Druckschrift 
Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

17

Itzthal — Oudinot.

Guido Jafsierd, Berl. 1795; Monimia, Mannheim stvig XIV. eroberte es 1687».befestigte es nachVau-1822 u. a. m.; Wortes, herausgcgebcn Non Lhorn-!banschcm L-ystem. Es wurde durch den Aachenerton, Lond. 1812 . s Frieden an ihn abgetreten, aberschonl678imIkim-

Ötzthlll, berühmtes Alpenthal im tiroler Bezirk s w>-'gcr Frieden znrückgegeben. 1684 äscherten dieImst, das längste Seitenthal des Inn, öffnet sich ^ Franzosen die Hälfte der Ttadt durch Bombarde-unweit Imst zur Rechten des Inn u. wird von der rm. Hier 11. Juli 1708 Sieg der Allürten

einer Schlucht, Rebenthäler sind das Stniben-,Winachcrthal n. a.; bei Zwieselstein zweigt sich dasO. flidl. in das Gnrglcrthal (das DorfOber-Gurgl1910 in n. d. M.) u. südwestl. in das Fenderthalab, von denen sich letzteres wieder in das Nofncr- u.Niederthal theilt. Diese Thälcr erstrecken sich hochin die Schneeregion und in ein ausgedehntes Gebietvon Fernern (Hochvernagt Ferner, Weiß-Kogl, Si°milaun Spitz, Große Ö-er Ferner n. a.).

Ötzthnlcr Alpen, s. Alpen 16), Bd. 1, Seite470 und Vgl. von L-ontlar, die Octzthaler Gebirgs-gruppc, Gotha 1860; Barth und Pfaundler, DieStnbayer Gcbirgsgrnppe, Jnnsbr. 1865.

Oublictten (fr., Vergessenheiten), unterirdischeGefängnisse für Gefangene, welche das Tageslichtnicht mehr erblicken sollten.

Lnbril, Paul von, russ. Diplomat, Verwand-ter des unter Napoleon I. inParis accreditirtcnPcterv. O-, ist ein warmer Freund des Deutschen Reichesn. Volkes, der die Beziehungen zwischen St. Peters-burg u. Berlin nach Kräften pflegt. 1848 wurde erGesandlschastssecretär inWicn,rnckteznm ersten Bot-ichaftsrathe ans, wurde des damaligen BotschaftersGortschakow (heutigen sticichstänzlers) rechte Handu. nahm 1853 Anthcil an den vergeblichen Unter-handlungen der Wiener Cvnferenz, die Len orienta-lischen Krieg nicht zu verhindern vermochte. Nachdessen Abschluß ging er, wie Gortschakow auf Öfter-reich erbost, anstatt nach Wien nach Paris als ersterVotschaftsrath 1856. Don schloß O. mit Bismarckeine innige bis beule fortdauernde Freundschaft. Am24. Jan. 1863 wurde O. Gesandter (jetzt Botschaf-ter) in Berlin ». sucht unermüdlich durch seinen Ein-fluß deutsche Cnltnr in den Osten zu verpflanzen. K,

März 1814 Gefecht zwischen den Verbündeten n. denFranzosen. Schroot.

Oudcnbosch, Marktflecken im Bezirk Breda derniederländ. Prov. Nordbrabant; Eisenbahnstation;Rübenznckcrfabrikation u. Bierbrauerei; 2780 Ew.(Gemeinde 3858).

Oudcndorp, Franz van, gcb. 1696 in Ley-den; 1724 Rector in Nimwegen, 1726 in Haarlem,1740 Professor der Beredsamkeit und Geschichte inLeyden; starb 1761. Er gab heraus den Jnl. Obse-gncns 1720; Lncan 1728; Fronlin 1731; 2. A.1 779; Cäsar 1 737; n. A. durch Bardili 1822; Sneton1751; Apnlejns, besorgt von Rnhnkcn u. Bosscha,1786—1823; Anmerkung zu Thomas Magister (inBcrnards Ausgabe 1757); 11s vet. in8ori>>tionnmnun. Leyd. 1745 n. a. Eberhard.

Ottdewatcr, Stadt an derMel imDistrictRot-terdam der niederländ. Prov. Südholland, Eisen-bahnstation; Käschandcl; 2209 Ew. Geburtsortvon Jakob Arminins (1560—1609). Im Jahre1575 eroberten die Spanier die Stadt n. verübtenblutige Greuel an den Protestanten. Ein Gemäldevon Dirk Stoop im Stadthanse erinnert daran.

Oudeypoor, s. ULaipur.

Oudinot, 1) Nico las Charles, Herzog vonReggio, Marschall von Frankreich, geb. 26. April1767 zu Bar le Dnc, Sohn eines Kaufmanns, sollteauch Kaufmann werden, wurde aber aus Neigung1783 im Regiment Mcdoc Soldat. Nachdem er 1787den Dienst verlassen, trat er jedoch als die Nevolmionansbrach, vonNenem ein,wurde 1791 ChefeinesFrei-willigencorps an der Maas, vertheidigte 1792 Bitschgegen die Preußen n. wurde Oberst des RezimenisPicardie, mit welchem er 23. Mai 1794 bei Kaisers-

Ollchc, 100 Icm langer Nebenfluß der Sahne im lautern den Angriff von 10,000 Mann, qrößtentheils

INI ,,1,->,,L 1 rl>-___._

srauz. Dep. Cöte d'Or, nimmt den Snzon auf, speisttheilweise den Kanal von Bourgogne u. mündet ober-halb St. Jean de LoSne.

Ouchy, Hasenort, s. Lausanne.

Lude, s. Andh.

Ludcnncrde (franz. Andenarde), Arrondisse-nientshauptort der belgischen Prov. Ostflandern, ander Schelde n. mehreren Linien der Belg. Staats-bahn; 1525—30 im spätgothischen Stil erbautesRathhaus mitrcichgearbciteter Fahnde, über welcherder in ein kronenarligeS Dach anslaufende schöne

Cavalerie, anshielt, wurde Brigadcgcneral, nahm6. Ang. 1794 Trier weg, ging zur Rhein-Mosel-Armec und wurde bei iNeckarau 18. Oct. 1795 ge-fangen. Nach fünf Monaten ansgewechselt, war erbei Moreans Armee an der Donau und focht beiIngolstadt, Mannheim, Feldkirch rc. 1799 znm Di-visionsgeneral befördert, kam er als Chef des Ge-neralstabes erst zu Massena, dann zu Brune u. trugzu den Siegen von Zürich u. am Mincio bei. 1805befehligte er 10,000 Mann Grenadiere, focht mitihnen bei Wcrtingen, Amstetten und Nnnkersdorf,

Thurm sich eryebr, Liebfranenkirche ans dem 13 . nahm die Taborbrücke bei Wien und den feindlichen

Jahrh., im l'ibergangsstil, Watpnrgiskirche theils inroman. theils im gothischen Stil mit schönem Thurm;Tribunal erster Instanz, Gymnasium, Fabriken inLeinwand u. Nanking, Garn- n. Leinwandbleichen,Gerbereien, Cichorienfabriken; 6186 Ew. O. ist derGeburtsort der Herzogin Margarethe von Parma,der Margarethe van Geest n. des Malers Adr.Brou-wcr. O. wurde wahrscheinlich zuerst von den Gra-fen von Flandern im II. Jahrh. befestigt. Lud

PicrcrS!I»iver>al-Convcr>atious-l!eiiIo>i. ö. Lust. UV. Band.

Artilleriepark bei Spitzen; bei Hollabrunn verwun-det, focht er trotzdem bei Austerlitz, wurde im Fe-bruar 1806 nach dem von Preußen abgetretenenFürstcnthnmNcufchatel geschickt, um dasselbe inBesitzzu nehmen, befehligte gegen Preußen wieder dieGrenadiere, siegte Februar 1807 bei Ostrolenka,stieß dann znm Belagernngscorps von Danzig undhielt bei Friedland nebst Lannes die rnss.-preußischeArmee ans, bis 'Napoleon die Hauptmacht heranfüh-

W

iE