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Masscujo — MäßigkritSverciiic.
G em ming en-M., während die anderen Äste denNamen SN. allein führen. Aus einem der letzterenstammt: Christian, Freiherr von, preußischerOberst und Gcncralquartiermeistcr, gcb. 1758 inSchmalkalden; wurde 1782 Offizier der württem-bcrqischcn Garde n. Lehrer bei der Militärakademie,trat aber bald als Hauplinann im Generalquartier-meisterstabe in preußische Dienste und wurde Lehrerdes Prinzen Louis Ferdinand in der Mathematik.1787 inachte er den Feldzug in Holland und 1792bis 1795 den Krieg gegen Frankreich mit. SpätereBorschläge zu Verbesserungen in der Armee undKriegsplänc erweckten ihm Feinde; dennoch stieg errasch, wurde 1805 Oberst u. machte 1806 alsGene-ralguartiermeister des Hohenloheschen Corps dieSchlacht bei Jena mit, veranlaßte dann durch einefalsche Meldung, nach Anderen offenbare Unwahrheitund ebenso schlechte Leitung des Marsches die Capi-tnlation von Prcnzlan (28.Oct. 1806), wurde des-halb mit in die Untersuchung verwickelt u. lebte nunauf seinem Gute Bialokosz bei Pinne im Großher-zoglhnm Warschau (welches er von Friedrich Wil-helm II. 1794 als Dotation erhalten hatte) und inWürttemberg. Für den Kamps 1813 bot er seineDienste an, wurde aber abgewiesen u. schrieb nun,darüber verletzt, Denkwürdigkeiten seiner Zeit, indenen er Dinge, welche er aus den VerhältnissenPreußens kannte, aufdeckcn und ihm früher anver-traut» wichtige Schriftstücke veröffentlichen wollte.Diese Schrift bot er dem Könige von Preußen füreine gewisse Summe an und drohte, sie, wenn erdiese nicht erhielt, drucken zu lassen. Auf preußischeRequisition wurde er 1817 in Frankfurt a. M. ver-haftet, vor ein Kriegsgericht gestellt u.zu lljährigemFestnngsarrest verurrheilt. Er wurde 1820 nachGlatz gebracht, 1826 jedoch vom König begnadigtund st. 27. Nov. 1827 in Bialokosz. M. war einhöchst gelehrter Osfizier, fruchtbarer Militärschrift-stcller, aber zweideutiger Charakter u. nicht frei vonSelbstüberschätzung, wovon seine Werke Zcugnißgeben. Er schr.: Betrachtungen u. Aufschlüsse überdie Ereignisse von 1805 u. 1806 , Lpz. 1808; Rücker-innernugcn an große Männer, Amsterd. 1808; Me-moiren zur Gesch. des prenß. Staates unter FriedrichWilhelm II. u. Friedrich Wilhelm III., ebd. 1809bis 1810, 3 Bde.; Historische Denkwürdigkeiten zurGeschichte des Verfalls des preußischen Staates seit1792, ebd. 1809, 2 Bde.; hierzu hatte er einenBand Fortsetzungen geschrieben, welchen der Königvon Preußen noch vor ihrem Erscheinen an sichkaufte u. vernichten ließ. Bauer.
Müsscnja (Messens), Hauptstadt des central-afrikanischen Reiches Bagirmi (s. d.).
Masscräno, Cantonsyauptort in der ital. Pro».Novara;schönesSchloß;3426Ew.;warfrüherHaupt-ort eines eigenen Fürstenthums des Hauses Ferrara.
Massaker (gr., Anat.), der Kaumuskel; masse-terisch, zu den Kaumuskeln gehörig.
Massevaux, Stadt, so v. w. Masmllnster.
Müsset), 1) William Nathaniel, engl. Ge-schichtschreiber, geb. 1804; wurde Advocat in Lon-don u. 1852 Mitglied des Parlaments, wo er mitden Liberalen stimmte; 1855—58 war er Unter-staatssecrctär im Ministerium des Innern, 1865übernahm er die Leitung der Finanzen für Indien,von der er nach einigen Jahren zurücktrat. Er
schrieb: Hisborz- ol Lnpstanck äurinF tlw reigu okdeor^o III., Lond. 1860—63, 4Bdc. 2) Geraldengl. Dichter n. Journalist, geb. 29. Mai 1828 beiDring (Grasschaft Hertford); als Kind ganz armerEltern, arbeitete er seit seinem 8. Jahre theils ineinerScidcnspinnerci, rheils als Strohflechter, suhlteaber tiefen Drang nach Bildung, u. als er, 15 Jahrealt, nach London ging, um Lausbnrsche zu werdenmachte er sich mit der Bibel, mit Ploughmans kil-Frim's proArsss n. Uodinson drusos und einigenreligiösen Tractaten bekannt. Er begann nun mitdichterischen Versuchen und einige seiner ersten Ge-dichte über die Leiden der Armen u. die Macht desWissens, der Tugend und Mäßigkeit, sie zu hebenerschienen zuerst in einer Provinzialzeitnng u. spätergesammelt als I?ovms nnä oliansons. Die franz.Februarrevolution veranlaßte ihn, im April 184gmit noch einigen anderen Arbeitern ein ultraradi-cales Blatt unter dem Titel: ll'Iio sperrt okkreeciomzu gründen, das ihm Namen n. Einfluß unter Leu-ten seines Standes verschaffte und die Rcforinplänevon Kiugsley rc. unterstützte. Durch seine hin undwieder in den Londoner Journalen veröffentlichtenGedichte wurde er auch in weiteren Kreisen bekannt.Als ein gläubiger Anhänger des Spiritismus, hielter über denselben, sowie auch über literarische The-men Vorlesungen in England und 1873 auch inAmerika. 1869 verlieh ihm die Königin eine kleinePension u. Lord Brownlow schenkte ihm ein kleinesHäuschen in seiner Heimath. Er veröffentlichte: lösdallaäs okUadodlrrrstadelanckotlierpooms, Lond.1853; draixorookcdastlo, ebd. 1856; Hostert Larnsanä otker Iz-rios, ebd. 1859; Voioss ok kstooäoinairck I-z-ries ok lova, ebd. 1859; Ilaveloelis warzstanck stirer poorus, ebd. 1861; Ldaiesspearo's son-irsts nover dvkore irrtorprotock, ebd. 1866; ^talook sternitz-anck otirer poems, ebd. 1870; Ooncein-iiiA spiritualism, ebd. 1871, n/I'sts ssorot üramaok Zdadospearo's sonnsts unkoläoä, ebd. 1872.
Maßholder, s. Ahorn. (Bartling.
Massicot ist Gelbes Bleioxyd.
Müsiicus (a. Geogr.), Berg im NW. Cam-paniens, bei Sinuefsa; jetzt Monte Dragvne; be-rühmt durch seinen Wein (Äassrenm vinnm).
Aräßigkcitsticreine, Vereine, deren Mitgliedersich verpflichten, das Trinken geistiger Getränke, be-sonders des Branntweins, im Übermaß oder ganzzu unterlassen. Von jeher haben Staat, Erziehungund Kirche in den Staaten NEuropas dahin ge-strebt, der Trunksucht cntgegenzuwirkcn, so im 16.Jahrhundert mehrere Fürsten durch Stiftung vonLN äßigke itso rden, wie 1517 durch den Christoph- ,orden in Österreich rc. Allein die Idee, aus dem sWege der Association der Trunksucht entgegen zu !wirken, wurde zuerst in den nordamerikanischeu Frei-staaten laut, und der erste M. trat 1803 in Boston -hervor unter dem Namen: Gesellschaft von >Massachusetts zur Unterdrückung der Un- ;Mäßigkeit; nach ihm mehrere andere und endlich1826 der Allgemeine amerikanische M., wel-cher den Branntwein ganz abgeschasst wissen wollte.Nach dem Muster dieses M-s bildeten sich solche Ver-eine auch in Europa. Einige suchten alle geistige»Getränke zu verdrängen (engl. Deatotallsrs), An-dere nur den Branntwein, Ändere wollten nur de»Genuß beschränken, so bcs. die deutschen M. Leider
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