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Lohciistein
lassen, wenn sie ihn um seineHcrknnft befragen sollte.Nachdem sie lange glücklich mit einander gelebt ha-ben, läßt sich Elsa durch die Bosheit der Herzoginvon Kleve zu der unseligen Frage verleiten. L. gibtihr Auskunft, hinterläßt seinen beiden Knaben Hornund Schwert, seiner Gattin den von seiner Mutterempfangenen Ring n. kehrt ans dem Schifslein desSchwanes in die Gralsburg zurück (vcrgl. UhlandsSchriften zur Geschichte der Dichtung n. Sage II.,S. 145 f.; v. d. Hagen, Die Schwancnsage, Berl.1848). Richard Wagner hat die Sage von L. einerOper zn Grunde gelegt. Zimmcrmaim.
Lohenstcin, Daniel Kaspar von, ein Hauptder sog. 2. schles. Dichtcrschulc, gcb. 25. Jan. 1635zu Nimptsch in Schlesien, besuchte das Magdalenen-gymnasinm zn Breslau, studirtc in Leipzig u. Tü-bingen die Rechte, hcirathete 1657 eine reiche Erbin,wurde 1666 Oelsschcr Regiernngsrath, st. 28. April1683 als Kaiserlicher Rath n. Syndicns von Bres-lau. Vgl. den Art. Deutsche Nationallitcratnr, S.185; Passow, Daniel Caspar von L., seine Trauer-spiele n. seine Sprache, Meiningen 1852. Z-
Löher, Franz von, deutscher Geschichtschreiber,gcb. 15. Oct. 1818 in Paderborn, stndirte in Halle,Freibnrg, München n. Berlin Jurisprudenz n. ne-benbei Geschichte n.Natnrwisscnschaften, wurde dannReferendar in Paderborn, schrieb in der Mitte derVierziger Jahre einen Theil der Leitartikel der Köl-nischen Zeitung, bereiste 1846 n. 1847 Canada unddie Vereinigten Staaten, wurde 1849 von Pader-born in die Zweite Kammer gewählt, begleitete danneinige Jahre das Amt eines Stadtverordnetcnvor-stehers in Paderborn, habilitirte sich 1853 in Güt-tingen als Privatdocent für deutsche Staats- undRechtsgeschichte, wurde 1855 als Professor an dieUniversität München berufen n. 1864 zum Direktordes Rcichsarchivs daselbst ernannt. Er schr.: Für-sten ».Städte zur ZeitdcrHohenstanfcn, Halle 1846;Geschichte und Zustände der Deutschen in Amerika,Cincinnati 1848, 2. A., Gott. 1854; Des deutschenVolkes Bedeutung in der Weltgeschichte, Cincinnati1858; Das System des preußischen Landrechts, Pa-derborn 1852; Aussichten für gebildete Deutsche inNordamerika, Berl. 1853; GeneralSpork(Gedicht),Gött. 1854, 2. A. 1856; Land u. Leute in der Altenn. Neuen Welt (Reisejkizzen), ebd. 1854 fs., 3 Bde.;König Konrad 1. n. Herzog Heinrich von Sachsen,Münch. 1858; Jakobäa von Bayern und ihre Zeit,2 Bde., Nördl. 1862 u. 69; Beiträge zur Geschichteder Jakobäa von Bayern, 2 Thle., München 1865bis 1866; Neapel und Sicilien, 2 Bde., ebd. 1864;DerKampfnmPaderborn1597—1604,Berl. 1875;Griechische Küstcnfahrten, Bielefeld 1876; KretischeGestade, ebd. 1876; Nach den glücklichen Inseln,Canarische Reisetage, ebd. 1877. Hcmie-Am Rhyn.
Lohfavüe, Farbe, welche dem lohgaren Ledergleicht, Lohbrann und, wenn sie mehr ins Rothefällt, Lohroth; zn groben Zeugen, bcs. grober Lein-wand (Lohleinwand), wird sie ans Rinde von Erlen,Eichen rc. bereitet.
Lohgar, Lohgerberci rc., s. n. Gerberei ^1).
Lohit (Lohita), je nach der Auffassung der Ober-lauf oder ein mächtiger Nebenfluß des Brahmaputra(s. d.) in Ostasicn.
LohitaBolker (auch Birmanische oder Barma«Nische od. Mrauma-Völker), ist die Bezeichnung einer
— Lohn.
Völkcrfamilie in Ostasicn, zn der die Birmanen, dieNakhaing in Nrracan, die Kotsch, die Abor n. Mitir
in Assam, die Singpho, die zahlreichen Naga-Stämme
n. die Karen (s. L.) gerechnet werden.
Loehlc, Joseph, Direktor u. Miteigenthiimcrder Knnstanstalt von Piloty u. L. in München, geb.26. Oct. 1807 in Regensbnrg, st. 13. Febr. 184»zu München. L. erwarb sich großes Verdienst umdie Vervollkommnung des lithographischen Kunst-drucks n. gab mit Ferd. Piloty das bekannteMlluche-ner Galericwerk heraus. Regnet.
Lohmann, Peter, begabter deutscher Drama-tiker, gcb. 24. April 1833 in Schwelm im Wuppcr-thal, der Sohn eines Fabrikanten. Ansgestattet mitreicher Phantasie begann L. frühzeitig sich in derMusikausznbilden ».ergriff, 16Jahre alt, den Buch-handel als eigentlichen Beruf. Erst in Essen, dam,in Hannover thätig, ging er 1855 nach Leipzig, woer in die Nedaction der zzllnstrirtcn Zeitung eintrat,sich zwei Jahre an der Führung der NenenZeitschristfür Musik n. den Anregungen für Kunst, Leben undWissenschaft bcthciligte und seit 1866 den bekanntenJllnstrirtcn Kalender heransgibt. Ein eifriger An-hänger n. glühender Verehrer Wagners in früherenJahren geht L. in seinen Reformidccn noch weiterals dieser, und so entstanden seit 1860 eine Reihehöchst origineller Gesangsdramcn, denen schon früherSchau- u. Trauerspiele voransgegangen waren, diein 4 Bdn. Lpz. 1875 in 2.A. erschienen sind. Außer-dem veröffentlichte L. mehrere Abhandlungen überMusik n. Theater, wie auch das Pantheon deutscherDichter, Lpz. 8. A., u. unter dem Pseudonym Ferd.Pauli einen Wegweiser für Freunde der bildendenKünste, Leipz. Gedankenrcichthnm, schöne Sprachen. dramatische Belebtheit zeichnen seine dramatischenArbeiten ans, die in jeder Beziehung ein originelles,neuen Bahnen znstrcbendcs Talent bekunden. Ver-schiedene der Gcsangsdramen fanden bereits Coni-ponistcn, so in Wilh. Frendenberg, C. Götze, B. Vo-gel, Angelika Henn, Carl Göbel n. A. W. Dreszer.Vgl. Vogel, P. L. in der Tonhalle, Leipz. 1873, Ar.1—6, auch Kürschner, P. L-s dramat. Werke in derLiter. Corrcspondenz, Lpz. 1877, Nr. 7. Kürschner.
Lohmen, Marktflecken in der königl. sächs. Aints-hanptmannschaft Pirna, an der Wescnitz, Station derSächsisch - Böhmischen Staatsbahn; Oberförstern,Schloß in schöner Lage mit Park, Staatsgut mitBierbrauerei und Stammschäfcrei, Holzstofsfabrik,Sandsteinbrüche in dem Wesenitzgrnnd (SächsischeSchweiz), Hopfenban; 1875: 1587 Ew.
Lohn (Arbcits-L.), die Vergütung für eine Ar-beitsleistung. Er ist entweder fest voransbestimmtod. vom technischen n. beziehentlich wirthschasllicheuErfolge der Arbeit abhängig gelassen (Natural- u.Geld-L., Zeit-, Stück- und Antheils-L.). Er richtetsich nach der persönlichen Leistungsfähigkeit des Ar-beiters, nach den Prodnctionskostcn der Arbeit, nachdem Gebranchswerthe der Arbeit n. der Zahlungs-fähigkeit der Arbeitskänfcr, nach dem Preis der Le-bensbedürfnisse, sowie ferner nach dem zwischenNach-frage nach n. Angebot an Arbeit statlfindendcnVer-hältnisse. Das sogen, eherne L-gcsetz Lassallcs hatauf Grund exacter Untersuchungen nur in sehr be-schränkter Ausdehnung Giltigkeit. Vgl.E. G. Leit-s Häuser: Das eherne L-gesctz u. die Prodnctivassocia-f tionen, Bremen 1871. Anher den oben gedachten