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Otto.
Ottonianische Handfeste, den 1. Freihcitsbries,n. st. 9. Sept. 1319. >-) '.!)!ar kg rasen n. Knrsür-stcn von Brandenburg: 11 ) O. I-, -Lohn desMarkgrafen Albrecht des Bären; folgte I170sci»emBaler, erwarb die Lehnshoheit über Nkecklenbnrgu. Po:-nmern, verwaltete 1184 znm ersten ?Nal aufdem Reichstage zu Mainz das 'Amt eines Erzkam-merers n. starb 1 184. 12 ) O. II., Sohn des Bor.und dessen Nachfolger, regierte 1184 — 1209, kam inKrieg mit dem Erzbislhnm Magdeburg, wurde ge-bannt und mußte, um vom Banne los zu kommen,alle Allodien in der Altmark vom Erzsliste zu Lehnnehmen. IlZ) O. III. der Gütige, zweiter Sohndes 'Markgrafen Albrecht II., folgte seinem Vater1221 gemeinschaftlich mitseinem ältcrenBrnder Jo-hann I. unter Bormnndschaft seiner Mutter Ma>thilde,regiertescit 1226 selbständig, erwarb die Ucker-mark, LcbnS, die Ncnmark n. 1231 pfandweise vonBöhmen die Oberlansitz, colonisirte sein Land undlegte Städic (Berlin n. Köln an der Spree) n. Klö-ster an; er st. 1267. 14 ) O. IV. mit dem Pfeile,zweiter Sohn des Markgrafen Johann I., beerbteI266gcntcinschastlich mit seinen Brüdern Johann II.und Konrad 1. seinen Vater. Er erhielt nach LeinLode seines Bruders Johann 1285 die ganze Mark-grasschaft. O. konnte die Erwählung seines BrudersErich znm Erzbischof in Magdeburg nicht durchsetzen,wurde von dem neuen Erzbischof bei Frose 1287 ge-fangen und in einen eisernen Käfig gesperrt. Seintreuer Ritter, Johann von Buch, wies seiner Ge-mahlin einen von O-s Vater ersparten Schatz von4000 Pfund Silber nach, gegen Len ihn der Erzbi-schof frei gab. Im erneuerten Kampfe erhielt er beiStaßfurt einen Pfeil in de» Kops u. mußte ihn einJahr lang bei sich hcrnmtragen. Von Meißen kaufteer die Mark Landsberg n. die Niederlansitz. O., derzu den besten Minnesängern zählt, starb 1309. 15 )O. t.V.) der Lange, Sohn O-s III., folgte 1268seinem Bruder JohannIII. inder Nebenlinie. Nachdem Tode des Königs Ottokar II. von Böhmen,1278, erhielt er als naher Anverwandter desselbendie Reichsvermaltnng über Böhmen u.die VormnnL-schaft über den jungen König Wenzel IV. (Isis 1283)u. st. 1298. 16 ) O. V. der Finne (der Faule),jüngster Sohn Kaiser Ludwigs des Bayern, folgte1365 seinem Bruder Ludwig dem Römer als Kur-fürst von Brandenburg. Er regierte toll und ver-schwenderisch; 1373 trat er gezwungen im Vertragevon Fürstenwalde an KarlI V. LieMark für 500,000Goldgnlden ab n. lebte ans dem Schlosse Wolssteinbei Landshnt, wo er 1379 ohne eheliche Nachkoni,menschajtstarb, o) Herzöge vo » Bran ns chweig:17 ) O. das Kind, Sohn Wilhelms von Lüneburgu. der Helene von Dänemark, NeffeKaücr O-s IV.,geb. 1204, solgtc 1213 seinem Vater in Lüneburg(bis 1227 unter Vormundschaft scinesOheims Hein-rich), eroberte 1227 Braunschweig, unterstützte seinenOheim, König Waldemar von Dänemark, im Kriege,fiel bei Bornhövede 22. Juli 1227 in die Gefangen-schaft des Grafen Heinrich von Schwerin, ans wel-cher er sich durch die Abtretung Hitzackers 1230 löste.1235 söhnte er sich in Mainz mit Kaiser Friedrichll.aus und empfing von ihm seine braunschweigischenund lnnebnrgischen Lande 21. Ang. 1235 als erb-liches Hcrzogthnm Zu Reichslchn. So wurde erder erste Herzog von Branuschweig-Lünebnrg. 1236
verzichtete er zn Gunsten des ErzbiSthnni? BremenansdieGrafschastStade, 1237 fochtcrmitdeu Deutsch-Herren gegen die heidnischen Preußen, 1246 erhielter Minden zn Lehn, auch bekam er die Bergwerkezu Goslar. Er starb 9. Juni 1252 ; vermählt warO. mit Mathilde von Brandenburg. 18 ) O. derTarentincr, Herzog von Ärubenhagen, Heinrichsvon Griechenland ältester Sohn, geb. um 1397;verkaufte n. verpfändete sein Erbtheil Braunschweigund folgte dem König Johann von Böhmen nachItalien, wo er tapfer focht; er stand 1339 dem Mark-grafen von Montscrrat in seinen Kriegen bei n. bliebdaselbst bis 1351, ging 1352 nach Frankreich, be-gleitete Karl IV. 1354 ans seinen Zügen nach Ita-lien, wurde vom Markgrafen Johann von Mont-ferrat 1372 znm Vormund seiner Söhne bestellt n.erhielt verschiedene Schlösser. 1376vermählle er sich,70 Jahre alt, mit der KoniginJohanna I. von Neapel,wurde Fürst von Tarent u. Graf von Acerra. AlsPapst Urban die Königin Johanna des Reiches fürverlustig erklärte n. 138l Karl von Durazzo damitbesteh, ließ dieser die Königin 1382 erwürgen n. hieltO. drei Jahre lang gefangen, bis 1385 Ludwig vonAnjou ihn befreite. 'Nun stand O. der Königin Maria,Ludwigs Wiltwe, bei; als aber deren Sohn, Lud-wig II., ihm unwürdig begegnete, trat er znr Gegen-partei n. st. 1387. cij Grafen von Henneberg:I i))O. I V. Graf von Henneberg-Boiemanben, Sohndes Grafen Poppo VI., geb. vor 1180, nahm 1197das Kreuz und lebte lange in Syrien; er heiralheledort Beatrix, Tochter des Grasen Joscelin III. vonEdcssa, eine reiche Erbin. Ihre Erbgüter machte erzu Geld, kehrte 1220 nach Deutschland zurück u. ver-kaufte, da er keine Kinder hatte, sei» Stammgnt Bo-tcnlauben(Bottclaube) 1234 an dasBiSthnm Würz-bnrg, worauf er das Eistercicnserkloster Franenrodestiftete n. Provisor der 'Nonnen daselbst wurde. Erstarb Ende 1244. Seine gemüthswarmen Minne-lieder, von denen 23 Strophen in der ManessischenSammlung stehen, wurden nebst Lebensbeschreibungvon L. Bcchstein herauSgcgcben, Lpz. 1845. Vgl.F. L. Wegele, Graf O. von Hennebcrg-Botenlaubcun. sein Geschlecht,Wllrzburg 1875. o) M arkgrasc nv. Meißen: 20 ) O. der Reiche, ältester SohnKonrads des Großen, geb. 1116, folgte 1156 bei derTheilnng in der Markgrafschaft Meißen. 1160 ginger mit dem Kaiser nach Italien und 1165 wie 1179stritt er gegen Heinrich den Löwen. Er ei warb Wei-ßenfcls n. a. Güter in Thüringen, lam dadurch inKrieg mit dem Landgrafen Ludwig, wurde 1182 ge-fangen und erst nach einjähriger Hast ans der Wart-burg freigegcbe». Daraus wurde er wegen der Lau-dcrtveistittg unter seine Söhne von dem älteren, Al-brecht, bekriegt, 1188 gefangen und lange ans Döbenbei Grimma einzesperrt; aus kaiserlichen Beseht 11 -9freigegeben, bekämpfte er den schlechten Sohn. Er-st. 18. Febr. 1190. Unter ihm wurden die Freiber-ger Bergwerke entdeckt, mit denen er 1183 belehntwurde; 1162 stiftete er das Kloster Alten-Zelle, dasErbbegräbnis) seines HanscS. Er war vermählt mitHedwig, Tochter Atbreehts des Bären. I) K n rsnr-sten und Psalzgrascn von der Pfalz: 21 ) O.Heinrich der Großmnthige, Sohn des Psatz--' grasen Ruprecht u. der Elisabeth von Bayern Lands-Hut, geb. 10. April 1502. Sein Vater war geächtet, n. 1504 vertrieben worden; als er 1504 starb, hatten