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St. Mary — Maryland.
2. A. 1873. Dgl. Communismns u. Socialismns.3) Friedrich, geb. Ende 1830 zu Steinfeld inOb er-Körnchen; besuchte das Gymnasium zu Lai-bach, that sich als 18jähriger Jüngling schon alsSprecher bei Volksversammlungen hervor, trat1849insRegimcntProhasca und ging mit demselben nachPiacenza, wurde Offizier, lernte v.Marsano kennen,der ihm mitRath bei seinem poetischen Schaffen zurSeite stand. Als Oberlientcnant zur GenSdarmerieund nach Gmunden versetzt, fühlte er sich durch diegroßartige Umgebung zu poetischen Schöpfungen ge-drängt, wie er anderseits während seiner Dienstzeitin Wien durch den Besuch des Hosburgthcaters zudramatischen Dichtungen angeregt wurde. L>eit1861lebte er, zum Hauptmanu avancirt, einige Jahre inGraz privatisireud, seinem Dichtcrbernfe u. erschie-nen von ihm Gedichte: Gemüth n. Welt, Wien 1802;das mit durchschlagendem Erfolge aufgcführte DramaOlympias, Wien 1863, Lpz. 1870. Im Kriege von1866 wieder in activcm Dienste, nahm er nach derSchlacht von Königgrätz seinen Abschied u. lebte seit-dem in Graz seiner poetischen Muse. Er schr. noch:Alcssandro Proerio, Lebensbild mit lyrischem An-hang, Graz 1868; Jakobäa vonBayern, Schauspiel,Lpz. 1869; König Nal, dramat. Gedicht nach demItalien, des Angela de Gubernatis, Hamb. 1870.
i) Siebenrock. 2) Schroot. 3) Deher.
St« Mary, die bedeutendste der Scilly-Jnseln,zur engl. Grafschaft Cornwall gehörig, mit 1532Ew. Hauptort ist Hughtowu.
St. Mary-Bathurst od. St. Mary-Gambia,
s. Ste. Marie 1).
Mary-Lafon, Jean Bernard, franz. Dichterund Historiker, geb. 26. Mai 1812 in La Franxaise(Tarn-et-Garonne); kam nach vollendeten Studien1830 nach Paris und begann hier sich literarischenArbeiten zu widmen. Er machte sich zuerst mit sei-nen Arbeiten für die I-'runes litsrnirs u. das lour-nal äs l'Institnt Inslorigus bekannt, ließ Gedichteerscheinen, den Roman I-n falls roz-nlists, 1836,2 Bde., denen daun eine Reihe historischer Arbeitenfolgte: I'ndlonu lüstor. et comparatik äs 1a Inngnspnrlso änns 1s miär äs ln Uranos, 1841; Ilisboiispoliiigns, rellAisnss st littvrairs äu miäi äs laKranes, 1841—44, 4 Bde.; Rums aneienns stmoäsrne, 1852—54; Iw marsolral äslliolrslisn stinaäams äs 8ts. Vinosnt. 1862, später unter demTitel: I-es äsrnisros armes äs Itiolislisu, 1865;I-s. Uranos aneienns st moäsrne, 1864; er arbei-tete an dem Werke: Illozwn äxs st 1a Rsnaissanosu. an der Wstoirs äss villss äs Uranos mit undschrieb auch Dramen, sowie Feuilletons rc. Seiteiner Reihe von Jahren ist er Conservator derBibliothek in Montauban. Lagat.
Maryland, I) einer der nordamcrikan. Unions-staaten, grenzt an die Staaten Virginia, Pcnnsyl-vanieu und Delaware und den Atlantischen Ocean;28,812^km(523,2^I>M) mit(1870) 780,894 Ew.,darunter 175,391 Farbige. Der größte Theil desStaates gehört dem Atlantischen Küstengebiet an;die Chesapeake-Bai durchschneidet das Gebiet vonS. gegen N. und theilt es in zwei Theile, in dieEastern Shore u. die Western Shore. Die erstereist durchgängig eben u. niedrig, an vielen Stellenmit stehendem Gewässer bedeckt u. daher namentlichim Sommer ungesund, der östl. Theil der letzteren
ebenfalls eben u. nur im W. gebirgig. Flüsse: Po-tomac River (Grenzfluß gegen W.), SusquehannaPatuxent, Patapsco, Elk, Chester, Choptank, Nantncoke n. Pocomoke Rivers. Das Klima nähen sichschon dem der sndl. Staaten; die mittlere Jahres-temperatur beträgt -s- 12" H.; die Nistzerungen imO. sind sehr ungesund. Der Boden ist fast durch-gchends sehr fruchtbar und bes. geeignet für Mais-Obst- (bcs. Pfirsich-) n. Tabakbau, im W. gibt esauch noch große Waldungen u. reiches Weideland,daher starke Viehzucht; hier kommt auch Eisen, Ku-pfer vor, sowie Steinkohlen. Von dem Areal be-stehen 41°/„ aus cnltivirtem Land, 20°/„ aus Wald.Der Gesammtwerth der Bodenproducte belief sich1872 ans 20 , 2 Will. Doll., derjenige des Viehstandesauf 18,«, der industriellen Erzeugnisse auf 76,, unddes Bergbaues ans 3,« Milk. Doll. Ein bedeutenderErwcrbszwcig ist auch die Fischerei in der Chesapeake-Bai. Obenan aber steht der Handel, der sich inBaltimore (s. d.) concentrirt. Die hafenreiche Che.sapcake-Bai mit ihren bis auf bedeutende Streckenfür Seeschiffe fahrbaren Flußmündungen und einwohlorganisirtes Eisenbahnnetz, das 1875 schon2936 kein umfaßte, sind seine Träger und gewähr-leisten die großartigste Weitcrcntwickclung. Ein-theilnng in22Counties. Hauptstadt: Annapolis;die größte n. wichtigste Stadt des Staates istBalti.more. Ve-rfassnng: An der Spitze der Exekutiv-gewalt steht ein auf vier Jahrevom Volke gewählterGouverneur. Seine Gewalt ist sehr beschränkt. DieGesetzgebende Gewalt ruht in den Händen einerOsnsral.Vsssmbl/, welche aus einem Senat von 2öMitgliedern auf vier u. einem Repräsentantenhaus!von 85 Mitgliedern ans zwei Jahre besteht. AeBefugnisse der Assembly sind durch die Constitutionschr beschränkt; sic versammelt sich im Januar allerzwei Jahre iuAnnapolis, kann aber auch zu anderenZeiten vom Gouverneur einberufen werden. M.sendet zum Cougreß nach Washington 2 Senatorenu. 6 Repräsentanten. Für Rechtspflege besteht einAppellalionsgericht und eine Anzahl Countiesge-richte rc.; sämmtliche Richter müssen Rechtsgelehrtesein und werden vom Volke gewählt. Die Staats-schuld betrug 30. Scpt. 1375 noch 11,373,00vDoll.(gegen 13,317,OOOin 1870). Religion: RömischeKatholiken, Methodisten und Episcopale bilden dieMehrzahl. Uuterricht n. öffentliche Bildung: M. be-sitzt an höheren Unterrichtsanstalten eine Universitätmit vier Facultätcn, 26 höhere Unterrichtsanstalteu n.eine entsprechende Anzahl Colleges n. Volksschulen.
M. wurde 1584 von Sir Walter Raleigh entdeckt,wurde aber 1632 von Karl I. von England anCeciljCalvert Lord Baltimore verliehen u. von diesem zu §Ehren der Gemahlin Karls I., Henriette Marie.Tochter Heinrichs IV. von Frankreich, M. genannt1633 wurden die erstenColonisten dahin abgcsandt;die Indianer traten ihnen ihre Stadt ab, welche derGouverneur LeonardCalvert(Brudcr CecilCalvertsst28. März 1634 in Besitz nahm und Sta. Marianannte, mit der Bestimmung, daß sie, ohne jedoch
andere neligionsparteieu anszuschließen, den damals
verfolgten Katholiken als Asyl diene. Die Regierungwurde nach dem Muster der englischen eingerichtet.Die Constitution, welche M. 1650 erhalten hatte,verlor es 1692 wieder n. kam unmittelbar unter dieenglische Krone. 1776 gab sich M. eine Verfassung