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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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ryer die Legitimisten und reiste 1843 mit zu Cham-bord nach London. Ms glühender Monarchist saßer 1848—51 in der conslitnircnden und gesetzgeben-den Versammlung, zog sich nach Napoleons Staats-streiche in das Privatleben zurück und erst 1871 trater wieder an die Öffentlichkeit. In die 'National-versammlung gewählt, wurde er Minister der öffent-lichen Arbeiten, legte aber, als Thiers den Mon-archisten nicht zu Willen war, 30. Nov. 1872 seinPortescnille nieder. Als Präsident des Clubs derStraße I)S8 rssorvoirs zahlte der lcidenschastlicheLegitimist und Klerikale fortan zu Thiers und derRepublik entschiedensten Gegnern. Als Thiers ge-fallen, übernahm er unter Broglies Vorsitz noch-mals 26. Nov. 1873 das Ministerium der öffent-lichen Arbeiten, um 16. Mai 1874 es abermals ab-zugeben. Klcmschmidt.

Lardncr, Dionysius, Mathematiker u. Phy-siker, geb. 3. April 1703 in Dublin, stndirte Natur-wissenschaft und Mathematik, wurde 1817 Lehrerder Mathematik am Mi,ritz- Oolls^s in Dublin,war 1828—40 Professor der Physik n. Astronomiean der Universität zu London, mußte aber infolgeeines Entführnngsprocesses die Professur nieder-legen; er ging darauf nach Paris und später nachNAmerika, wo er in den Vereinigten Staaten n. ansCuba Vorlesungen hielt, kehrte aber später nachEuropa zurück, beschäftigte sich seitdem ausschließlichliterarisch, erst in Paris, dann in London, wo erMitglied der liax. 8oo. war, er st. 29. April 1859in Paris, nach Anderen 4. Mai 1859 in Neapel; ersehr.: Moatüss on niAobraioni g'oomokrz-, London1823; On tlis diktorsntint and into^rai oaloulno,ebd. 1815, 2.Ausl. 1828; mit Brcwster, Hcrschclrc.:OMopaedia (eine Sammlung von Abhandlungender berühmtesten Gelehrten über Naturwissenschaften,Industrie, Kunst,Literatur,Geschichte rc.), 132 Bde.,n. Ausl. 1853 fs.; Lapidar Isoturoa on tlre oteamou^ins (deutsch von Schmidt, Heilbr., 3. A. 1847);Prsntiso on Iisak, LonL. 1844; On raitevaz' ooo-noin)', ebd. 1850; On tffo stvarn online, aksainNavigation oto., ebd. 1852; Mio great exinlntionroviorvod, ebd. 1852 (Beschreibung der LondonerIndustrieausstellung von 1851); Ilanddootc ok na-tural piiiiooopir/and aatrononi)-, ebd. 1852,2. Ausl.1855; On animal plrz'sioa, ebd. 1854; Llusonin oksoionoos and arts, ebd. 1853—56,10 Bde.; Ikand-doolc ok elsotrioitz, and nragllvtwrn, ebd. 1855. r.'

Laredo, Stadt in der span. Prov. Santander,an der Mündung des Ason in die Bai von Santona(Atlantischer Ocean); Hafen; Schifffahrtsschule;3200 Ew.

Laren (I-area), bei den NLmern vergötterte See-len von guten, verdienten Verstorbenen, welche ihrenSchutz vorzugsweise der Fortdauer der Familie undden Hinterbliebenen Angehörigen des Hauses znwen-den. Die Verehrung derselben ist, wie LerNamc zeigt,tuskisch; das Wort lar (lars) bedeutet bei den Etrus-kern Herr, König. Sic gehören zu den Manen, d. h.Len vergötterten Geistern der Verstorbenen, die auchnach ihrem Tode noch in dem Wirkungskreise blei-ben, in welchem sic bei Lebzeiten thätig waren. DieGeister der bösen Verstorbenen werden larvao (s. d.).Als Schntzgcister des Hauses wurden sie neben denPenaten, den Hütern des Wohlstandes desselben, imAtrium verehrt und ihre Bilder stehen im lararinm

am Herde des Hauses. Ihr Symbol ist der Hund,der treue Wächter des Hauses, wie für die Penatender Lorbeer, ihre Tracht der einotnu 6adinus,d.h.der tlmwnrf der Toga, wie er bei religiösen Begeh,nligen üblich war. Ihr Dienst war alterthümlicheinfach und wurde mit großer Pietät geübt. Auße>täglichen Darbringungen opferte man ihnen an de»wichtigen Tagen des Monats den Kalenden, None»u. Iden, sowie bei jedem Feste der Familie. Wennder Sohn des Hauses die männliche Loga anlegte,weihte er seine Bulla unter Spenden nnd Gelübdenden L.; bei Vermählungen wurde ihnen besondereEhre erwiesen; wenn die junge F-ran ins Hans kam,opferte sie zuerst den L.; wenn man von einer Reiseznrückkam, so bezeugte man ihnen zuerst seine Ver-ehrung. Verschieden von diesen Hans- oder Privat-L. (0.privat;) waren die öffentlichen L. (0. pnblioi),wohlthätige Menschen, welche nach ihrem Tode zuL. geweiht worden waren, ähnlich den griechischenHeroen; sie walteten über die Stadt u. den ganze»Staat (k,. urbani, 0. pras8tito8); zu ihnen gehörteRomnlns, Nemns, Talius, Ncca Larcntia, auch Cä-sar nnd Octavianns durch Scnatsbeschlüsse. Manfeierte den L. öffentlichen Feste, des. zu Anfang derMai in Rom. Die Compitalien, welche von Ser-vins, dem Sohn eines etruskischen Lar, eingesetztwaren, wurden ihnen von den Dienenden am II.Tage vor den Kalende» des Januar, bei guter Wit-terung auf öffentlichen Plätzen n. Kreuzwegen (oom-pita) gefeiert. Vgl. Schümann, Oo diw nmaibus,taribna ob goniin, Greifst». 1840; Hertzberg, Dodiia lkomanurnill patriiv ote., Halle 1840; Krahnerin Ersch u.Grnber Allgem, Encyklopädie, Sect. III.,Bd. 15, S. 400 s. Eichhoff.

Larstenticce, Stadt nnd Hauptort in dem 18Cantvnc u. 106 Gemeinden mit 105,624 Ew. um-fassenden, gleichnam. Arr. des franz. Dep. Ardeche;Überreste eines alten festen Schlosses, angeblich ander Stelle eines Jnpitertcmpels erbaut, Gerichtshoferster Instanz, schöne alte Kirche, Zellengefängniß,Seidenweberei, Färberei, Gerberei, Handel mitSeide, Vieh, Wein nnd Oliven; 1872: 2463 Ew.(Gern. 3135). Bei L. ein altes Silberbergwcrk, dasder Stadt den Namen gegeben haben soll. H- Berns.

l.srg>istto, ital. Diminutiv von Largo, s. d.

Largilliere , Nikolaus de, franz. Porträt-maler, geb. 20. Oct. 1656 in Beanvais, st. 20.März 1746 in Paris, arbeitete zuerst in Antwerpenbei A. Gonban, dann vier Jahre in London, hier-auf in Paris, ward Mitglied der Akademie das. undstieg 1743 bis zu deren Kanzler ans. An seinen zahl-reichen Porträts rühmt man charakteristische Ans-sassnng, geistvolle Behandlung n. blühendes Kolo-rit. Von ihm ein Porträt Lcbrnns im Louvre. Rezn-t.

bargitko (röm. Ant.), jede freiwillige Gabe vonVornehmen nnd Reichen für das Volk, wie Kampf-spiclc, Gastmähler, bes. Anstheilung an Getreide,Ol, Geld rc.; bes. L. krninsntaria, die Verthcilungvon Getreide an das Volk, entweder um einen nied-rigere» Preis oder auch unentgeltlich, u. zwar ent-weder ans den Staatsmagazincn oder auch vonMagistratspersonen n. Privaten. Largitionoa 8»-orao n. privatum wurden in der Kaiserzeit das ac-rarinm n. der ko8«n8 (kaiserl. Kasse) genannt, woldeshalb, weil aus beiden Kassen die verschiedenengroßartigen Spenden flössen. Eichhoff.