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Lykvrta? — Lymphatisches System.
daher sein Beiname Lykoreus. Jetzt nur Ruinenbei Lialura.
Lykortas, ans Megalopolis, treuer Gehilfe desPhilopömcn (s. d.) u. Anführer der achäischen Rci-terei; wurde mit diesem nach Nom gesendet, dannnach Ägypten, um mit dem König das Bündniß zuerneuern. Nachdem jener von den abtrünnigenMesseniern gefangen n. gctödlct worden war, wurdeL. 183 v. Chr. Feldherr des Achäischen Bundes; ernöthigte zwar Messenien n. Sparta, sich dem Bundewieder anznschließcn, allein die Uneinigkeit der Bnn-desgliedcr schwächte die Macht des Bundes und ervermochte nicht, Len Verfall desselben anfznhaltcn.Er war der Batcr dcS Historikers Polybios. Eichhoff.
Lykos (a. Gcogr.), 1) (Zabatos),-Nebenfluß desTigris in Assyrien; jetzt der Große Zab; 2 ) bedeu-tender Nebenfluß des Mäander in Großphrygien;verschwand bei Äolossä unter der Erde n. kam erstnach 5 Stadien wieder znm Vorschein; jetzt Tschn-kur-Su.
Lykos (griech.), Wolf.
Lykos, 4) L., Sohn des Hyricns, bemächtigtesich, während Herakles die 12 Arbeiten verrichteteder Herrschaft über Theben, und stellte der Mcgara,Gemahlin des Herakles, nach, weshalb dieser ihnspäter tödtcte. 2 ) L., Sohn Pandions II., ging,von seinem Bruder Ägens ans Athen vertrieben, zuSarpedon nach dem Lande der Milyer n. gab dem-selben den Namen Lykien. Er soll mit anderen vonden Nymphen die Sehergabe erhalten, den Dienstder Demeter geordnet u. zu Mcsscnc den Dienst derDemeter n. Persephone cingefnhrt haben, gilt alsStammvater derLykomidcn, eines Priestergeschlechtsder Attischen Mysterien. Eichhoff.
Lyknrgos, 1) L., spartan. Heraklide ans demHanse der Prokliden, lebte nach der herkömmlichenAnnahme um 880 (seine Wirksamkeit ist wol eherzwischen 830 n. 776 v. Chr. zu setzen) u. war Vor-mund seines Neffen Charilaos, mußte aber nach derTraditionwegcnBerlenmdnngdcrköniglichenWittwesein Vaterland verlassen. Er reiste nach Kreta, woer die dort giltigcn Staatsordnungen studirt habensoll, und dann nach Klcinasien, woher er angeblichHomers Gesänge nach Griechenland brachte. NachSparta zurückgernfen u. mit der Umgestaltung derVerfassung beauftragt, unterzog er sich, nachdem erdie Billigung dazu vom Delphischen Orakel einge-holt hatte, diesem Geschäft mit glücklichem Erfolge;über Liese Verfassung (Lyknrgische Gesetzgebung s.unter Lakonika, Ant.). Außerdem verband er sich mitKönig Jphitos von Elis zu gemcinschaftl. Begehungder olymp. Spiele. L. starb im Auslande (in Elis od.auf Kreta). In Sparta wurde ihm ein Heiligthnmerrichtet. 2 ) L., aus Athen, einer der 10 attischenRedner, geb.nm 596 V. Chr., Gesinnungsgenosse desDemosthenes, trat wie dieser gegen König Philippos'Pläne auf; bekleidete mehrere Magistratsämter, na-mentlich war er 12 Jahre lang (311—329) Staats-schatzmeister, welches Amt er mit Uneigennützigkeitu. zu großer Zufriedenheit des Volkes jührte (vieleAnlagen in der Stadt u. den Häfen sind sein Werk),u. war Alexanders d. Gr. standhafter Gegner. Erstarb wahrscheinlich 328. Uebrig ist von seinen (15)Reden eine dem Inhalt nach vortreffliche gegen denLeokrates (welcher nach der Schlacht bei Chäroneasein Vaterland verlassen hatte), in der Reiskeschen,
Vckkerschen n. anderen Sammlungen der griechischemRedner; einzeln herausgcg. von Mclanchthon, Mit-tenbcrg 1515; zuletzt von Nicolai (Berl. 1875) undRchdantz, Lpz. 1876; Fragmente der übrigen ae..sammelt von Kießling, Halle 1817. YHerpbcrz. LMch.
Lyknrgos, Logothetis, griech. Freiheitskäm-pfer, gcb. 1772 ans Samos; war, in Consta,itino-pcl gebildet, Secretär des Fürsten Constantin Zp-silanti, dann unter dem Fürsten Alexander SntzosSchatzmeister u. Kanzler in der Walachei. Wegenoffener Bekämpfung der türkischen Herrschaft ausSanioS bei seiner Rückkehr dahin verhaftet und alsHochverräther eingekcrkert, wandcrte er, nach zweiJahren begnadigt, nach Smyrna ans, stellte sichaber im Frühjahr 1821 an die Spitze des Aufstan-des gegen die Türken, unternahm 1822 eine Expe-dition nach Chios, vcrthcidigtc 1821—26 auf La-mos, als Civil- u. Militärgonvernenr mit diclalo-rischer Gewalt bekleidet, diese Insel siegreich gegenalle Angriffe der Türken n. ries, als SanwS durchdas Protokoll vom 3. Febr. 1830 vom KönigreichGriechenland ausgeschlossen war, aufs neue einenAnfstand hervor; als die darauf folgende» Unter-handlungen zu keinem befriedigenden Resultate führ-ten, kehrte er 1831 nach Griechenland zurück, woer Generallientenant n. Senator wurde und 2. Mai1851 starb. Lag-!.
Lyme Negis, Stadt in der engl.GrafschastDor-set, am Kanal (La Manche); kleiner Hafen, besuchtes Seebad, Handel; 1871: 2603 Ew. — L., dasschon im 13-Jahrh. zur Stadt erhoben wurde, warfrüher ein bedeutenderer Ort.
Lymington, Stadtin der cngl.GrafschaftHamv-shirc (Southampton oder Hants), an der Mündungdes glcichnam. Flüßchens in den Solcut, Eisenbahn-station; Seebad, Hafen, bedeutende Salzwerke;1871: 4295 Ew.
Lymphabsccy, ältere Bezeichnung für eine Artkalter Avsccssc, bei welcher man einen Zusammen-hang mit den Lymphgefäßen annahm.
Lhmphadcnltis n. Lymphangektis (griech.),so v. w. Lymphdrüsen- und Lymphgefäßen!-zündnng.
bvmpbsli (lat.), so v. w. Nympholcpti, s. unterNymphie u. Weissagung.
Lymphatisches System (8;-stoma iMpImti-onm,l?iexns vasorum J uipiintieorum), ein Systemvon Gefäßen (Röhren) n. cigcnthümlichcn drüsigenApparaten, durch die die Gefäße gehen, das dazubestimmt ist, die im Körpcrparenchyin vorhandenenFlüssigkeiten in sich anfznnchmen u. dem Blutsiromznzuführen. Insofern ist dieses System ein Kom-plement des Gefäßsystems, als es cinenTheilderEr-nährnngsfllljsigkciten, der aus den Capillarcn beimKreislauf ausgetreten ist, in die Blnlbahn zurlick-bringt. Die in der Darinwand vorhandenen Lymph-gefäße erfüllen aber noch einen anderen Zweck; swnehmen die beim Verdanungsact in das Parenchymder Darnizotlcn reforbirte Flüssigkeit (Chylns) in sichauf u. führen sie dem Blntstrom zu; deshalb nenntman sie auch Chylnsgefäßc. Die Anfänge der Lymph-gefäße verlieren sich als zartes, engmaschiges Netz m!denGewcbcn,daS wie die Capillarcn nur eine äußerst! dünne structnrlosc Membran mit cingestrcnten Ker-nen besitzt. Ob dieses Netz allseitig geschlossen ist,(oder ob eS durch Öffnungen mit Lücken im Gewebe