513 Ew.

Ottokar. I. Könige von Böhmen: 1) O. I.(Przcmhsl II.), Sohn Wladislaws II., wurde 1191Herzog, stritt lauge mit Nebenbuhlern, wurde 1194vom Kaiser abgesetzt, verdrängte 1197 Heinrich vonPrag, wurde 1198 durch Philipp von Schwaben fastsclbständigerKönig von Böhmen,wnrde von ihm1203wegen Verstoßung seiner Frau abgesetzt, schloß sichOtto IV. an, der gleich dem Papste ihn anerkannte,trat 1204 aber wieder zu Philipp, später zu Fried-rich II. Er sührte die Primogenitur in Böhmen einund st. 1230; vermählt war er zuerst mit Adelheid,Tochter des Markgrafen Otto von Meißen, welcheer verstieß und dann mit Constanze, Tochter desKönigs Bela III. von Ungarn; ihm folgte sein SohnWenzel I. 2 ) O. II. (Przemhsl III.), Sohn Wen-zel I., wurde von diesem nach Beitreibung der Öster-reicher ans Mähren znm Markgrafen ernannt; 1248erwählten ihn auf kaiserlichen Antrieb böhm. Großezum Könige, sein Baker floh vor ihm, unterwarf ihnaber 1249, n. O. trat zu den Welfen. Nach dem Er-löschen der Babenberger ließ der thatkräftige Mannsich 1251 von den Ständen znm Herzoge von Öfter-reich wählen, »ahm das Land ein, heirathcte die Erb-tochter der Babenberger ans Politik, um die päpstl.Bestätigung zu erhalten und verstieß sie dann 1261.1253leistete er demPapsteden Treueid für Österreichn. folgte seinem Vater als König von Böhmen. MitBela IV. von Ungarn crgrisj er auch von SteiermarkBesitz, doch hetzte er das Volk stets gegen die Ungarn,dasselbe warf sie hinaus, O. besiegte sie glänzend 12.Juli 1260 bei Kressenbrnim n. erwarb im WienerFrieden 31. März 1261 allein Steiermark. Wieder-holt zog er gegen die heidnischen Preußen n. galt baldfür einen christl. Helden. 1261 hcirathete er Belas IV.Enkelin, Kunigunde von Bulgarien. Der mächtigsteReichssürst wurde O. 9. Aug. 1262 von König Ri-chard (von Cornwallis) mit Österreich und Steier-mark förmlich bestehen. 1269 erbte O. Kärnten.Wiederholt stritt er gegen die Ungarn, stets siegreich;1273 traten sie ihm Grcnzbezirke ab. Den Traum

eines KönigSrcichs Litauen gab der nüchterne Rech-ner bald ans. Voll Kraft herrschend, züchtigte erseinen ghibcllinischen Adel und stritt im Geiste derKirche; sein Regiment war strenge aber segensreich;mit seinem großen Minister Bruno von Ölmütz co-lonisirte er das Reich, gründete Städte, sührte dasdeutsche Element znm Siege n. wurde wegen seinesn. des Landes Reichthnm der Hox nuroiw genannt;er schuf einen freien Bürgcrstand, ordentliche Ge-richte und eine lebhafte Industrie. 1272 protestirteer, willkürlich von der Wahl ausgeschlossen, gegendie Königswahl Rudolfs von Habsbnrg, der über-dies alsbald durch einen Beschluß alle seit 1245 er-worbenen Besitzungen in Frage stellte. Gegen O.wühlten bei Rndoif der böhmische Adel, der hoheKlerus u. die nationale deutschfeindliche Partei. 1274n. 1275 lud ihn Rudolf zur Huldigung nach Nürn-berg n. Wnrzbnrg vor, der stolze Ö. beugte sich vorihm nicht; so erklärte Rudolf ihn in Augsburg Mai

1275 seiner Lande u. der Kur verlustig n. 24. Juni

1276 in die Reichsacht. Rudolf zog gegen ihn, Adelund Klerus handelten für Rudolf, Wien fiel; GrasMeinhard von Tirol besetzte Kärnten, Bayern undUngarn nahmen eine drohende Stellung an: O.mußte darum 21. Novbr. 1276 einen ungünstigenFrieden schließen; er verlor Österreich, Kärnten undSteiermark n. nahm Böhmen n. Mähren zu Lehn;ein Ehebnnd zwischen beiden Herrscher-Familien be-endete den Feldzug. Heimlich wühlte aber O. gegenRudolf, 1278 fiel er in Österreich ein, Rudolf ver-band sich mit den Ungarn und Ö. siel, heldenhaftkämpfend, als Besiegter auf dein Marchfelde 26. Ang.1278. Vgl. O. Lorenz, Geschichte König O-s II.von Böhmen n. seiner Zeit, Wien 1866. nlcmschmidt.

Ottokar 1>on Hornerk, s. Horneck.

Ottomane, so v. w. Diwan 5).

Ottomanen, so v. w. Osmancn, Türken; daherOttomanische Pforte.

Ottonianische Handfeste, bayerischer Frei-Heilsbrief, s. Otto 10) n. Bayern (Gesch.).

Ottnmlva, Hanpkort des Wapcllo-County imnordamcrikan. Unionsstaat Iowa, am Des MoinesRiver, wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, zwei höhereSchulen, öffentliche Bibliothek, bedeutende Kohlen-gruben, blühender Großhandel; 5214 Ew.

Ottweilcr, I) Kreis im prenß. Negbez. Trier,von der Saarbrücker und Rhein-Nahe-Eisenbahndurchschnitten, mit ansehnlichem Bergbau ans Stein-kohlen und Eisenerz; 307,Usiein (0,5g UM) mit(1875) 58,668 Ew. 2 ) Kreisstadt darin, an derBlies, Station der Nhcin-Nahe-Eisenbahn; Schnl-lehrerseminar, höhere Bnrgerjchule, höhere Töchter-schule,Cigarren-u. Tabaksfabrikation,Bierbrauerei,Fabrikation von Eisen- n. Thonwaarcn, feuerfestenSteinen re.; 1875: 4639 Ew. O., das um das ehe-malige Kloster Nenmünsicr (jetztVorstadt) gegründetwurde, erhielt erst 1552 Stadtrechte n. war bis 1602die Residenz der Grafen von Nassau-Saarbrücken.

Otivay, Thomas, engl. Dichter, gcb. 3.März1651 zu Trotton in Snsscxshire, wurde nach been-digten Uuiversitätsjahrcn Schauspieler, doch ohnesonderlichen Erfolg, trat dann in Militärdienste, wid-mete sich später der dramatischen Dichtkunst und st.14. April 1685; er schr. Lust- n. Trauerspiele, vonletzteren mehre auch deutsch: namentlich sein bedeu-tendstes Werk: Das gerettete Venedig, Bair. 1795;

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