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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
Entstehung
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Otto.

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geschlossen, unterstützt wurde, doch nicht siegreich,!weshalb er 1206 nach der Niederlage bei Köln nach'England fliehen mußte. Als Philipp 1208 ermordetworden war, wurde O. allgemein anerkannt u. auch27. Sept. 1209 vom Papst, welchem er das Jnve-stiturrccht u. das Recht der Berufung in allen geist-lichen Dingen nach Rom bewilligt hatte, zum Kaisergekrönt. Bald aber zog sich O., als Kaiser denkendn. als solcher in Italien waltend, die Unzufrieden-heit des Papstes zu, welcher ihn Nov. 1210 in denBann that und seinen neuen Gegenkönig Friedrichvon Schwaben anerkannte. Ganz Sllddcntschlandfiel von O. ab, der Kampf nahm für ihn ein sehrungünstiges Gesicht an, zumal seit er vonFriedrichsHeiser, Philipp II. August von Frankreich, 27. Juli1214 bei Bonvines besiegt worden. Nur noch Nord-deutschland hielt zu O., weshalb er sich in sein Erb-herzogthmn Brannschwcig znrückzog. Von hier ansstritt er mit den Dänen und dem Erzbischöfe vonMagdeburg. Vom Banne gelöst, starb er 19. Mai1218 ans der Harzbnrg. O. hatte 7. Ang. 1212Beatrix, die Tochter seinesGcgenkaiscrs, gchcirathet,die schon 11. Ang. starb, u. in 2. Ehe 1214 Maria,Tochterdes Herzogs Heinrich IV.vonBrabant. Vgl.Otto Abel, Kaiser Otto IV. u. König Friedrich II.Verl. 1856; Langerfcldt, Kaiser Otto IV., Hannover1872; Eduard Winkclmann, Philipp von Schwaben

u. Otto IV. von Brannschwcig, Lcipz. 1872.

U) König von Griechenland: 5) Otto I.Friedrich Ludwig,zweilcrSohndes Königs Lud-wig I. von Bayern, gcb. 1. Juni 1815 in Salzburg,wurde in München unter Leitung des geistl. Rathes

v. Öltel erzogen, genoß de» Unterricht von Schellingu. Thicrsch, erhielt eine gediegene Bildung u. be-reiste Europa. 7. Mai 1862 von der Londoner Con-screnz znm König von Griechenland gewählt undvon der gricch. National-Versammlung anerkannt,nahm er 5. October an, bestieg 6. Febr. 1833 dengriech. Thron unter einer Regentschaft, die ihm raschdie gewonnenen Herzen trotz vieler Reformen wiederentfremdete, u. trat 1. Juni 1835 die Selbstregicr-nng an. Er that viel zur Förderung der Bildung,regierte gerecht und milde, stand aber ganz unterfremdem, zumal russischem Einflüsse u. wurde nichtpopulär. 1837 gründete er die Universität Athen.O. verließ im Octbr. 1862 infolge der RevolutionGriechenland, lebte, ohne für sein Hans n. sich aufden Thron zu verzichte», in Bamberg, protestirte ge-gen die Wahl Georgios' I. und starb in Bamberg26. Juli 1867. Er war vermählt seit 22. Nov. 1836mit Amalie, Tochter des Großhcrzogs August vonOldenburg; seine Ehe blieb kinderlos; Amalie starbin Bamberg 20. Mai 1875.

6) Andere Fürsten, a) Herzoge von Bay-ern: 6) Otto II. von Nordheim, Sohn desGrafen Sigfried vonNordhcim, wurde 1061 Herzogvon Bayern, aber undankbar n. treulos, selbstsüch-tig n. kalt berechnend, wandte sich der gewandte u.geriebene Feldherr 1062 mit dem Erzbischöfe Annovon Köln und Egbert von Brauuschweig gegen dieKaiserin-Ncgentin u. raubte mit ihnen in Kaisers-werth den Knaben Heinrich IV. 1063 führte er dasHeer desselben gegenUngarn, 1066 half er Adalbertvon Bremen stürzen. Nun erlangte er großen Ein-slnß auf das Reichsregiment, benutzte ihn aber stetsin dem Kaiser feindlicher Weise. 1066 ging er als

kaiserlicher Abgesandter zu Alexander II. nach Nom.

1070 eines Mordanschlags auf Heinrich IV. beschul-digt, weigerte er sich, durch ein Goltcsnrtheil seineUnschuld zu erhärten; Heinrich ächtete ihn als Hoch-verräther, nahm ihm Bayern n. verheerte eS grau-sam. Ende 1070 schloß Heinrich mit ihm bis Ostern

1071 Waffenstillstand; Pfingsten 1071 inHalberstadtunterwarf sich O., wurde von der Acht befreit, er-hielt seine Allodien nicht aber Bayern wieder, 1072wurde er auch derHaft entlassen. 1073 schon stand erwieder in Waffen gegen Heinrich, den Ansstand derSachsen anführend; 2. Februar 1074 zwang O. ihnimFricden vonGerstnngenzurZnrllckgabeBayerus,aber 9. Juni 1075 wurde er von ihm bei Behringentotal geschlagen; 26. October in Spier stellte ersich Heinrich als Gefangener und wurde festgesetzt.Heinrich schenkte ihm sein Vertrauen, gab ihn frei,machte ihn znm Günstling n. setzte ihn znm Statt-halter in Sachsen. Undankbar ans Princip, fielO. abermals 1076 von Heinrich ab, schrie am Lau-testen von Allen in Tribur nach seiner Absetzung,beantragte in Forchheim 13.—15. März die Erheb-ung Rudolf von Nheinfeldens znm Gegcnkönige n.setzte sie durch. Er führte den sächsischen Heerbannfür Rudolf bei Melrichstadt7.Ang. 1078, bei Flarch-heim 27. Jan. 1080 n. trieb hier Heinrich IV. zu-rück. Am 15. Octbr. 1080 bei Hohen-Mölscn fielKönig Rudolf, O. aber schlug Heinrich in die Flucht.Heinrichs IV. Todfeind, starb er im Jan. 1083. Vgl.Mchmel,O. von Nordhcim, Göttingen 1870.7)O. v.Wittelsbach, O. I. (V.) od. der Große, Sohndes Pfalzgrafen O. IV. von Wittelsbach, geb. um1117,lebte scitl151 amHofedesKaisersKonradlll.als Geisel für die Trene seines Vaters und wurdeFreund u. Liebling des Kaisers Friedrich I., dem erwichtige Kriegsdienste leistete; als Bannerträger be-gleitete er ihn nach Italien 1154, erzwang 1155 durchseine Kühnheit den Durchgang bei Chiusa n. wurde4. Ang. 1156 Pfalzgraf von Bayern. Ebenso tapferwie staatsmännisch blieb er Friedrich treu u. erhieltvon ihm 1180, nach Heinrichs des Löwen Fall, dasHerzogthum Bayern, womit er 16. Sept. 1180 inAltcnburg belehnt wurde; 1182 brachte er die Graf-schaft Dachau an sich n. st. 11. Juli 1183; er ruhtin Scheyern, der erste Herzog ans dem Hanse Wit-tclsbach. 8) O. VII., Pfalzgraf von Bayern, Grafvon Wittelsbach, des Vor. Neffe, ermordete aus Pri-vatrache 21. Juni 1208 in Bamberg König Philipp,wurde von Kaiser O. IV. geächtet, floh u. fand noch1208 den Tod durchHeinrich von Kalindin, denAhn-herrn der Pappcnheim. !>) O. II. der Erlauchte,geb. 7. April 1206, Sohn des Herzogs Ludwig I.,folgte seinem Vater 1231, nachdem er schon 1225Lurch seine Vermählung mit Agnes, der TochterHeinrichs Pfalzgrafen am Rhein, auch die Ansprücheans diesesLanü erworben n.1227 die Regierung des-selben angetreten hatte; erhielt treu zu den Hohen-staufen, kam dafür in den Bannn. starb darin. 1251war er Rcichsvikar, er st. 29. Nov. 1253, anfTrans-! nitz. 10 ) O., Enkel des Vor. u. Sohn Heinrichs, geb.^ 1261, folgte 1290 seinem Vater mit seinen Brüdern, Ludwig n. Stephan in der Nebenlinie Niederbayern;! wurde 1305 zum König von Ungarn gewählt n. ge-krönt, aber 1306 von dem Herzog Ladislaus gefan-! gen. Er entfloh nach 1 Jahr aus seiner Haft u. kehrte!nach Bayern zurück, gab 1311 den Landställhe» die