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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Zl-iss-icro

nanzen des Staates sind in gutem Zustande, doch hatsich die Staatsschuld voll 28,271,000 Doll, von 1870bis I.Jan. 1876 auf 33,886,000 Dollars vermehrt.Religion: Congregationalisten, Methodisten u. Bap-tisten bilden die Mehrzahl. Das Unterrichtswe-sen steht in W. aus einer sehr hohen Stufe; der Staatbesitzt verhältnißmäßig die meisten und unter diesendie ausgezeichnetsten höheren Bildungs-Anstalten;neben der berühmten Harvard University in Cam-bridge (s. d. 3) bestehen ca. 30 höhere Bildungs-An-stalten und eine entsprechende Anzahl Volksschulen.Die öffentlichen Bibliotheken zählen über 3 MillionenBände. Gelehrte Gesellschaften gibt es in Menge u.eine große Anzahl wissenschaftlicher wie politischerGrößen gingen ans M. hervor.

M. ist der am frühesten colonisirte Staat der Unionund bestand längere Zeit ans zwei getrennten Colo-lonien, der Plymouth- und Massachusetts-Colonic.Erstcre wurde 22. Dec. 1620 durch eine Gesellschaftvon Puritanern gegründet, die zweite entstand 1628(Salem). 1630 wurde Boston gegründet; 1680 un-stellte König Karl II die Colouien der Präsidentschaftvon Ren England, jedoch erhielten sie 1602 durchWilhelm II. wieder einen eigenen Gouverneur. M.wurde in der Folge die Wiege der noidamcrikanischcnUnabhängigkeit; 1774 übernahm ein Proviuzialcon-greß in Boston die Regierung; am 9. Febr. 1775wurde M. in Aufruhr erklärt und 19. April begannmit dem Treffen von Lexington zwischen dem briti-schen General Gage und den Milizen von M. derAmerika». Revolutionskrieg. Im März 1776 wurdendie Engländer gezwungen, Boston zu verlassen, wo-rauf sich M. für unabhängig erklärte. 1780 entwarfeine Convention die erste Constitution des Staates,welche der gegenwärtigen noch wesentlich zu Grundeliegt; 1783 wurde die Sklaverei aufgehoben; am7. Febr. 1788 nahm M. die Unionsverfassung an.

1820 wurde Maine als Staat von M. abgctrennt n.

1821 die Verfassung revidirt n. zum Theil modificirt.Vgl. Austin, Ulsbor/ oüäl., Boston 1876. Schroot.

dilsssaorslfranz.), Blutbad,Metzelei; daher mas-sacriren, ermorden.

Massafra, Stadtinder ital.Prov. Lecce; Eisen-bahnstation; bedeutenderOliven-u. Weinbau; 8027Ew. (Gcm. 9719).

Massagetii (Maffageten, a. Geogr.), Volk an dernordöstlichen Küste des Kaspischen Meeres, bis znmAralsee u. Jaxartes wohnend, in der jetzigen Kirgisen-steppe, wahrscheinlich turanischen Stammes, die Vorfahren der heutigen Turkmenen. Nach Herodot einrohes, aber sehr tapferes Nomaden-Volk, bei demWeibergemeinschafr bestand u. die Tödtung der Greisegebräuchlich war. Daß Cyrns 530v.Chr. von ihnengeschlagen und gelödtet sei, ist nur Sage.

Maffalra, 1) (a.. Geogr.), so v. w. Massilia; 2)s. Asteroiden Nr. 20.

Massaliannr (Eupheniten),eine zwischen Chri-sten- u. Heidcnthum schwankende Sccte in Phönikien u.Palästina zu Anfang des 4. Jahrh. Vergl. über sieUllmann, Heidelb. 1823, u. Böhmer, Berl. 1824.Dann umherschweifende Mönchsbanden in Mesopo-1amienum360, welche unausgesctztesGebet für alleinsündentilgend hielten, den kirchlichen Gottesdienst ge-ring schätzten und den phantastischste» Vorstellungensich Hingaben; im 7. Jahrh. verschwanden sie.

Masialski, Constantin Petrowitsch, rnssi-

Mossarcmi.

scher Schriftsteller, geb. 1802 zu Jaroslav; bis 1842Ministcrial-Beamker, Übersetzer des Don Quixoteund von 1842 — 49 Rsdactenr der literarischen Zeit-schrift 8zm objstsolrsstnva, (Der Sohn des Vater-landes). Er verfaßte außerdem historische Romane.M. starb Sept. 1861 in Petersburg.

Massalubrense (Massa Sorrento), Stadt in derital. Provinz Neapel, am Meere; mit röm.Alter-thümern (Wasserleitung); 3506 Ew. (Gem. 8296).In der Nähe Pniita della Campanella, imAlterthuniVorgebirge der Minerva mit einem Tempel dieserGöttin; jetzt hier ein Leuchtthnrni; herrliche Aussicht.

Mnssa Atarittima, Stadt in der ital. Prob. n.

dem Bez.Grossetto;Bischof,Kathedrale,Schloß, Gym-nasium, Seminar, chem. Fabriken; 5766E>v.(Ge»i.13,052). In derUmgegend heißeQuellen bis 50° k,Die Stadt lag früher im Bereich der Malaria derMa-remmen, ist aber durch Kanalisations-Arbeiten seitLeopold von Toscana davon befreit worden.

Massanaltisc, s. Analyse.

Muffandra, Flecken iin Kreise Jalta des rnss.Gonv. Tanrien, aus der Halbinsel Krim; griechischeKirche; prächtige Weingärten, ansgez. Tabakbau.

MassllNgano, befestigte Stadt in Angola (Isid-westafrika), an der Einmündung des Lucalla in denCoanza,mit wichtiger portugiesischerHandelsfactorei.

Mafsappa, Hauptstadt oder vielmehr Kral desManikalandes (etwa 19° s. Br. u. 50° ö. L., südlichdes Zambesi), in reicher, fruchtbarer Gegend; alterberühmter Handelsplatz.

Massarani, Tnllio, bedeutender ital. Schrift-steller, Dichter und Maler, geb. 1826 in Mantns;erhielt durch seine reichen israelitischen Eltern des.seit deren Übersiedelung nach Mailand eine trefflicheErziehung, widmete sich zuerst dem Rechtsstudium(in Pavia) u. der Volkswirthschaft, trieb dabei aberauch die schönen Wissenschaften n. die Malerei. DieBewegung der Jahre 1848 n. 1849 zog ihn lebhaftin ihre Kreise; nach deren Unterdrückung Lurch dieÖsterreicher flüchtete er nach Paris, wo er 1849 eineFlugschrift: Hnolguss modo nur In äslsnss äs Vs-niss, veröffentlichte; 1850 folgte: I/iäsa, itmlianaatbimvsrso i tsmpi. 1851 durfte er nach Mailandzurnckkehren, entging glücklich durch jeden Mangelan Beweisen ernsteren Folgen seiner Betheiliguiigan der Verschwörung der Mazzinisten, und wandte»un seine pnblicistischs Thätigkeit hauptsächlich demeinflußreichen Journal Lrsprwoulo zu. Hier erschie-nen 1857 neben einer Anzahl gehaltvoller Artikelüber verschiedene Tagesfragen seine von gründlichemStudium zeugende Studie: Lurrco Ilsins sä il mo-vimsnto Isttorario in Osriuania, worin er zuerstu. nachhaltig aus Len deutschen Dichter aufmerksammachte u. ihn sozusagen in Italien entführte. EinerReise inDentschlaud verdanktenseineLandsleute einegediegene Betrachtung in der Zeitschrift idlnova An-tolo^in über die deutsche Kunst der Gegenwart, wieer solche zunächst in München u. 'Nürnberg kennenund benrthcilcn gelernt hatte. Auch politische Aus-beute brachte er heim: in der warm geschriebenenSkizze: Deutschland u. die italienische Frage, Bresl.1859, empfahl er seinen Landsleuten dringend dieVortheile der Pflege freundschaftlicher Beziehungenzwischen Italien n. Deutschland. Die Jahre 1859n. 1860 fanden an ihm einen eifrigen ».umsichtigenKämpen, weshalb er in den Rath der Stadt Mai-