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Massa Superiore — Massenbach.
la»d, Ausgang 1860 auch als deren Vertreter in dasWien. Parlament gewählt wurde. Seit 1867 sahrr von seiner Wiederwahl als Deputirter ab, umsich lediglich den heimischen Geschäften als Raths-mitglied und literarischen u. künstlerischen Arbeitenhiiigeben zu können. Er veröffentlichte zunächst:Staäi äi Isttsrainrs. s ä'arto, Flor. 1873; Ltnäißipolitlsa. st cti ntoria, ebd. 1875, die sich durchmeisterhafte und durchaus sachgemäße Fassung undblühenden Stil anszeichncn. Aus schönwiffcnschast-lichem Gebiete erschienen von ihm: lüarwa, ä'armi,borrotto wilanoss, ebd. 1874; ln oasa, iLntasia.wksrnalo, ebd. 1876; Iwgrmno Aranäi s xiooolsstorie, Mail. 1876. Außerdem verfaßte er währendseiner Amtszeit als Rathsherr die meisten patrioti-schen Proclamatiouen, Adressen rc. der MailänderMhsbehörde. In der Malerei hat er sich nicht bloß«ls talentvollen Dilettanten, sondern auch als wirk-lichen bedeutenden stilvollen Künstler in mehrfachengrößeren Arbeiten gezeigt. Booch-Artossy.
Massa Snperiörc, Districtshauptort in deriml> Prov. Rovigo, am Po; Handel mit Getreide u.Scidencocons; 3792 Ew.
Massat, Stadt im Arr. St. Girons des frz. Dep.Rüge, am Arac; Bergbau auf silberhaltiges Blei,liupser u. Zink, Wollenspinnerei, Walkmühlen, Sei-lmi, Mineralquellen; 1872:1124 Ew. (Gem. 4157).
Maffana (Massvwah, Massua), 1) kleine, Wasser-leere Äorallcninsel im Rothen Meere, an der Küsteder Landschaft von Samhara (Habesch). 2) Stadtaus dieser Insel, mit dem besten Hafen an der gan-zen WKüste des Rothen Meeres; vcd. Handelsplatz;WO Ew. Von 1814 an war die Sladt türkisch,wurde nebst den Küstenstädten aber 1865 von demSultan dem Vicekönig von Ägypten überlassen. D.
Masse, 1) die Quantität der Materie, die einKörper enthält. Zwei M-n von verschiedenem StofffirieBlei u. Glas) kann man nur vergleichen, in-dmr man sic derselben Kraft unterwirft. Man nenntMi M-n gleich, wenn ihnen dieselbe Kraft gleicheBewegung, also gleiche Geschwindigkeit oder gleicheBeschleunigung ertheilt, und eine Dt. m-mal größerals die andere, wenn dies erst durch eine m-malgrößere Kraft geschieht. Da alle Körper an der Erd-oberfläche gleich schnell fallen, so sind die M-n derKörper den Gewichten proportional. In der Thatiß die Gewichtsbestimmnng das einfachste Mittel zurVergleichung der M-n; doch muß dieselbe an demnämlichen Ort der Erdoberfläche geschehen, weil dasGewicht (die Schwerkraft) sich mit der Breite ändert.Als Einheit der M. gilt in der Physik das Gramm,d. h. die M., welche in einem Cnbikcentimeter Was-ser von größter Dichte enthalten ist. 2) M. im Con-curs, Concnrs-M., s. Concnrs. Stahl.
Masse di Tiena, Gem. in der ital. Prov.Siena;lö,253 Ew.
Masseln, so v. w. Gänze (Ganz).
Masscmatten, in der Gaunersprache: stehlen.
Maffena, Andre, Herzog von Rivoli undFürst von Esling, Marschall des srauz. Kaiser-reichs, gcb. 6. Mai 1758 als Sohn eines Wein-Händlers in Leven bei Nizza; trat, nachdem er miteinem Verwandten auf einem Kanfsahrer zwei See-reisen gemacht, 1772 in die franz.Armee, nahm alsUnteroffizier 1789 seinen Abschied, trat jedoch in derRevolution wieder ein und war Ende 1793 bereits
Divisionsgeneral. In den drei italienischen Feld-zügen focht er mit ungewöhnlicher Auszeichnung,namentlich bei Rivoli. 1797 löste er Berthier imOberbefehl über Nom ab, legte jedoch hier dasCommando, da Unordnungen unter den TruppenAnrissen u. die Römer sich empörten, nieder. 1793befehligte er in der Schweiz n. schlug 25. Sept. 1799dis Oesterreicher und Russen bei Zürich. Nach dem18. Brumaire nach Italien gesendet, konnte er Nichtsausrichten u. mußte, weil zu schwach 4. Juni 1800capituliren u. Genua den Oestreichern überliefern.Gleichwol übertrug ihm Bonaparte nach der Schlachtvon Marengo den Oberbefehl in Italien. Bei Er-richtung des Kaiserreichs 1804 wurde er Marschall,erhielt 1805 wieder den Oberbefehl in Italien undlieferte vom 29. Oct. ab die dreitägigen Gefechte beiCaldiero dem Erzherzog Karl, welcher den Platz be-hauptete. Nach dem Frieden von Preßburg nahm er1806 für Joseph Bonaparte das neapolit. Gebiet inBeschlag, eroberte Gäetau.zwangdie gclandetenEng-länder, sich wieder einzuschiffen. 1807 übernahm ernach der Schlacht von Eylau den Oberbefehl über denrechten Flügel der französischen Armee. Nach demFrieden wurde er zum Herzog von Rivoli ernanntund erhielt ansehnliche Dotationen. Damals verlorer auf der Jagd bei St. Clond das linke Auge. ImKriege gegen Österreich 1809 befehligte er auf demrechten Donauufer, gewann das Treffen bei Pfaffen-hofen, nahm an dem von Eckmühl und LandshutTheil, verfolgte Hiller und den Erzherzog Johann,bezwang die Position von Ebersberg an der Traun,focht bei Aspern 2l. Mai, deckte hierauf 22. MatLen Rückzug, befehligte dann auf der Insel Lobanund machte die Schlacht von Wagram mit. Nachdem Frieden erhielt er den Titel Fürst von Esling.1810 erhielt er dieLeitung des spanischen Krieges; erdrang unter vielen Schwierigkeiten mit 38,000Mann,nachdem er Ciudad Rodrigo u. Almeida genommen,in Portugal ein, sogar bis zu den Linien von TorresBedras bei Lissabon vor, war aber, da er die ver-sprochenen Verstärkungen nicht erhielt, nach fünfMonaten genöthigt, sich zurückzuzichen, ebenso vorAlmeida und Fuentes Onoro. Im April 1811 inUngnaden abberufen, kehrte er nach Frankreich zu-rück, erhielt 1812 trotz seines Ansuchens kein Com-mando in Rußland, sondern nur den Oberbefehlüber die 8. Militärdivision in der Provence. DieRestauration ließ ihn in dieser Stellung, naturalisirteihn, und Ludwig XVIII. erhob ihu 20. Dec. 1814zum Pair. Bei der Rückkehr Napoleons von Elbaanfgefordert, ihm zu folgen, lehnte M. ab. Nach derSchlacht von Waterloo übernahm er von der pro-visorischen Regierung den Oberbefehl über die Na-tionalgarde von Paris, zog sich aber beim Erscheinender Verbündeten vor Paris ins Privatleben zurück,lehnte auch das Nichteramt imProcesse Ney ab. Erst. 4. April 1817, und wurde ihm aus dem Pere-la-Chaise, wo er begraben liegt, ein Obelisk von wei-ßem Marmor errichtet. M-s ausgezeichnete Talenteim Felde wurden durch seine Roheit, Liederlichkeitu. schmutzige Habsucht so verdunkelt, daß weder Offi-ziere noch Soldaten ihn achteten. Teicher.
Massenbach, ein freiherrliches Geschlecht, ur-sprünglich ein Zweig der Freiherren von Gemm-iugen, welches sich seit Mitte des 11. Jahrh. M.nannte; davon besteht noch in Bayern ein Ast von