Otto.
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Hand der Adelheid, Wiliwe des Königs Lothar, dieihn herbeigerufeu, das Lombardische Königreich er-hielt. Stach seiner Rückkehr nach Deutschland brachein Ansstand gegen ihn und seinen Bruder Heinrichaus, angesacht durch seinen Sohn Ludolf, Herzogvon Schwaben, welcher sich mit Konrad von Loth-ringen, Erzbischof Friedrich von Mainz n. Anderenverband u. sogar die Ungarn zu Hilfe rief; aber O.besiegte seinen Sohn 951 bei Horsadal, nahm ihmund Konrad ihre Herzoglhümer Schwaben n. Loth-ringen n. vertrieb die Ungarn durch seinen glorrei-chen Sieg ans dem Lechfelde, 10. Ang. 955, für im-mer ans Deutschland. 16. Oct. 955 besiegte O. mitLudolf die Wenden an der Regnitz. 961 zog er wie-der über die Alpen, wurde als König von Italienu. dann 2. Febr. 962 vom Papst Johann XII. i»Rom als Kaiser gekrönt. So erneuerte er das rö-mische Kaisertynm deutscher Station n. wies Deutsch-land aus Italien hin. Als Johann XII. sah, daßer nicht sein Mann sein wollte, verband er sich mitRebellen gegen ihn; O. setzte ihn 903 ab n. erwählteLeo VIII. n. nach dessen Tode 905 Johann XIII.966 ries ihn ein in Italien ansgebrochcner Aufstandwieder dahin; er ließ vom Papste seinen Sohn Ottozum Nachfolger und Mitregcnte» krönen, und umOrdnung zu halten, vertheilte er Italien unter eineAnzahl Markgrasen; auch gegen die Byzantiner inUnteritalien führte er glücklich Krieg, eroberte aberApulien nicht. Otto l. st. 7.Mai 973 in Memlebenund wurde in dem von ihm gegründeten Dom zuMagdeburg bcigeseht. Er war vermählt seit 930mit Edilha, Tochter des Königs Eduard von Eng-land (st. 917), u. in zweiter Ehe mit Adelheid, Toch-ter des Königs Rudolf II. von Burgund u. Wittwedes Königs Lothar von Italien; seine Söhne warenaus erster Ehe: Ludolf, Herzog von Schwaben; auszweiter Ehe: Otto, Heinrich u. Bruno; sein natür-licher Sohn war der Erzbischof Wilhelm von Mainz.Ottos 1859 renovirte Statue ist in Magdeburg aus-gestellt. Vgl. Köpke und Dünniges, Jahrbücher desDeutschen Reiches unter Otto I., Berlin 1838 bis1839, 2 Bde.; Köpke u. Dttmmler, Kaiser Otto derGroße, Leipz. 1876. L) O. II., der Rothe, Sohndes Vorigen, geboren 955; feingcbildct, kriegerisch,aber zu phantastisch in seinen politischen Entwürfen,wurde schon 967 als römischer König gekrönt undfolgte 973 seinem Vater als König, ansangs unterder Vormundschaft seiner Mutter; während er mitdem Herzog Heinrich II. von Bayern zn kämpfenhatte, welcher sich im Bunde mit den Dänen, Böh-men n. Polen gegen ihn empörte, aber 977 unter-worfen wurde, versuchte der König von FrankreichLothringen wieder zn erobern, aber 978 vertrieb O.die Franken daraus n. jagte sie bis Paris. 980 imFrieden von Chiers blieb Lothringen bei Deutsch-land. Ebenso glückte es O., die in Ober- n. Mittel-Italien ausgebrochencn Unruhen zn dämpseu: inUnter-Italien war er ansangs auch gegen die By-zantiner siegreich, als diese aber die Saraceneu znHilfe riefen, wurde er 13. Juli 982 bei Basantcllobesiegt», rettete sich persönlich nur durch einen Sprungins Meer, worauf ihn ein griech. Schiff ansnahm,welches ihn nach Rossano brachte. O. starb, ehe erseine Niederlage rächen u. Sicilien erobern konnte,7. Dec. 983 in Rom und ruht in der Peterskirche.Er war vermählt seit 972 mit Theophauia, Tochter
'des byzantinischen Kaisers Nomanns II., die außer-dem Folgenden ihm drei Töchter gebar. Vgl. Gie-sebrecht, Jahrbücher des Deutschen Reiches unterdcr Herrschaft Kaiser O-s II., Bert. 1810. 3) O.III. "(genannt Llirabilin mnncki), Sohn des- Vor.,j geb. 980 und als Nachfolger seines Vaters gekröntin 'Aachen 982. Seine Mutter Theophauia n. seineGroßmutter Adelheid führten die Rcichsrcgiernngn. die Vormundschaft über ihn, mit dem Beiständedes Erzbischofs WillcgiS von Mainz und unter demEinflüsse seiner Tante Mathilde, Äbtissin von Qued-linburg, n. stritten gegen Heinrich von Bayern; auchtrieben sie die nach Lothringen lüsternen Franzosenzurück; seine Erzieher waren Bischof Bernward vonHildcsheim, Bischof Mcinmerk in Paderborn undGerbcrt; er wurde 996 vom Papst Gregor V. inRom zum Kaiser gekrönt. Seine Regierung war ge-theilt in Kämpfe gegen die Wenden und gegen dies aufständischen Römer. O., ein unfähiger Roman-tiker, lebte in dcn stolzestcnHcrrschafistränmcn, wäh-lend sein Reich zerfiel; dieDentschen gering achtend,j zog er ihnen stets die Italiener vor. Seine Regier-ung war ganz despotisch n. fehlcrreich; dabei ergab' er sich der Bigotterie. Nachdem sein Lehrer Gcrbert999 als Sylvester II. Papst geworden war, lebteO. gewöhnlich in Rom, welches er zur Hauptstadtdes Römisch-deutschen Reiches machen wollte; 1000,wo er Len Untergang der Welt befürchtete, besuchteer Deutschland und gründete damals unpolitischerWeise außerhalb Deutschlands das Erzbisthnm Gne-sen; erließ sich das Grab Karls des Großen in Aachenöffnen, von wo er das an Karls Halse hängendegoldene Kreuz wegnahm. Als 1001 O. wieder nachRom kam, begannen die dortigen Empörungen aufsNene; er verließ, im eigenen Palastc belagert, dieStadt und ging nach der Burg Palermo am BergSoracte bei Vitcrbo, wo er 21. Jan. 1002 starb,angeblich an Gift, welches ihm Stephani«, die Witt-we des auf seinen Befehl 998 Hingerichteten Empö-rers Cresccntins, beigebracht haben soll. Er ruht inAachen. Sein Tod rettete ihn vor einer Empörungder über die Mißhcrrschaft gereizten deutschen Für-sten. Er war nicht vermählt n. mit ihm endigte dieDynastie der Sächsischen Kaiser. Vcrgl. Wilmans,Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Kaiser O.III., Berl. 1810. 4) O. IV., ans dem Hanse derWelfcn, Sohn des Herzogs Heinrich des Löwen vonSachsen und Bayern und der Mathilde, Tochter desKönigs Heinrich II. von England, geb. 1171; folgte1180 seinem Vater in einem Thcilc der WelsischenAllodialgüter, weshalb er O. von Brannschweiggenannt wurde; er begleitete 1182 seinen Vater indie Verbannung nach England und wurde hier amHofe ganz in französischem Stile erzogen. O. er-hielt von KvnigRichardvonEngland für seineThcil-nahme an dem Kriege gegen Philipp II. Augustvon Frankreich die Grafschaft Poitou. Sein Cha-rakter war roh u. ungestüm, mnthig ».verwegen.Bei der zwiespältigen Kaiserwahl wurde O. von deni Welfischgesinntcu gegen den von dcn Hohcnslanfischen! gewählten Philipp auf Antrieb des Papstes ».Eng-lands 1198 znm Könige der Deutschen gewählt undin Aachen vom Erzbischof von Köln gekrönt. Indem nun ansbrechendcn Kampfe war O., obgleichs cr von England n. Dänemark n. dem Papste, mitsdem er das entwürdigendeConcordat vonNenß1201