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Maryport —
als Freistaat u. trat 1788 zur Amerikanischen Union, sDie ursprünglich streng conservativs Berfassuug von1851 ist infolge mehrfacher Modificatiouen, zuletztSept. 1867, eine rein demokratische geworden. ImSecessionskriege stand M. auf Seite der Nord-Maten. 2) Eine 1834 von NAmerikanern gegrün-dete Negerrepublik an der Zahnküste in WGuineaMika, am Cap Palmas), östl. bis zum St. Andreas-stuß reichend. Die Macht des Staates reichte aucheine Strecke weit in das waldreiche Innere. 1857vereinigte sich die Republik mit Liberia (s.d.). Das .Land prodncirt Palmöl u.Holz; die Bewohner (Ne-ger, Weiße sind nicht geduldet) sind faul. Die Küsteist wegen der heftigen Brandung schwer erreichbar.
1) Schroot. 2) Dronle.
Maryport, Stadt in der engl. Grafschaft Cum.berland, an der Mündung der Ellen ins IrischeMeer, Eisenbahnstation; Lateinische Schule, Hand-werker-Institut ; Eisenfabriken, Fabrikation von Blei-stiften, Baumwollenweberei, Schiffbau, künstlicherHasen, Mühlen; 1871: 7443 Ew.
Marysville, Sitz des Duba County im nord-amerikan. Unionsstaat Californien, am Einstuß desMba in den schiffbaren Feather und an einer Ab-zweigung der Union Pacistcbahn; bedeutende indust-rielle Thätigkeit; 4738 Ew.; 1849 gegründet.
März, der dritte Monat des Jahres, früher (inEngland bis anfangs des 17.Jahrh.) der erste, hatSl Tage. In ihn fällt die eine Nachtgleiche od. Früh-lingsanfang der nördl. Erdhemisphäre, den 21 ., od.auch den 20 ., selten (in den letzten Schaltjahren- eines Jahrhunderts) den 19.; auch schließt mit ihm!
! das erste (natürl.) Quartal des Jahres. Den Namen! hat er vom Mars, welchem er bei den Römern alserster Monat ihres früheren Jahres gewidmet war.
Märzbecher (Märzblume, großes Schneeglöck-chen) ist I-suscüum vsrnum.
Märzfcld (Llartüus eumpus), die alljährlichegroße Versammlung der Franken am 1 . März, wodem König von dem Volke Geschenke dargebracht,das Heer gemustert und andere wichtige Reichsge-schäfte abgemacht wurden. Später wurde die Ver-sammlung auf den 1 . Mai verlegt u. daher Maifeld.Vgl. Waitz, Deutsche Verfassungsgeschichte, 2. Bd.,2. A. Kiel 1870; Ahrens, Uber Namen u. Zeit desLamxus marbius der alten Franken, Berl. 1872.
Masaccio, Guidi ToINmaso, berühmter Ma-ler, geb.21.Dec.1402 (nach Lübke 1401) im Floren-tinischen; Schüler des Masolino; malte schon jung inRom eine Passion Christi u. Sceuen aus dem Leben derheil.Katharina vonAlcxandria. 'Nach Florenz gekom-men, ließ er sich 1421 in die Rolle der Ärzte u.Apo«thbkereintragen, blieb aber seiner Kunst treu u.wurde1423 in die Malerzunst zum Heil. Lucas ausgenom-men. Sein Hauptwerk war die malerische Aus-; schmückung der Kapelle de Brancacci in der Kirche) 6 ta. Maria delCarmine, die Geschichte des heiligen^ Petrus, die durch Filippino Lippi vollendet wurde.Mit ihm beginnt eine neue Epoche in der Florenti-nischen Schule, die Darstellung der Menschengestaltum ihrer eigenen Schönheit willen; auch in der Dra-pirung führte er einen neuen Stil ein u. zugleich um-gab er die handelnden Hauptfiguren mit lebendigenZuschauergruppen. Er st. 1443 (nach Lübke 1428)ui Florenz. L.
Masada, Felsenfestung in Judäa, unfern dem
Mascalucia.
s Todten Meere u. Jerusalem; von Jonathan Mak-kabäus erbaut und von Herodes dem Großen stärkerbefestigt, bot sie den Juden eine krästigeStütze gegendie Römer, bis endlich nach Eroberung Jerusalemsdurch Titus die Besatzung, von der Noth gedrängt,sich den Tod gab u. M. fiel; jetzt Ruine Sebbe.
Btasai, Negervolk im Innern SAsrikas, auf demHochlande westl. u. nordwestl. vom Kilima-Ndscharo(OAfrika). Sie sind gefürchtete Räuber, nomadisi-ren und. haben patriarchalische Einrichtungen; siesollen wie die ihnen benachbarten Wakuafi semiti-schen Stammes sein.
Masalguibir, s. Mers-el-Kebir.
Masandcran, so v. w. Masenderan.
Masaniello (eigentlich Tommaso sThomassAnicllo), aus Amalfi stammend, geb. 1620, Fisch- u.Obsthändler in Neapel, machte er sich, da seine Frauselbst durch dieZollbchörden gekränkt war, erbittert,bei einem Aufruhr gegen die Spanier wegen zuschwerer Steuern aus Getreide und Früchte 7. Juli1647 zum Führer, stürmte das Steueramt, ver-brannte die Zollhlltten und viele Häuser, öffnete dieGefängnisse, erlangte vom Vicekönig Abschaffungder Steuern auf Lebensmittel mHerstellung der vonKarl V. früher erlheilten Privilegien und war nunHerr und Dictator, während der Vicekönig Duca delos Arcos nach Castel nnovo flüchtete. Als abernach Erthcilung der Privilegien M. mit dem Bice-könig über die weitere Ausführung in Unterhand-lung getreten war, ließ er sich, nun Oaxltauo Aeno-rals äsl poxolo genannt, bereden, zu einer zweiten! Zusammenkunft in glänzender Kleidung zu erscheinenund ward dadurch dem Volke, dem et erklärt, daß erarm, wie er geboren, auch arm bleiben wolle, ver-dächtig, zumal er das Volk zum Rufe: Es lebe derKönig von Spanien, aufforderte, sich sogar zu Ge-waltrhätigkeiten Hinreißen ließ, welche Sinnesver-wirrung verriethen. Der Vicekönig beschloß dahermit dem Cardinal-Erzbischof M-s Beseitigung undließ 16. Juli, 9 Tage nach seiner Erhebung, Lurchvier in der Carmelitenkirche versteckte Schützen denMann erschießen, der bisher das Volk mit einembloßen Winke geleitet; dem Getödteten wurde derKopf abgehauen u. sein Leib durch die Straßen ge-schleift, Tags darauf aber ihm von dem reuigenVolke ein großartiges Tvdtensest gefeiert u.die Leichein der Kirche del Carmine beigesetzt. Vgl. Saave-dra Herzog von Rivas, lusurrsocüon äs dsg-xoli en1647, 2 Bde., Madr. 1849. Auber hat den Stoff zuder Oper: Die Stumme von Portici benutzt. Lagai.
Mas a Tierra, s. San Juan 9).
Masawamba (od. Mazawamba), Hauptort imLande der Masft im Inneren SAfrikas(l2Z° s. Br.),nördl. vom Zambest, westl. vom Njaffasee.
Masaya, Stadt im Dep. Granada der central-amerikan. Republik Nicaragua, am Vulkan u. Seegleichen Namens; bedeutende Industrie in Hüten,Hängematten, Tauwerk, Sätteln rc., starker Tabak-bau; 18,000 Ew.
Mascali, Ort in der ital. Prov. Catania (Si-cilien)amMeer; Eisenbahnstat.,Hasen,Fischerei,Ge-treidehandcl, L-alzgewinnung, Weinbau; 5047 Ew.
Mascalucia, Ort in der ital. Prov. u. dem Bez.Catania, in der Regione colta des Ätna; wurde1669 durch einen Lavastrom, 1818 durch Erdbebenfast ganz zerstört; 2847 Ew. (Gem. 3071).