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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Otto.

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die unmündigen Kinder viel Streit wegen der Erb-schaft, bekamen anfangs auch nur ihr mütterlichesErbe Neubnrg eingeränmt. O. reiste ISSN nach Pa-lästina, bekannte sich 1522 öffentlich zur LutherischenLehre n. trat in den L-chmalkaldischen Bund, wurdeaber deshalb ans dem Lande getrieben n. erst 1552mit Hilfe des Kurfürsten Moritz von Sachsen wiedereingesetzt. Er folgte 26. Febr. 1556 seinem OheimFriedrich II. als Kurfürst, führte das Luthcrthumein, rcsormirte das Kirchenwesen, machte sich sehrverdient um die Universität in Heidelberg, bereicherten. erweiterte ungemein die Bibliothek (Palatina) n.schuf als großer Kunstfreund 1556 den O. Heinrichs-Bau in Heidelberg. Ec st. 12. Febr. 1559. Ver-mählt war er mit Snsanna von Bayern, Wittwe desMarkgrafen Kasimir von Brandenburg-Kuluibach;da er keine Kinder hatte u. in ihm die ältere Kurlinieerlosch, so folgte ihm Friedrich III. aus der LiniePfalz-Simmern. fg) Herzoge von Sachsen: 33)O. I. der Erlauchte, Sohn Ludolfs u. der Oda,folgte seinem Bruder Bruno 880. Er leistete demKaiser Arnulf wesentliche Dienste in dem Italieni-schen Kriege, nahm unter Ludwig dem Kinde alsVormund großen Aittheil an der Staatsverwaltungn. schlug nach Lessen Tode die Kaiserkrone ans, Kon-rad von Franken als Würdigsten bezeichnend. SeineGemahlin Hedwig, Tochter des Kaisers Ludwig desDeutschen, gebar ihm außer anderen Kindern Kai-ser Heinrich den Vogelsteller. Er st. 30.Nov. 912.

II. Erzbischöfe und Bischöfe: a) Bischofvon Bamberg: 35) St. O., A postelderPo m-lncrn, gcb. um 1069 in der Grafschaft Bregenz,studirte in einer Klosterschnlc u. ging dann nach Po-len, wo er Kaplan beim Herzog Wladislaw Hermannwurde; von demselben in politischen Angelegenheitennach Deutschland gesendet, war er dem Kaiser Hein-rich IV. bekannt geworden, welcher ihn in seine Dienstenahm und zu seinem Kanzler n. 1103 zum Bischofvon Bamberg machte; bei dem Concordalc, welchesHeinrich V. mit den: Römischen Stuhle 1122 ab-schkß, leistete O. wuchtige Dienste; 1121 von demHerzog Boleslaw III. von Polen berufen, um dieunterworfenen Pommern zu bekehren, gewann erdeuHcrzogWratislaw, taujtevieleTausende zuPyritzbei Stargard (wo au dem nach ihm genannten O-bruunen 1821 ein Denkmal errichtet wurde), zogweiter durch das Land, baute mehrere Kirchen undkonnte nach dem Gelingen seines Werkes 1025 nachBamberg zurückkchren. Bei seiner zweiten Reise nachPommern, 1128, predigte er das Evangelium des. indem westl. Lheile des Landes n. st. 30. Juni 1139 inBamberg; er wurde später kanonisirt, sein Tag ist der2. Juli; vergl. Kopke, vitas 0. L. in illonmu. darin.

XIV.; Volkmann, >1s O. IIs§iom. 1860; Sulz-beck, Leben d. h. O., Regensb. 1866; Haag, Quelleder ältesten Lebcnsbcschr. d.Pommerapostels,Stettin1871. d) Bischof von Freising: 3P) O., dritterSohn des Herzogs Leopold von Österreich und derAgnes, der Tochter des Kaisers Heinrich IV., geb.5. Dec. 1109, trat 1130 (Il26)inden Cistercienser-ordcn, studirte in Paris unter Abälard und wurdeAnhänger Gilberts, war seit 1131 Abt zu Mori-»mnd in der Champagne, dann 1136 Bischof vonFreising. Er that viel für das zerrüttete Bisthnm,so daß er als dessen zweiter Stifter gilt n. hatte gro-ßen Einfluß auf Len damaligen Gang der Dinge in

Deutschland; machte mit dem Kaiser Konrad III.,seinem Halbbruder, 1117 den Kreuzzug, wurde dannvom Kaiser Friedrich I., seinem Neffen, zur Schlicht-ung der Streitigkeiten mit dem Bayernherzog Hein-rich Jasomirgott verwendet, begleitete denKaiser aufseinem zweiten Römcrznge 1158 bis an die Alpen,ging dann nachMorimundu. st. hier22.Sept. 1158.Er schr.: Vs ckuakus eivitatübus od, vo mnbationsrorum (Chronik von Schöpfung der Welt bis aufseine Zeit); Os Asstüs Ikridorioi iurporatorig(seinemSecrctär, dem Chvrhcrrn Radcwick zu Freising, Lic-tirt, welcher sie mit zwei anderen Büchern vermehrte);beide Werke Hrsg, von Cuspiuian, Straßbnrg 1515inPertzLIinnmsnt., Bd. 20. Vgl.Huber, O.v. Frei-singen, Münch. 1817: Wicdemaun, O. v. Freising,sein Leben n. Wirken, Passau 1819; Lang, Psycholog.Charakter O-s von Freising. Augsburg 1853.

III.Mönche: 35)O. von St. Blasien,Mönchdes Beucdictinerklosters St. Blasien im Schwarz-wald und 1222 Abt desselben, gest. 23. Juli 1223.Er schr. eine Fortsetzung des Gejchichtswerkcs des O.von Freising, 1156—1209, in Pcrtz ülonuwsubu,Bd. 20. 30) O. von Passau, war eine ZeitlangLcscmeister in dem F-ranciscanerkloster zu Basel undstand dort mit der Gesellschaft der Gottesfreunde inVerbindung; er ist bes. bckauutdnrch sein Erbanungs-buch für Laien: Die Vierundzwauzig 'Alten od. derGoldene Thron, 1386, eine Anleitung zum christli-chen Leben, bestehend in verdeutschten Sentenzen von101 lateinischen Schriftstellern des elastischen Alter-thnms u. der Kirche; es wurde viclmal gedruckt undfand viel Nachahmer; zuerst gedruckt Augsb. 1180n. zuletzt als Die Krone der Ältesten, Regensb. 1836;die niederdeutsche Übersetzung zuerst Utrecht 1180 u. ö.

1 »— 22 ) Klcm'schmidt; 23)— 2 (j) Löffler-.*

Otto, 1) Ernst Julius, geb. 1. Sept. 1801 zuKönigstciu (Sachsen), besuchte die Dresdener Krentz-schnle, wo er neben wissenschaftlichen Studien auchunter Weinlig und Uber Musik trieb u. bereits alsObersecnndaner Cantaten und Motetten componirte.Er studirte von 1822 an der Universität zu Leipzig3 Jahre Theologie n. wurde 1830 Cantor n. Lehreran der Kreutzschule in Dresden, wo er 5. März 1877starb. O. schrieb Motetten, Cantaten, Oratorien,2 Opern, Messen, Sonaten, Lieder, humoristischeMännerchöre n. a. 3) Friedrich Julius, Che-miker, geb. 8. Jan. 1809 zu Großenhayn in Sach-sen; lernte als Apotheker daselbst, studirte in JenaPharmacie u. Chemie, witirde 1830 Lehrer der Che-mie bei Nathusius in Althaldensleben, ging 1832nach Branuschwcig, wurde 1831 Assessor für diepharmaceutischen 'Angelegenheiten des Obcrsanitäts-colleginm n. 1835 Professor der Chemie am Caro-linum in Braunschweig; st. 13. Jan. 1870; er schr.:Lehrbuch der rationellen Praxis der laudwirthschaft-lichen Gewerbe, Brannschw. 1838, 7. A. bearbeitetvon Birnbaum 1875 ff.; Lehrbuch der Essigfabrika-tion, ebd. 1810; Ausführliches Lehrbuch der Chemie,lhcilweise bearbeitet nachGrahams Vksmonts olOlis-mi.-ttr.v, ebd. 1839, 1. A. 1865—72, 4 BLe.; Aus-Mittelung LerGifte, 5.A., ebd. 1875. 5) JohannKarl Theodor, Ritter von, gcb. 4. Oct. 1816in Jena, studirte seit 1838 daselbst Philologie und^ Theologie, habililirle sich 1811 u. wurde 1818 Pro-!fcstor der Theologie daselbst, 1851 Professor derKirchenzeschichte an der Evangelisch-Theologischen