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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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London.

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gezeichnete literarische Verdienste u. unterhält Ber-'bindunz mit Gelehrten des In- n. Auslandes; diestovai Institution, 1800 unter dem PatronatsGeorgs III. gestiftet, sucht Wissenschaft u. Aufklär-^lmg, bes. in Mechanik u. Naturkunde, zu verbrcitenIhat Laboratorium, Bibliothek, Theater für Vorstell-1migen u. Leseziuuucr. Für einzelne Fächer wirken'die Zoologische Gesellschaft, die Linneische Gesellschaftfür Botanik und Mineralogie, gestiftet von Brnth,^gibt eine fortlaufende Schrift über ihre Forschungenheraus; die Gartenbangesellschaft, seit 1730, derAckerbanvcrein (Uoarck vl an-rimiiturs), die Mine-ralogische Gesellschaft, die für Geologie, die für Phy-sik, die für Chemie, die Astronomische, die Meteoro-logische Gesellschaft, das Collegium der Ärzte, dasCollegium der Wundärzte, die Mcdicinischc Gesell-schaft mit Bibliothek, die Mcdicinisch-botanische(hältVorlesungen und macht Experimente), die Medi-ciilisch-chirurgische, die Hnntersche Gesellschaft, diePhrenologische, die Philosophische, welche sich mitPhysik beschäftigt, die für Apotheker (zugleich fürAckerbau), die Mathc»ialische, die Königliche Geo-graphische Gesellschaft, die königliche Asiatische Ge-sellschaft, die zur Untersuchung von Afrika (lägt zudiesem Zwecke reisen), die Palästina-Gesellschaft, zurUntersuchung Syriens behufs Bibelerklärnng, dieÄgyptische Gesellschaft, zur Erklärung der Hiero-glyphen; ShakespearescheGesetlschaft, seitl84l. ESgibt ferner mehrere Literarische und Belletri-stische Vereine, von denen viele auch mit Vorles-ungen n. mit gemeinnützigen Zwecken (für Erzieh-nng u. dergl.) verbunden sind. ES cxistiren in L.312 Freimaurerlogen. Für die Künste sorgen dieKönigliche Akademie der Maler- n. Bildhauerkunst,1765 von Josna Reynolds gestiftet, wo Unterrichtirtheiltn.imBnrlingtonHonscjährlich Ausstellungengehalten werden; das Britische Institut hat Samm-lungen u. veranstaltet Ausstellungen der Werke brit.Künstler; die Gesellschaft der Künste, die Gesellschaftbrit. Künstler, Gesellschaften von Malern (behufsregelmäßiger Ausstellungen von Arbeiten lebenderKünstler), die Gesellschaft für Kupferstiche, Gesell-schaften für Architektur, Gesellschaft für Civil-Jn-genieure, für Schiffbauknnde rc.; für Musik bestehtdie Cäciliengescllschaft, die Uoz-ai ^.eackom/ ok LIn-sio, die Philharmonische Gesellschaft n. v. a. Für-Gewerbe wirken bes. die Königliche Gesellschaft vonGroßbritannien, welche Erfindungen n. Verbesser-ungen ausznbrciten strebt; die Gesellschaft für Kunstu. Gewcrbthätigkcit, seit 1743, welche die Erfindungneuer Instrumente befördert; sie hat Sammlungenvon Kunstsachcn und Modellen; die Gesellschaft sürBefördcrung der Künste n. des Handels, ec.

^ Bon Untcrrichtsanstaltcn hat L. gegen 80Freischnle», durch fromme Stiftungen gegründet,worin über 20,000 Kinder Unterricht empfangen,SV Schulen für verlassene n. arme Kinder, mehr als800 Kirchspielsschnlen, die von freiwilligen Beiträ-gen, erhalten werden n. in denen gegen 40,000 Kna-ben ».Mädchen gekleidet n. erzogen werden. Auchdas MilitÄrwaiscnhans zu Chelsea für 1000 Kinder,dasAsylnm, ein 1785 gestiftetes Waisenhaus fürMädchen,das London-Waisenhaus, 1813 gestiftet,find hierher zu rechnen. Außerdem gibt cs noch ge-gen 70 Lancaster- n. Rationalschnlcn, von dcncnjede2001000 Kinder, n. die im Ganzen 30,000 Kin-

der nach der Bell-Lancasterschen Methode unterrich-ten; etwa 500 Sonntagsschnlen mit etwa 05,000Zöglingen und über 5000 Privatschnlen. Bei dem1876 stattgehabtenJabresbanketder Mitglieder undFreunde der L-cr Schulbehörde ward mitgetheilt,daß die Zahl der eine Schule besuchenden Kinder-fest 1872 von 174,301 auf 288,407 gestiegen sei,die Zahl der boarckinA-sostools (Schnlpcnsionate)über 30» betrage und die bis zum November 1876geschaffenen Schnlstellen 181,000 seinwerden. Etwai 5000 Kinder sind so zu sagen von der Straße anf-j gelesen n.vor künftigerVerbrecherlanfbahn bewahrt; worden. Auch mehrere Taubstummen- n. Blindcn-institnte, viele Inlaut 8ostools(Kleinkindcrschnlen)rc.hat L. Die Institute n. Pensionen sind mit wenigenAusnahmen von untergeordnetem Werlhe. HöhereZwischenschnlen sind: 23 Lateinische (Gelehrten-)

! schulen- und Seminaricn, 6 Rechtsschnlen, 5 Lol-! legten für Theologen, 3 für Mediciner, 1 Veterinär-schnle, 1 Schule für junge Seeleute zu Chelsea. Von'den öffentlichen Schulen, welche zum Theil bis znr! eigentlichen Mathematik, zum Theil bis zu den klas-sischen Sprachen gehen, sind die angesehensten:Elrrist's Ilospitai (von der alten Tracht der Schü-ler, blaue Kutten, gelbe Hosen, ohne KopfbedeckungI n. rother Gürtel illno 6oat 8ostooI), für 1200 frei-' gehaltene Knaben n. einige Mädchen in einem naben' Erzichnngshans; 6irartor Ilonss, minder zahlreich,!jedoch dem vorigen ähnlich; IVsstmiiistor 8eiroil,

! 1560 von der Königin Elisabeth für 40 Freistellengestiftet, bes. von dem Adel besucht; 8t. I'anis 8oiroo!,seit 1509, Alorolrant Paz-Iors 8drool, von derSchneiderznnft gestiftet, n. Oity oll-mnlon 8dronl.Die Universität ist ein neues Institut n. ein Ver-such, eineHochschnle nach dem Vorbilds der deutschen' zu gründen und durch diese die im Hochkirchenthnm^ verkommenen Universitäten Oxford und Cambridgezu überholen. Die Theologie ist von der Universi-tät ausgeschlossen; auch hat sie nicht das Recht zugradniren (promoviren). Eine zweite Universität(lianA's OolloFs) ist als Gegengewicht jener von denOrthodoxen 1831 in Somersethonsc gegründet wor-den, hat aber bis jetzt wenig Erfolg gehabt. DieInns ol oonrt, wo sich Rechtsgelehrte praktisch bil-den, sind nicht eigentliche Lehranstalten; die vorzüg-lichsten sind: der Tempel, Lincoln's Inn, Gray'sInn und Serjcant's Inn. Auch find noch eine kö-nigliche Militär-Akademie für 1250 Schüler, einOrientalisches Collegium für junge Indier, Malaien,

! Chinesen, Japanesen rc., ein musikalisches Conscr-chatorinm und mehrere jüdische schulen vorhanden.

, Mehrere Gesellschaften in L. befördern den Elemen-tarunterricht auch auswärts, so die Hiberniangesell-4 'chast zur Beförderung des Schulunterrichtes in Ir-land, die zur Vereinigung des britischen n. auswär-tigen Erziehnngssystems in den Colonicn, die bri-tische und auswärtige Schnlgescllschaft, die jährlichl gegen 5000 Kinder erzieht rc.

! Fromme n. Wohlthätigkeitsanstalten hatL. in großer Zahl, die milden Stiftungen im Allge-meinen dürften gegen 2000 betragen; allein in die-sem Punkte zeigt sich recht deutlich die Eigcnthüm-Uichkeit englischer Zustände: alle einigermaßen Be-sitzenden steuern anfs freigebigste für wohlthätizeZwecke, aber was geschieht zumeist mit diesen enor-men Mitteln? cs wird ein Heer von Beamten