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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Lappentaucher Lckpmdc.

6ormaniao gab er die Chroniken des Thietmar vonMerseburg, des Adam von Bremen, des Albert vonStade und andere norddeutsche Annalen, Helmold,Arnold von Lübeck rc. heraus; ferner edirte er:Die Elbkartc des Melchior Lorichs vom Jahre 1568,Hamb. 1845; NeliqniendcsFränleinv. Klettenberg,der Freundin Goethes, cbd. 1849; Urkundliche Ge-schichte des hansischen Stahlhoses zu London, ebd.1851; Zeitschrift für Hambnrgische Geschichte, ebd.184151, 3 Bde.; Qnellensammlnng der schles-wig-holsteinischen Gesellschaft für vaterländische Ge-schichte, Kiel 186265, 3 Bde.; Von Lanrembergließ er vier Satiren nebst Anhang n. Erläuterungen,Tübing. 1861, vonFlemmingdielateinischenGedichte1863 (die deutschen folgten 1866) erscheinen, eineKlopstockschc Briefsammlung erschien 1867 nach sei-nem Tode. 1867 erschien über ihn von E.J. MeyerJohannMartinLappenberg(Hamburg). Klemschmidt.

Lappentaucher, so v. w. Steißfnß.

Lappinsiinaschine, so v. w. Donblirstuhl, s.Baumwolle 11l.

Lappische Sprache, Zweig des finnischenSprachstammes, von reicherem Lantsystcm als dasSuomi, und, wie dieses, mit vielen schwedischenWörtern vermengt. Es gibt mehrere Dialekte; ambekanntesten sind der Norwegisch-lappische und derSchwedisch-lappische. Ein grammatisches Geschlcchifehlt, wie überhaupt in dem ganzen Sprachstamm.Die wichtigsten Bcngefälle des Substantivs sind imNorwegisch-lappischen ein Genitiv, ein Allativ ansdie Frage wohin, ein Locativ (wo), Prädicativoder Factiv (als, in der Eigenschaft), und ein Comi-tativ (mit, in Begleitung). Das Adjectiv hat einenComparativ in angehängtem b od. p und einen Su-perlativ in mus. Die persönlichen Pronomina habeneinen Singnlaris, Dualis n. Pluralis. Die Declina-tion derselben ist etwas unregelmäßig. Die Possessiv«werden dem Substantivum des Besitzes in den For-men -m m e i n, -ci d e i n, -s s e i n rc. angchängt. DasVerbum endigt im Infinitiv ans t; es hat ebenfallseinen Dualis, n.vieleFormc»,um Cansativa,Dcmi-nutiva,Jntensiva, Inchoativ« rc. zu bilden. Für dasNegativum exislirt eine besondere Conjngation, inwelcher meistens dieNegalionflecnrt wird, währenddas Verbum unverändert bleibt. VicleAdverbien sindnur Casus von Substantiven n. statt der Präpositio-nen gibt cs Postpositionen, welche meist den Genitivvor sich haben, oder Pronominalsnffixe annehmen.Castren schrieb sehr scharfsinnig über den Einflußdes Accentes im Lappischen (1844). Eine vortrefflicheLappische Grammatik in dänischer Sprache verdanktman Friis (Christiania 1856), der in demselbenJahre lappische Sprachproben (Lpro^prövsr, ebd.)herausgab, dann im Jahre 1860 Luthers kleinenKatechismus lappisch n. dänisch. Professor Donnerin Helsingforsveröffentlichte (1876) eine SammlungLieder der Lappen, in welcher besonders die epischenStücke großer Beachtung Werth sind. Das vollstän-digste Wörterbuch des Norwegisch - Lappischen hatStockfleth 1852 u. 1854 ans Licht gestellt; für denSchwedisch-Lappischen Dialekt ist das 1780 in Stock-holm gedruckte Wörterbuch von Lindahl n. Öhr-ling noch brauchbar. Schott.*

Lappland (bei den Nüssen Samland), eineumfangreiche Landschaft im äußersten Norden Euro-pas, grenzt im N. und W. an das Eismeer, im S.

an Norwegen, das schwedische Norrland n. an Finn- ^land u. im O. an das Weiße Meer, zerfällt in dasnorwegische, schwedische und russische L. L. ist vonden sogen. Lappländischen Alpen, einem wild zer-rissenen, doch in keinem Punkte 1000 in hohen Ge-birge durchzogen, welche ihre Äste nach allen Seitenhin aussenden; ans der Nordwestseite sind dieselbenam höchsten u. verflachen sich allmählich nach O. hin.Ein großer Theil' des Landes ist daher bergig, einanderer eben und mit Wäldern n. Sümpsen bedeckt.Viele Flüsse u. Bäche (Tana-Elf, Lulea-Elf, Kalix-Elf, Torneä-Elf rc.) strömen von den Gebirgen demEismeere und dem Bottnischen Meerbusen zu; auchgibt es zahlreicheSeen, zum Theil von beträchtlichem lUmfange, z. B. der Enaresee, dessen Flächeninhalt ;ans 3304 s^icm (60 IHM.) berechnet wird. DerWinter ist lang und streng, der Sommer kurz. Derlängste Tag dauert in den südlicheren Gegenden24 Stunden, in den nördlichsten 3 Monate; ebensolang währt die längste Nacht im Winter. Der Som- ^mer, welcher jedoch kaum 9 Wochen währt, ist heiß, swie in Italien, aber unerträglich wegen allerleiMückenartcn. Der Boden ist nur in den südlichste» >Gegenden des schwedischen L-s des Anbaues fähig; ;das Korn wird Ende Mai gesäet und Mitte Augustgeerntet, aber oft von Nachtfrösten verdorben. Die !Waldungen bestehen aus Tannen, Fichten, Erlen, 'Birken und Weiden, deren Wuchs nach Norden zuimmer dürftiger wird; die Flora ist wenig mannig-faltig, doch bringt das Land Beeren, Moosen. Flechte»(darunter die Nennthierflechtc als unentbehrliches !Futter für die Rennthiere) in reichlicher Menge her- lvor. Nur die Kolonisten, d. h. die cingewanderte»Schweden im schwedischen L., haben Pferde, Rind-vieh u. Schafe; bei den Lappen vertritt das Renn- jthier die Stelle aller übrigen Hansthiere. VonJagd- lund Pelzwild gibt es Wölfe, Bären, Lnchse, Marder,Hermeline, Fischottern, Hasen rc.; Zugvögel und an-deres wildes Geflügel, sowie Fflche sind in Überflußvorhanden. Mineralien scheint das Innere der Ge-birge L-s in Menge zu bergen, doch wird nur Eisen,das in vorzüglichster Qualität und unerschöpflicherMenge vorhanden ist, gewonnen. Das Land ist sehrspärlich bevölkert. Die ursprünglichen Bewohner sind sdie Lappen; die übrigen Bewohner bestehen ans Nor-wegern, Schweden, Russen und Finnen, welche sich :innerhalb der Grenzen L-s niedergelassen haben. ^Das Schwedische L., 131,812 Hjkm (2412(^M),umsaßt den südlichen Theil des Landes n. wird jetztin folgende 6 Lappmarken eingetheilt: Jemtlands-, sÄscle-, Umca- od. Lyckscle-, Pitca-, Luken- n. Torncä- -Lappmark. Etwa die Hälste der Tornea-Lappmark sin ihrem ehemaligen Umfange, sowie die ganze srü- sher schwedische Kemilappmark wurden nebst Finn- iland im Frieden von Frederikshamn 1809 von zSchweden an Rußland abgetreten und 1811 dem -Großfürstenthum Finnland einverlcibt. Das Nor- ,wegische L., 70,756 Uslem (1285 HsM), umfaßtden nördlichsten Theil L-s, od.dienorwegischenÄiiitcrFinnmarken und Tromsö. Das Russische L.,29,569 Hjlcm (537 HsM), umfaßt Len östlichstenTheil L-s mit der Halbinsel Kola. H> Berns.

Lappländer, so v. w. Lappen.

Laprade,PierrcMartinVictorNichard de,gcb. 13. Jan. 1812 zu Montbrison (Loire), Advocat ,in Lyon, trat 1839 mit dem Gedicht parknim