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Masius -
nisbe, Tochter des HasdrubalGisgons Sohn (s.d. 4),verlobte, nahm Theil an den Kämpfen Karthagosgegen Syphax, König von WNumidien, u. daraufgegen die Römer in Spanien, wo er 212 viel zu derNiederlage der Scipionen beitrug. Als in der Folgedie Römer zu siegen begannen, wendete sich auch M.,von dem jüngern P. Scipio gewonnen u. auch vonKarthago dadurch verletzt, daß seine Verlobte Sopho--nisbe dem Syphaxin die Ehe gegeben wurde, ganzdenRömernzu. Inzwischen war seinVater gestorben,
u. M. mußte vorseiucumitSyphaxverbündetcnGeg-nern fliehen. Nachdem er einige Zeit in den Gebir-gen gelebt hatte, kehrte er zurück, nahm sein Reich inBesitz ».verband sich mit Scipio, welcher 204V. Ehr.in Afrika gelandet war; in den Jahren 203 u. 202focht er siegreich gegen Syphax u. die Karthager u.trug so zu der, für die Römer glücklichen Beendigungdes zweiten Punischen Krieges bei. Zur Belohnungerhielt er das Reich des Spphax u. die Anweisung,sich von den Karthagern znrückgcbcn zu lassen, wassie von Numidien an sich gerissen hatten; so nöthigteer 196 u. 182 Las gedemüthigte Karthago zu Ab-tretungen u. hatte bei allen Streitigkeiten niit diesemStaate Rom auf seiner Seite, wo er sein Treibendurch Beschuldigungen der Karthager beschönigte,bis endlich die Karthager, müde seiner Vexationen,die Waffen gegen ihn ergriffen, 150 aber der Machtdes in hohem Alter uoch jugendlich rüstigen M. er-lagen. Das Ende des wegen des Angriffs der Kar-thager nun von den Römern begonnenen drittenPunischen Krieges erlebte M. nicht mehr; er st. 148
v. Ehr. n. hinterließ 3 Söhne, Micipsa, Gulussa u.
Mastanabal, unter welche Scipio das Reich theille.M. war selbst ein gebildeter Mann, Freund vonWissenschaften u. Beförderer des Ackerbaues unterseinemVolke, übrigens aber treulosn. unzuverlässig,während Herrsch- n. Gewinnsucht mit berechnenderKlugheit ihn an Rom fesselte. Eichlioff.
Masins, KarlWilhelmHermann, deutscherPädagog, geb. 7. Jan. 1818 zu Trebnitz bei Bern-burg, studirte in Halle, war Lehrer an verschiedenenSchulen, wurde 18ö4Director der höheren Töchter-schule in Halbcrstadt, 1860 Rector der Realschule zuNeustadt-Dresden u. 1862 Professor der Pädagogikan der Universität Leipzig u. Direktor des dortigenpädagogischen Seminars. Er schr.: Naturstudien(Skizzen aus der Pflanzen-u. Thierwelt), Lpz. 1852,7. A. 1869, 2. BL. 1868; Die Thierwelt, Essen1861, 2. A. 1862; Die Mußestunden, Lpz. 1870,u. Deutscher Wald u. Hain, in Bild und Wort (mitBildern von Fischbach), Münch.1871; gab deutschesLesebuch sür höh.Untcrrichlsanstalten, Halle 1872 ff.,und im Vereine m. A. Die gesammten Naturwissen-schaften, Essen 1856—59, 3 Bde., 2. A. 1860—62,heraus n. redigirt mit Fleckeisen seit 1863 die NeuenJahrbücher sür Philologie und Pädagogik.
Maskat, 1) Reich an der arab. OKüste in derProvinz Oman (s. d.), 1655 nach Vertreibung derPortugiesen gegründet; es umsaßte früher den größ-ten Theil von Oman, einen persischen Küstenstrichin Laristan mit Bender Abbas und den Inseln Hor-mus, Kharak u. Kischm (1867 an Persien zurückge-fallen) u. mehrere Besitzungen ander ostasrikanischcn(Zanzibar-) Küste, zwischen 2° n.Br. und 10° s.Br.,mit den Inseln Pamba, Zanzibar n. Monfia. DerImam von M. ist geistlicher Herrscherin Oman;j
- Maske.
seine weltliche Herrschaft erstreckt sich nur aus dieKüste u. wird durch eine überlegene Flotte bebauv-tet; seine Einkünfte, unter Sapid Said (1804 - 56 ;auf etwa 18—20 Mill. LI geschätzt, bestehen indemTribut der Vasallen u. im Ertrag der Zölle und desHandels. Mitdem TodeSahid Saids(l8.Oct. 1856)wurde das Reich getheilt: die asrikan.Besitzungen er.hieltSaid Medjid (gest. 1870, residirte in Zanzibartdie arab. n. pers.' Said Tsueni, der 1867 von seinemSohne Said Salem ermordet wurde; dieser floh1869 nach Kischm n. nach kurzer Herrschaft des Be-duinenhänptlingsAzran benGhcis kam 1870SahidSaids jüngster Sohn, Said Tnrki, mit englischerHilfe zur Regierung. Das Land ist an den Stelle,,an welchen eine Bewässerung ausführbar ist, außer.'ordentlich fruchtbar und trägt Getreide, Südfrüchte!aller Art, Trauben, Baumwolle und Znckerrobr.Bergbau wird auf Kupfer u. silberhaltiges Bleitrieben. Hauptausfuhrartikel: getrocknete Fische
Haifischflossen, Datteln,Silberfiligranarbeiten,rotherl
Farbstoff, bunte Baumwolleugewcbe und Töpfer-waareu; Einwohnerzahl des Reichs in seinem jetzi-gen Umfang nach R. Brenner: 1,598,000. Haupt-ortc: Bk. und Matarah. 2) Hauptstadt von M.und Residenz des Imam, im Inneren einer kreis-förmigen von hohen Felsen umgebenen Bucht, 56°!18' 30" östlich Paris und 23" 27' 24" nördl. Br.(Geogr. Mittheil. 1869, S. 195), mit ausgezeich-netem natürlichen Hafen. M. ist Hanptstapelplatz fürden Handel mit Kaffe, Weihrauch u. Gewürzen, hataber im letzten Jahrzehnt infolge der fortwährendenUnruhen erheblich an Bedeutung eingebiißt. Werth ider Perlenaussuhr nach England u. Bombay etwa5 Mill. LI, H der Gesammtausbeutc im persischenGolf. Sitz eines engl. Consulats. Die Einwohner-zahl wird von Palgrave (1863) auf 40,000, vonGermain (1868) aus 34,000 u. von Brenner (1810)auf 20,000 geschätzt. Vgl. R. Brenner, M. in Pe>termanns Geogr. Mittheil., 1870, S. 37 u. 60. D«.
Maske (v. arab. masedsrat, d. i. Spott oder!Possenreißer, n. And. von musea, d. i. Hexe), eine!dem Gesicht ähnliche Gesichtsbedecknng von Sammet,Pappe, Leinwand, Wachs rc., die man auch Larvenennt. Häufig wird M. auch für die ganze Perionangewandt. M-n wurden schon bei den Alten, des.aus dem Theater, gebraucht, und Äschylos wendete!sie zuerst an. Die M-n (Prosopa, Prosopeia) be-deckten den ganzen Kopf bis zu den Schultern herabu. halten gewöhnlich einen sehr großen, des lautenTons wegen mit Stangen von Metall oder einemandern tönenden Körper versehenen Mund, man ser-tigte sie zu jener Zeit ans Leder, Holz, auch Rinde;bei den Römern wurden sie erst durch Roicius Gal-lus cingeführt. Die M-n (lat. persona, von porso-nars, hindurchtönen) theilten sich für die verschiede-nen darzustellendcn Charaktere in tragische, komische,Satyr- und orchestrischc M-n; später hatte man fürjeden hervorragenden Charakter eigene M-n; tra-gische und komische wurden später symbolisch sür dieernste n. heitere Gattung des Dramas u. in diesemSiunAttributeMelpomenens u. Thalias. Vgl. Pa-cichelli, Osmasdieris, Neap.1693; Ficoroni(Con-tucci), l>o tarvis sveniois, Rom 1734; Theater-Kalender 1780, Gotha, x. 9—15; Sand, Llasguesei bonkllons, Paris 1860. Jetzt werden M-n ansf dem Theater nur noch bei der tkommseiia cksll' w.ts