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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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vgroiio

audsistentia rw Srrw lto/w -axmä Lliilonsm llu-tlaoum ot lloannoirr apastokum tributa, Zeitschr. fürhistor. Thcol., 1849, Heft 3; Heinze, Die Lehre vomL. in der gricch. Philosophie, Oldcnb. 1872. Löffler.

' Logrono, 1) Provinz in Spanien, zu Altcastilicn^hörend, grenzt imW. anBurgos, imS. anSoria,im O. an Aragon u. Navarra u. im di. an NavarramidAlava; 5037,^ sUjlcm (91,4g HjM) mit (1860)175 111 (1870 nach Berechn. 182,941; ans 1 dsicmzg '.n ganz Spanien 33). Die Prov. reich an Erz-gäil^cn u, dNineralqucllen, erzeugt Getreide u. des.LScin im Überfluß, auch Gartenfriichte n. Obst. Sicwirö von dem bis Nüranda schiffbaren Ebro durch-flossen ». von den Eisenbahnlinien Jrun-Madrid u.Tudela-Bilbao durchschnitten. 2)Stadtn. Hanptortdarin, am Ebro, über den hier eine imposante Stein-drucke von 12 Bogen fuhrt, Station der Lndela-Bil-dao Eisenbahn, freundlich u. gutgebaut; mehrereKirchen, Priestcrseminar, Institute, artist. n. litcrar.Lhcenm, schöne Promenaden; 1857: 10,466 Ew.L. ist Geburtsort des Dichters Lopez de Zarate, desMalers Philipp 11. Mndo n. Espaneros. Hier 849Siez der Spanier über die Araber. H- Berns.

Logrosan, Stadt in der span. Provinz Cäceres(Estremadura); 3237 Ew. In der Nähe ein mäch-tiges Lager von Phosphorit.

Lohlllli, der Name der Kanflcnte, in deren Hän-den der Karawancnverkehr zwischen Afghanistan u.NJndien ruht.

Lohbcctc, ansgcmaucrte, etwa 1 IN tiefe, mitfrischer getrockneter Gerberlohc gefüllte Beete, welchedurch Fermentation der Lohe eine mäßigere, längeranhaltende Wärme erzeugen, als die mit PferdcLün-ger gefüllten Mistbeete. Die L. dienen bes. für dieCultnr tropischer Pflanzen, welche bis an den Randder Töpfe in dieselben eingcgraben werden oder zurTreiberei solcher Pflanzen, die eine geringere, an-haltende Wärme bedürfen; für elfteren Zweck sindsie jetzt vielfach durch heizbare Warmbcete verdrängtBei abnehmender Wärme können die L. durch Um-arbeiten u. Zusatz von etwas neuer Lohe wieder er-wärmt werden. Wolde.

Lohdc, 1) Ludwig, namhafter Vanincister, gcb.11. April 1806 in Berlin, st. das. 25. Scpr. 1875.L. sludirte einige Zeit Rechtswissenschaft, ward aberdann Schinkels n. Bcnths Schüler u. Mitarbeiterau Böttichers Tektonik der Hellenen, lithographirteum 1835 die Schinkclschcn Möbelcompositionen,ward 1840 zur Redaction der Fvrsterschcn Ban-zeitnng nach Wien berufen, bald aber Zeichnnngs-lehrer am Gewerbe-Institut in Berlin, später an derköuigl. Ingenieurschule, im Handwerkcrvcrcin u. zu-letzt noch an der Bauakademie und 1853 Professor.Eine Reise über Wien nach Istrien und Oberitalienbrachte diePublicaliondcsDomes vonParenzo. MitKugler veranstaltete L. eine deutsche Ausgabe desGailhaband, allein gab er heraus das bedeutend er-gänzte Architektur-Werk von Manch (die griechischenu. römischen Bauordnungen), eine Abhandlung überdie Skene n. schrieb den Text znm Archiv der Orna-mentik von Gropins. Als geistvoller Theoretiker er-schloß L. feiner Mitwelt die Grnndlchrcn der helleni-schen Kunst. 2) Max,Historienmaler, geb.l3.Febr.1845 ^zu Berlin, st. 18. Dcc. 1868 zu Neapel, derletzte Schüler von Cornelius, verblieb bis 1866 ander Akademie zu Berlin n. ging 1868 nach Italien.

Von ihm vier große Compositionen im Treppen-hause des Sophiengymnasinms in Berlin (unter An-wendung einer von ihm erfundenen Sgraffito-Tech-nik), Sgrasfitcn an der Reitbahn des Kriegsmini-steriums rc., ein enkanstisch gemaltes Deckeubild imgriechischen Saale des Restaurants Hilter. L. schr.:Gespräche mit Cornelius u. Reiseberichte ans Ita-lien (in Lützows Zeitschr. für bildende Knust., Jahr-gänge 1868 n. 1869). Rcznet.

Lohe, so v. w. Gerberlohc.

Löhe, Wilhelm, lmherischer Theolog, gcb. 17.Febr. 1808 zu Fürth, stndirtc zu Nürnberg n. Er-langen, wurde 1837 Pfarrer in Neuendettclsan; hierübte er großen Einfluß auf die Belebung ncnlnthcri-schen Eifers besonders in Bayern durch seine Gesell-schaft für innere Mission (seit 1849), durch seinenVerein für weibliche Diakonie (seit 1854), aber auchnach außen durch Ausrüstung lutherischer Sendbotennach NAmerika (seit 18411. 1860 war er vorüber-gehend wegen Verweigerung der Trauung eines ge-setzlich Geschiedenen snspendirt; starb 2. Jan. 1872.Schrieb außer vielen Predigten, Tractatcn n. kleine-ren asket. Schriften: Handbuch am Kranken- undSterbebette cvangel. Christen, 2 Bde., Nördl.1840;Agende für christliche Gemcindenluth.Bekenntnisses,2.A., ebd. 185359; Hans-, Schul- n. Kirchenbuchfür Christen des lulh. Bekenntnisses, Slnltg. 1858,4. A. 1864; Drei Bücher von der Kirche, Stnttg.1845; Evangclienpostille, 4. A., Stnttg. 1874; Derevang. Geistliche. 2 Bde., 4. A. ebd. 1872; Epistcl-postille, 2 Bde., ebd. 1858 f.; Von der weiblichenEinfalt, 7.A., ebd. 1868; Biographie W. L-s Leben,ans feinem schriftlichen Nachlaß znsammengestcllt, 1.BL., 2. A., Nürnb. 1874, 2. Bd. 1877. Löffler.

Lohengrin, erzählendes Gedicht, das ein Bayergegen Ende des 13. Jahrh. verfaßt hat. Es stelltsich als Episode ans dem Sängerkrieg auf der Wart-burg Lar n. ist dem Wolfram von Eschenbach in denMund gelegt. Der Dichter bekennt sich als einenNachahmer dieses Meisters und knüpft sein Werkzunächst au die knappe Schlußerzählnng des Par-zival, in der ans den Namen L-s die BrabanlischeStammsags in einfachster Gestalt übertragen ist.In diesen Rahmen zwingt er eine breite Masse vonStoffen ans anderen Quellen n. aus eigener Erfind-ung hinein, wobei eS namentlich ans die Verherrlich-ung des sächs. Kaiserhauses abgesehen ist. Ausgabevon Görrcs, Heidelberg 1813; L., znm erstenmalkritisch hcrausgegeben n. mit Anmerkungen versehenvon Heinrich Rlickert, Quedlinburg u. Leipzig 1858.Der Kern des Gedichts ist dieser: Friedrich von Tcl-ramund, ein Dicnstmann des Herzogs von Brabantu. Limburg, behauptet, die verwaiste Tochter seinesHerrn, die schöne Elsa habe ihm die Ehe versprochen.In den gerichtlichen Kampf, der hierüber entscheidensoll, wagt sich anS Furcht vor Tclramnnd kcinStrei-tcr. Elsa läutet, vor dem Altar liegend u. weinend,znmZeichenihrcrNoth wiederholt ein goldenes Glöck-chen, der Klang erschallt donncrartig, unablässig aufder Gralsburg. L., der Sohn Parzivals, wird zurHilfe ansgesendct. Er setzt sich in ein Schifflein, dasvon einem daherschwimmcnden Schwane gezogenwird, n. kommt auf dem Schilde schlafend, zu Ant-werpen ans Ufer, worauf der Schwan mit demSchifflein zurückkehrt. L. siegt im Zweikampfe,wird ElsaS Gemahl, droht ihr aber, sie zu ve»