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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Marumkraut — Marx.

größeres M. nach den Schriften des Florus u. Addo/ nähme des Islam. Von 1818 datirt der Vertrag mitErzbischof zu Vienne, hcrausg. von Jak. Mosander,! den Briten. Die schlechte Verwaltung des 1873 gestor-Köln 1589. In Deutschland verfaßten Martyrolo-sbenenFürstenhatteeinedrohendeGährungzurFolge,

gie» Hrabanus und Notker. Noch später erschienenMartyrologien einzelner Völker und Städte. Dasrömische von Baronius 1586 edirte M. behandeltHeilige aller Länder, heißt deshalb das iil. univer-sale u. erschien in vermehrter Auflage von HeribertRosweid. Ein anderes M., von den Ciflercienserndurchgesehen, erschien Rom 1733 n. 1748.

Marumkraut, Katzenkraut, s. Isuorinm.

Marungu, eine Landschaft am SWllfer desTanganjikasees und dessen südlicher Fortsetzung, desLuwembasees, an den Abhängen des waldreichenMuschingagebirgcs.

Marvejols, Stadt u. Hauptort in dem 10Kan-tone n. 78 Gemeinden mit 51,039 Ew. umfassendengleichnam. Arr. des franz. Dep. Lozere, am Colagne,Gerichtshof erster Instanz :c., Conunnnal-College,geistliche Schule, Departcmentsgefängnist, Ackerban-kammer, Fabrikation von Tuch, Serge und anderenWolleuzengen, von Hüten, Lichten rc., Wollenspin-nerei, Färberei, Gerberei, 10 Jahrmärkte; (1872)1522 Ew. (Gern. 4734). — M. wurde den Protestanten 1586 entrissen n. zerstört.

Marwar, 1) (2l. Asssnex) Agentnrbczirk deruido-brit. Prov. Nadschpntana, dem die Vasallen-staaten M., Dschessalmir, Mnllani n. Godwar ein-verleibt sind; 6895 sUsicru mit (1871) 316,032 Ew.2) (Auch Dschodpnr genannt), ein tributärer Staatdarin, westl. des Aravalli-Gebirges, mitMnllanau.Godwar 93,000 Hjkm n. etwa 2 Mill. Menschen, vondem in das Ran von Katsch fließenden Loni in zweiHälften getheilt, von denen die sndöstl. fruchtbar, diewestl. aber, an die Wüste von Sindh grenzend, meistSandwüsteist. DasKlima istim Sommer sehrheiß, imMuter aber kühl ».windig ».selbst starke Fröste nichtselten; der westl. Thcil des Landes meist trocken u. ge-sund. Salz ist ein Hauptprodnct des Landes n. wird ingroßen Massen bes. am Sambhar-See gewonnen;i» den Gebirgszügen im S. u. O. des Landes gibtes noch nnansgebeutcte Blei-, Eisen-, Kupfer- undSilberminen, doch werden diese Schätze nicht ausge-beutet; daneben wird weißer Marmor bei Mukranagebrochen und Baumwolle, Getreide in den gut be-wässerten Districten am Fuße derAravallikette reich-lich gebaut; außerdem dienen Herden von Rindern,Werden u. Kamelen zum Unterhalt. Die Industriebeschränkt sich auf grobe Banmwollenwaaren für deninneren Bedarf, auf Waffenfabrikation, auf Elfen-beinarbeiten, Leder- und Glaswaaren, besonders inDschodpnr undNagor. Die Bevölkerung besteht ausDjchat, Mina, Dschaina und aus Radschputen alsder herrschenden Kaste. Alle Klassen der Bevölker-ung sind dem Opinmranchcn ergeben. Das Ver-brennen der Wittwen war früher in M. sehr ge-wöhnlich n. ist in neuester Zeit abgeschafft worden.Gesprochen wird das Marwari, ein Dialekt desHindi. Hauptstadt ist Dschodpnr (s. d.). Als Be-gründer der Dynastie, deren Fürsten den Titel Ma-haradscha führen, giltSivadschi (um 1212 ), dcrSohndes letzten Hindnkönigs von Kanodsch; 1159 wurdedie Residenz von Mnndor nach Dschodpnr verlegt.Um 1569 unterwarf sichAkbar die Fürsten vonM.;1680 machte Anrengzeyb einen Einsall, zerstörte dieHinduteinpel und zwang viele Radschputen zur An

Vierers Universal-Conversations-Lerikon. 6. Ausl. XII. Band.

die indessen durch vernünftige Regiernngsmaßregelnseines Nachfolgers bald wieder gestillt wurde. Th.

Marx, 1) Adolf Bernhard, ausgezeichneterMnsiktheoretiker u. Componist, geb. 15. Mai 1799zu Halle; lernte Generalbaß bei Türk; studirte Ju-risprudenz u. wurde Referendar in Naumburg; gingnach Berlin und verließ die juristische Laufbahn zuGunsten der Musik, deren Studium er bei Zeltersortsetzte. Er gründete 1824 die Berliner Musikzeit-ung, erhielt 1827 von der Universität Marburg dasDoctordiplom, wurde 1830 Professor der Musik ander Universität in Berlin u. 1832Musikdirector desUniversitätschors. M. war ein Mitgrllnder desSternschen Conservatoriums, von dem er sich 1856zurllckzog; er st. 17. Mai 1866 zu Berlin. M. gabviele classischeCompositionen, bes. vonBach ».Han-del , heraus u. componirte Chorgesänge, Lieder, 2Oratorien, Cantaten, Symphonien, eine Musik zuJery u.Bätely, zum Melodram: Die Rache wartet rc.Großen Werth besitzen seine schriftstellerischen Arbei-ten, wie: Die Kunst des Gesanges, Berl. 1826;Über Malerei in der Tonkunst, ebd. 1828; Über dieGeltung Händelscher Sologesänge für unsere Zeit,ebd. 1829; Allg. Mnsiklehrc, Lpz. 1839, 9. A. 1875;Lehre von der musikal.Composition,4Bde., Lpz. 1837bis 1845 (oft wieder aufgelegt); Die alte Musiklehreim Streite mit unserer Zeit, Lpz. 1841; Die Musikdes 19. Jahrh., ebd. 1855: Beethovens Leben undWirken, Berl. 1858 n. 1859, 3. A. Berl. 1875, 2Bde.; Gluck u. die Oper, ebd. 1862; Anleitung zumVortrag Beethoveuscher Klavierwerke, Berl. 1863,2. A. 1875; Erinnerungen aus meinem Leben, ebd.1865; Ideal u. Gegenwart, Jena 1867; außerdemviele Artikel in verschiedenen Werken u. Zeitungen.2) Karl, Politiker u. Socialist, geb. 2. Mai 1818in Trier; studirte in Berlin die Rechte, warf sichaber später auf Philosophie, Nationalökonomie undGeschichte n. betheiligte sich 1841 an der RheinischenZeitung, nach deren Unterdrückung er 1843 nachParis ging, wo er mir A. Rüge die Deutsch-franz.Jahrbücher u. mit Heine den Vorwärts herausgab.1845 aus den Antrag der preuß. Regierung ausge-wiesen , wandte er sich nach Brüssel, wo er an dieSpitze einer internationalen Gesellschaft der Demo-kratie trat. 1848 auch von hier verwiesen, kehrte ernach der Februarrevolution nach Paris zurück undging bei Ansbruch der Revolution nach Köln, wo erdie Neue Rheinische Zeitung gründete, die jedoch1849 unterdrückt wurde. M. ging nun zunächst nachParis, von dort aber wieder ausgewiescn, nach Lon-don, wo erl866dieJnternationalcArbeiterassociation(s.d.) gründete, deren unbestrittener Leiter er bis 1870war. Seitdem setzte sich Bakuuin mit ihm in Opposi-tion u. veranlaßt eine Spaltung der Vereinigung, sodaß M. auf dem Haager Congrcß im Scpt. 1 872 nichtwieder in den Gcncralrath gewählt wurde. Er sehr,n.a.: iilivvrs lls lalUiilosopius, röpouss st In ?Iii-losoplris llv I-r inisors pur blr. lU'onällou, Brüss.1847; Manifest der communistischen Partei (mitFr.Engels),Loud. 1848; Der l8.Brnmaire Louis Bo-napartes, Bost.,1852, n. A. Hamb. 1869; Zur Kritikder politischen Ökonomie, Berl. 1859; Das Capital' (Kritik der polit. Ökonomie), Hamb. 1867, 1. Bd.,

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