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Zlmlolins auf, war 1847 — 61 Professor derfranzösischen Literatur anderFacultät zuLhon,wurde- 1858 in die Akademie und 1871 in die Rationalver-Versammlung gewählt, wo er sich dem rechten Ccn-mnn anschloß. Er schr.: ksz-elis, 1841; Odos stpoömos, 1844; Loemos övan^eliguos, 1852; Oosszwpiionios, 1856; Idzllos beroignss, 1858;tjasstions d'arb et cts inorals, 1861; Oossntimvnt<!s In uaturo avant Is ebristinnisme, 1866; Iw;entimgnt de 1a uaturs oder Iss modernes. 1868;i I'eäuoation bomioido, 1867 rc. Treffliche Sa-! tyren lieferte er in den kovmss oivignos u. Tribuns! et oourtisans, 1876. Dolchcrt.
! lspsi (lat., Kirchenw.), in der ersten christlichens Lirche vie vom Glauben Abgefallenen, n. zwar cnt-s weder durch große Laster und Verbrechen, besondersi Todtschlag und Ehebruch, oder durch wirklichen oder! mir scheinbaren Abfall zum Götzendienst, namentlichs zurZeit dcrVcrfolgnngendnrchdie heidnische Staats-gewalt. Laeriüeati hießen die, welche den Bildernder Götter und Kaiser opferten; Tburilioati, welcheihnen zu Ehren Weihrauch auziiudeten; Iiidellatiei,welche sich Scheine (kübolli) von der heidnischenObrigkeit geben ließen, daß sic den Göttern geopfert' hätten; und Trndiboros, besonders in der Diocletia-! mschenBerfolgnng, welchedieheil.Bücher derObrig-' keit ausgeliefert halten.
^ lapsus (lat.), 1) Fall; 2)Fehler, z.B. O.oalnmi,
' Schreibfehler; O. memoriae, Gcdächtuißsehler.
Lapuchin, Peter Wassiljcwitsch, Fürst,aus einer russischen Bojarcusaiuilie, war Geucral-i procurator des Senates, als Paul I. seine TochterEudoxia (s. d. 6) zur Mailrcssc nahm, 1798. Erwurde reich mit Geld und Gütern dotirt u. 29. Jan.1799 in den erblichen Fürstenstand erhoben. 1803^ wurde er trotz seiner Unbedeutenheit Jnstizmiuistcr' u. war bis 1804 Präsident der Gesetzescommission;1809 erhielt er das Präsidium im D.parlement derGesetzgebung im Reichsrathe und nacy 1818 wurdeer Präsident des Reichsralhes und Ministerconseil.1826 führte er den Vorsitz in dem hohen Gerichts-höfe über die Dekabristen. Er starb 18. April 1827.Bgl. des Unterzeichneten Werk Rußlands Geschichteu. Politik, dargestellt in der Geschichte des russischenhohen Adels, Kassel 1877. Äleinschmidt.
laquostäres (röm. Ant.), s. u. Gladiatoren.
Lar, s. Laren.
Lar, Hauptstadt der Provinz Laristan (Persien),12,000 Ew.; in sehr fruchtbarer Gegend (Getreide,Baumwolle, Tabak).
, Lara, alt latinische Erd- u. Todesgöttin, derenDienst Titus Tatins in Rom eingcfllhrt,haben soll;sie wurde als Mutter der Laren , atS Göttin desSchweigens und der Verborgenheit verehrt. Nachspäter entstandener Sage verrieth sie, eine italischeNymphe, Tochter des Alnion, der Inno die LiebeJupiters u. der Jutnrna n. wurde dafür der Zungeberaubt. Mercnr führte sie in die Unterwelt, zeugteaber unterwegs Zwillingssöhne, die Lares, mit ihr.
Larnisch, Larasch, Larisch, Stadt, so v. w. ElAraisch.
Laranda (a. Geogr.), s. Lykaonica.
Lärche, Imrix, ililÄ., Banmgattung ans derFamilieLcrOonikorue-.4.rauLarieao--l.b!otinsas,vondeu übrigcnGaltungen jener Familie durch sommer-> grüne Nadeln unterschieden, die meist in Büscheln
- Larcy.
(verkürzten Zweigen) u. nur an den jungen Triebeneinzeln stehen. Einzige europäische Art ist: 1) Ge-meine L. (O. suropaos. ULK. 1'iuus larix L.), mitkräftiger Pfahlwurzel, rothbrauner, im Alter rissigerRinde, rasch und hoch, jedoch häufig gekrümmt auf-wachsendem Stamm. Blätter n. Blüthen erscheinenim April, die männlichen Kätzchen rund, gelb, ausblattlosen Knospen, die weiblichen Zäpfchen roth mitNadeln umgeben, beide zur Seite zwei» oder drei-jähriger Triebe. Die eisörmigcn bis 3 om langenZapfen reifen im Herbst, lassen im Frühjahr denSamen fallen, kleiden selbst aber noch Jahre langhängen. Heimisch ist die L. im Hochgebirge, na-mentlich der Alpen, wo sie zwischen 1000 u. 2000 raMeercshöhe ans lockerem, namentlich kalkhaltigem,nicht feuchtem Boden bis zu hohem Alter n. mächti-ger Stärke gedeiht und ausgedehnte Wälder bildet.Im Mittelgebirge n. im Tiefland hat man sie zwarauch häufig, und mitunter mit gutem Erfolge ange-bant; doch stirbt sie hier leicht schon frühzeitig, ansungeeignetem Standort schon mit 20 —30 Jahrenab, erreicht bei ihrem starken Lichtbedürsniß auchunter gllnstigenVeryältnissen inreinemBe st andeselten ein Älter von 70 Jahren, hält dagegen imBuchen- oder Fichtenhochwald einzeln cinge-sprengt, weit besser und länger aus, weil sie LiesenHolzarten im Hohenwnchse meist voranseilt, ohnedenselben durch die Beschattung ihrer lichten Kronezu schaden. Da die Lärche ferner sich durch Saat u.Pflanzung leicht anziehen läßt, auch durch Frost undHitze wenig leidet, findet dieselbe in unserer Forst-wirthschaft hauptsächlich zum Vorbau für andereempfindlichere Holzarten, zur Anssüllung von Schlag-lücken im Hoch- und Riederwald, auch als Obcrholzim Mittelwalde Verwendung. Ihre schlimmstenFeinde sind das Hochwild, das ihr durch Verbeißen,Schälen und Fegen stark zusetzt, das WeiLevieh, vonJnsecten der Lärchenwickler (Turtrix pinioolana) n.die Lärchenmotte (Tinea larieinella). Harzreiches(rotybrannes) Lärche »Holz, wie es ans geeignetemBoden, namentlich im Hochgebirge erwächst, ist vonvorzüglicher Festigkeit n. Dauer, so daß es als Bau-und Werkholz vielfach gleiche Verwendung wie dasEichenholz findet; das weiße Lärchenholz der Nieder-nngendagcgcnistleicht, weich, porös, zugewerblichenZwecken untauglich, auch als Brenn- und Kohlholzvon geringem Werth. Das Lärchenharz ist alssogen. Venetianischer Terpentin im Handel.Über seine Gewinnung s. Harzrcißen. In NAmeritäheimisch und dort sehr geschätzt sind: 2) die klein -zapfige (schwarze) L. (O. miorooarpa I-'orr.) und3) die amerikanische (rothe) L. (O. pendulaLrkesb.); in Sibirien 4) die russische und sibi-rische L. (I>. Sibirien Teckeb.) und 5) die strauch-artige O. dabnrioa ferner in Asien 6) die
japanische L. (O. saponioa <7arr.) und 7) dieHimalaja L. (I>. Oriklitbii Hoo/c.) Wlnimenaucr n.
Liirchcnharz, s. Lärche n. Harzreißen.
Liirchcumimrinotte, s. Motten.
Liirchcnschwainin ist Tolvparuz oküoinalis
Larcy.CharlesPanlinRogerdeSanbert,Baron de, franz.Staatsmann, geb.26. Ang. 1805,in Le Bigan, schlug, nachdem er in Paris die Rechtestndirt, di- Jnstizcarricre 1827 ein, wurde aber nachder Republik von 1839 Advocat. 1839 führte er alsDcpntirter von Montpellier mit den, großen Ber-