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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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Maschinerie

Wissenschaft bes. gelehrt, z. B. Kraft-, Werkzeug-,Zpiimerci-M. rc. Poncelet, 6our.8 äs Aeeanignsapplignve aux maelrinos, 1836; I. A. Schubert,Elemente der M., Dresd. 1842—44, 2Bde.; I. A.Hülsse, Allgemeine Maschincnencyklopädie, 1. u. 2.Bd., Leipz. 1844; Redtenbacher, Resultate für denMaschinenbau, Mannh. 1848; Derselbe, Principiender Mechanik und des Maschinenbaues, ebd. 1852;Mell u. Reuleanx, Constrnctionslehre für den Ma-chmenbau, Braunschw. 1854 n. 1859; Schubert,Aemente der M., Lpz. 1856; Kohl, Elemente derM>, ebd. 1858; Wiebe, Lehre von den einfachenUaschinentheilen, Berl. 1858; v. Reiche, Maschinen-sabrikation, Lpz. 1876; Rühlmann, Allgem. M.,Bramischweig 1862—75, 4 Bde.; Grashof, Theo-retische M., LPZ. 1875. Ki-s-I-r.

Maschinerie, die Gesammthcit mehrerer zueinem Zwecke verbundenen Maschinen.

Maschinga, Stadt im Lande der Marawi, zwi-schen dem Zambesi- u.Njassasee, nordwestl. der por-tugiesischen Niederlassung Tete (OAfrikas; die Ge-gendiskreich an Gold, welches aus unvollkommeneWeise gewonnen wird.

Maschinist(Mar.), s. u. Deckoffizier u. Marine.

Maschinistcn-Abtk>cilunfl, s. n. Marine.

Maschona, 1) Gebirge im Inneren SAfrikas,mit 2000 m hohen Gipfeln, Wasserscheide zwischendem Gebiete des Zambesi und des Limpopo. 2)Bolkssiammim S. des Zambesi, denMakalaka naheverwandt, entnervt, vom Stamme der Matebeleunterworfen n. in Sklaverei geschleppt.

Maschne (Maschova), volkreiche Stadt u. Hanpt-ort des Betschnancnstammes Barolong in SAfrika,imOucllgebietedesLimpopo, unter dem Wendekreisdes Steinbocks.

Mascov, Johann Jakob, deutscher Staats-rechtslehrer und Historiker, geb. 26. Nov. 1689 inDanzig; war Professor der Rechte und Geschichte,Hesrath, Stadtrath u. Proconsnl in Leipzig und st.22.Mai 1761. Er zählte zu den größten Staats-rechtslehrern u. als Historiker wurde er dadurch bes.bedeutend, daß er zuerst anstatt Kaiser- n. Reichs-geschichte eine Geschichte der deutschen Nation gab.Er schr.: Abriß einer vollständigen Historie des Deut-schen Reichs, Lpz. 1722, 6.A. 1763; Geschichte derDeutschen bis zu Anfang der fränkischen Monarchie,ebd. 1726—37, 2. A. 1750, 2 Bde. (die ins Englische,Französische ».Holländische übersetzt wurde); Ist-in-eiM znris pndkiei Rowano-6ermaniei, ebd. 1729,S. A. 1769; Gommsutorii cks Idüdus impsrii iko-wano-Ksrmanioi, 3 Bde., ebd. 1747—53, 2. A.l757; Einleit, zu der Gesch. des Römisch-DeutschenReichs, ebd. 1752. Vgl. I. Voigt, I. I. M. inEhbel, Histor. Zcitschr., Bd. 15. Klcinschmidt.

^srculmum, das männl. Geschlecht, s. denna 2).

Aiascndcran (Masanderan), Prov. in Persien,ungefähr das alte Hyrkanicn, an der SOKüste desKaspischen Sees, zwischen Gilan n. Khorassan, eindurch den Elburs mit dem Schnecgipfel Dcmawcndgebirgiges, waldreiches Land, das sich nach dem Seczu abflacht u. an diesem einen schmalen, fruchtbaren,aber mit wenigen u. unsicheren Anlandungspunkten»ersehenen Küstenstrich bildet; ungefähr 40,000 Hflrmg»»ß. Zahlreiche kleine Flüsse, Pnl-i-Rnd (Grenzegegen Gilan), Babul, Gnrgan u. a., dnrchströmcnes, das durch sein feuchtes ungesundes Klima be-

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l rüchtigt ist. Die Bewohner treiben Ackerbau (Wei-zen, Gerste, Hirse, Hanf, Baumwolle), Obst- undWeinbau, starke Viehzucht (Pferde, Maulthiere, Ka-meelc), Jagd und Fischerei, wenig Industrie; ihreAnzahl wird auf 400,000 geschätzt, bestehend aus denStämmen d.Kodschar,Kodschawend, Modanlu (Kur-denstamm) u. Turkmanen. Hauptstädte sind: Sari,Asterabad u die Handelsstadt Balfrusch. Thi-lemanu.

Masern (Llordilli), ein fieberhafter, meist epi-demisch auftretender Hautausschlag, der bes. Kinderbefällt und in scharf umschriebenen, linsen-großen Flecken besteht, die in ihrer Mitte ein od.mehrere, die Oberfläche etwas überragende n. deut-lich fühlbare Knötchen haben. Selten wird einMensch angetrofsen, der nicht die Masern Über-stunden hätte. Die Krankheit ist eine exquisit an-steckende (contagiösc), das Krankheitsgift ist in derAbsonderung der Angen, der Luftröhrenschleimhautund in dem Inhalts der Masernknötchen enthalten.Das Jncubationsstadimil dauert durchschnittlich 12Tage; dann beginnen die Vorläufer: mäßiges Fie-ber, Niesen, Thränen u. Lichtscheu der Angen, rau-her, bränncähnlicher Husten. Nach 3 -4 Tagen ver-breitet sich unter vermehrtem Fieber der Ansschlag(Eruptionsstadinm) vom Gesicht aus innerhalb 24bis 36 Stunden über den Körper; er steht nun24 Stunden (Floritionsstadinm), dann erblaßt erunter Abnahme des Fiebers u. die Haut fängt an,sich klcinförmig abznschnppen (Desgnamationssta-dimn). Nach 3—4 Wochen ist auch die Abschuppungzu Ende und der Kranke wieder völlig gesund. Ab-weichungen von diesem normalen Verlaufe könnenin der Form des Ausschlages bestehen: so beobachtetman bisweilen als Exanthem eine Menge Bläschen(^1. vesieukosi) oder punktförmige Blntanstritte indie Mcknötchcn (hämorrhagische M.); ferner kanndie M-intoxication sehr stark sein n. dem Krankheits-znstandc eine großeUhnlichkeit mitTyphns od.Hirn-cntzündnng oder Ruhr verleihen; oder endlich, esgesellen sich Bräune oder Lungenentzündung hinzun. gerade diese Fälle sind es, in denen es infolge derBlntanhäufung in den Lungen zu einem Erblassendes Exanthems (Znrücktreten der M.) kommt. AlsNachkrankheit der M. beobachtet man nicht seltenLungenschwindsucht. Die Behandlung der gewöhn-lichen M-fälle ist sehr einfach. Die kranken Kinderwerden in eine mäßig verdunkelte und etwa 14 bis15° R. temperirte Schlaskammer gebracht, müssendas Bett hüten, ohne daß man sie übermäßig zn-dcckt, und bekommen stnbenwarmes Wasser zu trin-ken und leichte Suppen zu essen. Durch vorsichtigeLüstnngwerdefürrcineLnft imSchlafzimmcr gesorgt.Das Kind muß so lange im Bett bleiben, bis dasFieber u. der Ausschlag verschwunden ist. Man läßtes wieder an die freie Luft, wenn auch die Abschupp-ung vollendet ist. Die Erschwerungen dc§ Verlaufserfordern selbstverständlich bes. Maßnahmen. Kunze.

Masern (Maserwnchs), verschlungener Verlaufder Holzfasern, durch massenhaft angesetzte Adven-tivknospen oder äußere Verletzungen veranlaßt, bes.bei Pappeln, Ulmen, Erlen, Birken, Ahorn vor-kommend. Das Maserholz wird zu Dosen, stock-knöpscn rc., auch zu eingelegten Arbeiten verwendet.

Masinifsa(Massinissas, Sohn des Gnla, Königsder Massylier in Ostnumidien, geb. um 238 v. Chr.,wurde in Karthago erzogen, wo er sich mit Sopho-