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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Lamantin Lamarnwia.

Gebet»flaggen (lllia-baA, d. i. Glücksschärpen) mitder Inschrift Om maul packms Imm befestigt sindu. deshalb ebenfalls znr Kategorie des Mants gehö-ren. Die Flaggenstangen finden sich in zahlloserMenge, da ihre Errichtung ein verdienstliches Werlist. Heiligenbilder finden sich allerwärtch an denStraßen ausgestellt od. in Felsen ansgemcißelt. Znd) dem Gottesdienst n. gemeinschaftlichen Gebe l,an welchem die Laien nicht tycil haben, versammelnsich die Geistlichen auf den Rns der Mnscheltrompeictäglich dreimal, bei Sonnenaufgang, Mittags u. beiSonnenuntergang. Die Laien sind znr Befolgungder vier (früher drei) Beicht- n. Fasttage im Monatverpflichtet, an welchen nur Mehlspeisen und Theegenossen werden, die Tempel festlich, die Altäre mitheiligen Figuren, Kerzen n. Opferschalen geschmücktsind, u. die Gläubigen ihre Opscrgaben (Getreide,Mehl, Thee, Milch, Butler:c., am gewöhnlichstenkleine Pyramiden ans Teig, Thee od. Reis nieder-lcgcn; auch wird den Heiligen viel Weihrauch ge-spendet. Den Höhepunkt des Gottesdienstes bildetLas Lamaifche Sacrament, die Einsegnung u. Ver-theilnng des Heiligen Wassers n. die Spendung desGetreideopfers. Es gibt 4 große JahreSfcste: dasNeujahrsfest,das immer ans Len Neumond im Febr.fällt u. fünfzehn Tage dauert, eine Zeit der ansge-lassensten Fröhlichkeit; am dritten Tage findet dasgroße Jubiläum od. die Monlamfeier '(smnon-lam,Segenswunsch) statt; den Schluß bildet das Blnmcn-fest oder die Ausstellung der Bilder; das Fest derMenschwerdung des Buddha Sakjamnni, bei welchemdieBildcrproccssionencharakteristischsind;dieWasser-weihe zu Beginn des Herbstes; das Lampenfest,welches für die orthodoxen Gelbmützen das Todten-fest, oder vielmehr das Hiinmclsahrtsfest des Tson-khapa ist. Außer diesen großen Festen feiert die La-maischc Kirche noch unzählige besondere n. örtliche.In Berbindung mit den Festen stehen die großenkirchlichen Fasten. Bon früh bis Abends, bei allenVerrichtungen wird gebetet; außer den großen undkleinen Gebetcylindern wird auch der Rosenkranz(tibet.p'ron^-wa, mongol.iirilcä) fleißig gehandhabt.Jeder Tibeter od. Mongole hat im Hanse od. in derJurte einen Altar, auf welchem er täglich opfert n.an dem er seine Andacht verrichtet. Biele haben aucheinen förmlichen Gewissensrath od. Beichtvater. Beiallen wichtigen Familicnercignisscn wird die Hilfedes Priesters in Anspruch genommen, so bei der -Na-mengebung, wobei die Kinder mit Wasser besprengtwerden, bei der Firmelung des Kindes, sobald diesessprechen gelernt hat, bei der Schließung der Ehe(jedoch kein kirchlicher Act) und bei der Bestattung.Ein wichtiges n. sehr einträgliches Geschäft für dieLamas sind die Todtcn- oder Seelenmessen (selircl-tsolürosv), welche die strafendcnGotlheitcn, nament-lich den Höllenrichter Jama, zur Milde stimmensollen. Bgl. außer den Reisen von Pallas, Erman,Turner, Ennmngham, Hnc rc., mehrere Schriftenvon I. I. Schmidt, W. Schott (s. beide), Wassiljcw.Über den Buddhismus (russisch), Pctersb. 1857;Köppcn, DieReligiondesBnddha, Berl. 185759,2 Bde.; E. v. Schlagintweit, Lnclälusm in Tltzab(engl.), Lpz. u. Lond. 1863. Schott.

Lamantin, Säugethier, so v. w. Manatie.

Lauiar, County im nordamcrik.Unionsst. Texas,33° n. Br., S5° w. L.; 15,790 Ew.; C-sitz: Paris, l

Lainarck, Jean Baptiste Pierre Antoinede Monet, später Chevalier de L., geb. 1. August1711 zu Barentin in der Picardie; trat 1700 infranzösische Militärdienste, die er aber bald aufgabund sich der Medicin, dann der Astronomie, endlichaber ausschließlich der Botanik n. Zoologie widmete;er wurde 1793 Lehrer der Zoologie am .knrckin ckssplanlos; mußte 1818 wegen Angenschwäche seineStelle Latreitle überlassen n. st. 18. Dcc. 1829 er-blindet zu Paris. Seine analytische Methode derPflanzenclassification in seiner b'Iorülranyaiso.Par.1778, 3 Bde., 2. A. 1793, 3. A. 0. Bde., 1805 bis1815, fand keinen Beifall; in der Zoologie hat ersich durch sein System der wirbellosen Thierc (8/sb.ries animan.r saus vertvbros, Paris 1801 u. Hist,nab. ckes anim. saus vvrt., cbd. 181522, 7 Bde.,2. A. vonDeshayes n. LNilne-Edwards, Par. 1835bis 1815, 10 Bde.), sowie durch den an den fossilenWeichthierrestcn des Pariser Tcrtiärbeckens geführtenNachweis von deren Verschiedenheit von den jetztlcbendenFormcnverdient gemacht. Namentlich aber,n. dies ist sein Hanptverdienst, hat er, als der Erste(inseinerüI>iIosvpIckö2üoIo§icino,Par.1809,2Bde.,2. Ausl. 1830), die Constanz der Arten geleugnet, dieallmähliche Entwickelung des Pflanzen- und Thier-reiches durch Umwandlung niederer Formen in hö-here behauptet n. ans Lebensgewohnheiten n. äußereEinflüsse als natürliche Ursachen znrückznführeii ver-sucht; er ist demnach der eigentliche Begründer derDescendcnzthcorie.

Laillarmora, Alfonso, Marquis di,ital.Ge-neral u. Staatsmann (jüngster Bruder des Carlodi L., Fürsten von Masserano, pieni. Generalliente-nants, Generaladjntanten und Senators (gest. 21.Febr. 1851), dann des auch als Neiseschriftstellcrbekannten Generals Grasen Alberto di L. (gest.18. Mai 1863) u. endlich des zu Balaklawa in derKrim 12. Juni 1855 verstorbenen Begründers derBcrsaglieri und Gencrallientenants AlessandroEvasio, Cavalieri di), geb. 17. Nov. 1801 inTurin, bezog 1816 die sardinische LNilitärakademie,trat 1823 als Lieutenant der Artillerie in die Armeeein, wurde 1831 Hanptmann, 1815 Major ».zeich-nete sich 1818 bei der Belagerung von Peschieraans. Bald darauf znni Oberst n. Brigadegeneralbefördert, übernahm er im Oct. 1818 das Porte-fenille des Kriegs, gab es aber schon im NovemberdesselbenJahres wieder ab, übernahm es im Februar1819 abermals, trat jedoch einige Tage darauf alsGenerallientenant wieder in den activcn Dienst zu-rück. Im April dämpfte er binnen kurzer Zeit denAufstand in Genua. Vom 2. Nov. 1819 bis znmFrühjahr 1855 verwaltete er abermals dasKriegs-ministerinm, sührte dann das sard. HilfScorps von17,000 Mann nach dcrKrim n.nahm an den Käm-pfen vor Sewastopol thcil. Nach dem Frieden znmGeneral befördert, übernahm er im Juni 1856 wie-der das Kriegsministerinnr, reorganisiere die mili-tärischen Bildnngsanstalten, die Artillerie, das Ge-niccorps, stellte eine leichte Cavalcrie her und be-festigte Casale.n. Alcssandria. Beim Ausbruch desKrieges mit Österreich wurde L. Chef des Gcneral-stabes n. libernahm nach Cavonrs Rücktritt, nebstden Portefeuilles des Krieges und der Marine dieLeitung des neuen Cabinets bis zu dessen Rücktrittim Jan. 1860. Im Juni 1861 wurde er General-