Lakonischer Meerbusen — Lally-Tolcndal.
Hut (PiloS); dieSchnhe (HaplaiLakonikai) bestanden^aus einer einfachen Sohle; die Hand bewaffnete einderber Stock; Haare u. Bart wachsen zu lassen, warstwenigstens kein allgemeines Gebot. Die E h e wurde!zwar in der Regel auf Grund gegenseitiger Neigung ^geschlossen, galtmndcssen hauptsächlich für den Spar- ^lauer nur als ein Vertrag, um dein Staate kräftigeBnrgern.Beschützer zu geben. Diesenpolilischen Ab-!sichten gemäß standen Strafen sowol auf dem ehe-losen Zustande, als ans dem zu späten Heirathen n.auf Mißhcirathe». Dis Begräbnisse waren ein-fach n. ohne Prunk; der Leichnam wurde in rothesDnch gewickelt und mit Ölblättern bedeckt. Nur dieGrabmäler Lerer, welche Len Tod fürs Vaterlandstarben, sollten mit Inschriften und anderen Ehren-zeichen geschmückt werden. Manso, Sparta, Leipz.1800—1805, 2 Thle. K. O. Müller, Die Dorier,Brcsl. 1824, 2 Bde., 2. Ausl. 1844: Lachmann,Die spartanische Staatsverfassnng in ihrer Ent-wickelung n. ihrem Verfall, Berl. 1830; Hermann,Antistuitnlnm kacwnisaruin kiboUi VI., Marburg1841. AnS der reichen neueren Literatur überSparta ist hier namentlich auf die diesen Staat be-treffenden Abschnitte in Schümanns GriechischenAlterthümern n. in Max DnnckerS Geschichte desAlterthnms hinznweisen.
Lakonischer Meerbusen (a. Geogr.), großerMeerbusen an der lakonischen Küste (Peloponnes),zwischen den Vorgebirgen Malea n. Tainaron, sehtGolf von Kolokythia oder Colochina (auch von Ma°rathonisi), mit dem boiatischen Buch im O. (jetztBucht von Vatika).
Lakonismos, lakonische Lebens- n. Sprachweise;besonders die berühmte sinnvolle Kürze (LakonischeKürze) im Ausdruck. Daher lakonisch, kurz, ge-drängt, einsilbig.
Lnkrihcnsaft (8neons liguiritias), Dicksaft, inSicilien, Spanien, imBambergischen n. a. O. anSder zerquetschen srischcnWnrzel des Süßholzes durchAbkochen, Eindampfen n. Formen in Stangen, diean der Luft vollends ansgetrocknet werden, bereitet,dunkelbraun, süß, etwas bitterlich, dient gegcnHustcnn. als Zusatz zu Brnstarzncicn.
Lakschmi, s. Vischnn.
Laktometer, s. u. LNilch.
Lala (pers.), Prinzcnlehrcr ans der Klaffe derMndcrrissc(Prosessoren); oftanch Ehrentitel anderertürkischer Würdenträger.
Lalandc, Joseph Jcrome Lefran^ais de,berühmter französ. Astronom, gcb. 11. Juli 1732in Bourg cn Bresse, erhielt seine Vorbildung beiden Jesuiten in Lyon, stndirtc in Paris Juris-prudenz und unter Lemonier besonders Astronomie,wurde 1751 von der Französischen Akademie nachBerlin gesandt, um zu derselben Zeit, wo Lacaillezu gleichem Zweck nach dem Eap reiste, die Parall-axe des Mondes zu bestimmen, 1752 bis 1753Advocat in Bonrges, 1761 Professor der Astronomieam CoUsxfü cks I'raues und 1768 Direktor derSternwarte in Paris, wo er 4. 'April 1807 starb. Erschr.: lixpositäon ckn oaleul askrcmom., Par. 1762;Astronomie, ebd. 1704, 2 Thle., 3. Anfl. 1792;Abrö^ü ä'astrvnoinio, Amst. 1774, 3. Ausl., Par.1796 (deutsch, LpZ. 1775); VovaFS ä'nn I'rnuyoisen Italio, en 1765 ot 66, Ven. und Par., 8 Bde.,3. Anfl., 7 Bde., Par. 1780 (benlschvonVolckmann,
Lpz. 1770 — 71, 2. Anfl. 1777 ff.): Oos canauxäs iw vigntion, Par. 1778; Astrouomio los äamss,ebd. 1780, 2. Anfl. 1795; AbrooP äs Navigation,ebd. 1793; Ilibkiograpliia astronom., ebd. 1802,n.A.; gab auch Oonnaissainoo-j äs tomps, von 17591800 heraus. Specht.«
Lakcnbnch, s. Schildbürger.
Lälrils. Die Imolia gsno war ein Plcbejcrge-schlccht, welches wahrscheinlich ans Tibur stammte n.dessen Patronat die Scipionen hatten: 1) Casus,Freund n. Legat des älteren Scipio Africanns, warunter ihm Anführer der römischen Flotte in Spanienim 2. Pnnischen Kriege, seit 210 v. Ehr., half demScipio Carthagena erobern, focht bei Bäcnla n. be-gleitete den Scipio zur Zusammenkunft mit Syphax;205 wurde er von ihm mit einem Theile der Flottevon Sicilien nach Afrika gesandt, bekriegte dann mitMasinissa den Syphax, nahm denselben gefangenn. brachte ihn nach Rom; auch kämpfte er 202 rühm-lich bei Zama und überbrachte die Siegesnachrichtnach Rom. 'Nach dem Frieden wurde er Ädil, Prä-tor n. 190 Consnl. 189 war er bei der Colonisir-nng der diikkin sisakpina thätig n. an mehreren Ge-sandtschaften betheiligt. 3) Cajns, SohndesBori-gen, Philosoph, Schüler der Stoiker Diogenes undPanätins n. daher Lapisns (der Weise) beigenannt;wurde im I. 151 v. Ehr. Volkstribnn, begleitete imdritten Pnnischen Kriege 147 v. Ehr. seinen Freund,den jüngern Scipio, nach Karthago, wo er sich na-mentlich bei der Eroberung deS Hafens Kothon her-vorthat, führte als Prätor 145 den Krieg gegen Vi-riathns in Spanien mit Glück n. wurde 140 'Consnl;in den Gracchischen Unruhen stand er mit Scipio aufSeiten der Adclspartei und war deshalb ein Gegen-stand des Hasses der Demokraten. Er war ein be°dentenderRcdncr, beschäftigte sich auch mit der Dicht-kunst und hatte Umgang mit den gelehrten Griechenn. Römern, namemlich mit Lncilins, Terentins, andeffcnKomödicn er wesentlichen Antheil gehabt habensoll, und CälinS Antipater. Er stand in hohem An-sehen, bes. bei Scipio, der in allen Stücken seinemRathe folgte. Nach ihm benannte Cicero sein Buchvon der Freundschaft. Seine Tochter Lälia, einewissenschaftlich gebildete Frau, war an den AugurQ. Mncins Scävola verheirathet. Eichhoff.
L'Attcmand, j. Allemand.
Lalkff-Tolcnüal, 1) Thomas Arthur, GrafvonLally, Baron de, aus einer irischen Fami-lie, gcb. Jan. 1702 zu RomanS in der Dauphine;nahm 1720 Kriegsdienste und zeichnete sich in Flan-dern ans, 1740 folgte er als Brigadier dem Präten-denten Karl Eduard nach Schottland, 1747 kämpfteer wieder in den Niederlanden, 1756 ernannte ihnLudwig XV. znm Gcnerallientenant und General-commandanten aller sranz.-ostind. Niederlassungen,wohin L. sich Mai 1757 begab. Anfangs kämpfteer dort glücklich gegen die Engländer, mußte jedochspäter die Belagerung von Madras anfgeben und,1760 in Pondichery cingeschlossen, ergab er sich end-lich nach lOmonatlichcr Belagerung durch die gräß-lichste Roth gezwungen im Jan. 1761. Er wurdenach England geschafft, erhielt jedoch die Erlanbniß!znr Reise nach Paris, da man ihn dort der Ver-rätherei und Feigheit beschuldigte. Man versprach'ihm hier Untersuchung, setzte ihn aber, nachdem manahn ein Jahr hatte warten lassen, in die Bastille n.