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Lokonika.
hießen NIM Mitpllä; alle lebten beisammen, ihre Zdie Avantgarde) n. 300 Hippeis (die Ritter) kamen.Kost war gering und sparsam, die Kleidung einfach, ^ BefchlshaberciiizclnerTrnppcnabthcilnngenwaren :die Lagerstätte Schilf; sie übten sich im Gymnasium sEnomotarchä, die Führer einer Enonwtia, Pente-u lcrniten die Elementarkciintnisse. Vom 12. Jahre Aosteres, die einer Pentekostys, Lochagoi eines Lo-an wnrde die Haltnng strenger n. härter; sie wnr-ichos, Polemarchoi einer Mora; Hippagretai Anfüh-den in größere Abthcilnngen (Bnä) nnd diese in rer der Hippeis. An der Spitz- des ganzen Heeres
kleinere (Jlä) getheilt; mit dem 16. Jahre hießen sie ' ^
Sid ennä nnd nach dem 18., wo das Knabenalterabschloß, Eirenes, ans denen schon Aussetzer überdie Jlä gewählt wurden. Über dem ganzen Er-ziehnngswesen stand der Pädonomos, dem zur Voll-ziehnng der körperlichen Züchtigungen die Mastigo-phoroi bcigegeben waren. Übungen in der Gym-nastik (Laufen, Ringen, Diskos- nnd Wnrfspießwcr-fen), kriegerische Tänze (Pyrrhiche) nnd Jagd warenHanptbeschLstignngcn der Zöglinge. Endlich benutzteman noch als ein Mittel zur Prüfung des Muthesnnd der Geduld die jährliche Geißelung der Jüng-linge n. Knaben an einer Säule, die ohne Geschreiertragen werden mußte (Diamastigosis). Die sittlicheBildung gipfelte in der Übung im Gehorsam gegendie Vorgesetzten, in Achtung gegen das Alter n. Be-scheidenheit in Worten n. Handlungen. Kleine Diebe-reien der Knaben galten als verzeihlich, sofern sieauf Gewandtheit, Schärfung der List, n. Übung fürden .Krieg abziclten. Dis geistige Bildung bestand na-mentlich in Erwerbung musikalischer Fertigkeiten, inErlernung vonGesängen, besonders der Homerischen,und in der Übung der Urthcilskraft nnd des Scharf-sinns durch kurze treffende Antworten auf über-raschende Fragen (vgl.Latonismiis). Die-sittenanf-sicht über die Frauen hatten die Harmospnoi. Mitdem 30. Jahre hörte zwar die eigentliche Erziehungdes Spartaners auf; gleichwol mußte er sich fort-dauernd gewissen Beschränkungen unterwerfen, wel-che ihn in seiner bisherigenAbhängigkeit vom Staateerhielten. Dahin gehören vorzüglich die gemeinschaft-lichen Mahlzeiten (Phiditien oder Syssikicn), wobeisie nach Abtheilungen nnd Zeltgcnosscnschaften zusammcn kamen.
U) Kriegswesen. Die Heeresverfassnngschloß sich an die Ethnographie des Landes an: dieSpartiaten stellten anfangs für jede Komc (s. n.Lake-dämon) einen Loches, welche alle als Schwerbewaff-nete zu Fnß dienten; auch stellten sic 300 Hippeisals Ehrenwache des Königs; die Periökcn, ebenfallsschwere Infanterie, bildeten besondere Abtheilnngen;die Heloten gingen nur als Diener n. Schildträgerihrer Herren in den Krieg, doch in Zeiten der Nochnahmen sie auch als Leichtbewaffnete thei! an demKampfe. Noch in der Schlacht bei Platää waren5000 Spartiaten, 5000 Periöken u. 35,000 Heloten.
Die Dienstzeit der Spartiaten war vom 20. bis 60.
Lebensjahre. Während des fünften Jahrhundertsbei der znsammenschmclzenden Zahl der Spartiaten,wnrde die Formation des spartanischen Heeres eineandere; Spartiaten n. Periökcn bildeten jetzt znsam-men die Schaaren der Hoplitcn. Abtheilungen: Eno-motia— 36 (32, 25) Mann; 2 (4) Enomotiä mach-ten eine Pentekostys, 2 derselben einen Lochos nnd4 Lochoi eine Mora, welche gegen 600 Mann starkwar. Doch wird die Stärke einer Mora bald auf
500, bald auf 600, bald auf 700, ja zu 900 Manul zu gefallen. Das hauptsächlichst
standen anfangs beide, seit Ansgang des 6. Jahr-hunderts immer nur einer der beiden Könige, demin späteren Zeiten einige von den Ephoren zugeord-net waren. Der Menschenvcrbranch im Pcloponne-sijchen Kriegs nöthigte schließlich zur Aufbietungauch von Heloten als Hoplitcn, die damit Freiheitnnd niederes Bürgerrecht erhielten. (Ncodamodeis,s. oben.) DieContingenteder peloponnesischen Bun-desgenossen Spartas standen imKricge nnterdemBefehl spartiatischer Stabsoffiziere. Das schwereFußvolk machte die Hanptwaffe des eigentlichen spar-tiatischenHeeces ans. Dagegen blieb die Reiterei stetsein unbedeutender Theil des Heeres. Waffen wa-ren cinknrzes, gekrümmtes, zweischneidiges,schweresSchwert (ilyele), ein langer Speer (Dory), Helm n.Schild (Aspis). Das Gewand war roth. Die dicht-gedrängte Phalanx, welche bei den Doriern an dieStelle der in achäischer Zeit üblichen Wagenkämpfen. einzelnen Haufen kam, griff mit KricgSgesang an.Bon einer spartanischen Seemacht finden sich erstim Persischen Kriege Spuren, jedoch erscheint sie sehrunbedeutend. Noch zu Anfang des PeloponnesischenKrieges konnte Sparta wirksam nur als Landmachtanftreten, doch bildete sich im Laufe dieses Kriegeseine namhafte Flotte. Zur Bemannung der Flottegebrauchte man hauptsächlich Heloten nnd Söldner.Die Strafen n. Belohnungen imKricge sollten haupt-sächlich auf den Ehrgeiz wirten; der Feige, welcherdie Reihen verlassen hatte (Tresantes), oder seineWaffen, bes. den Schild wegwarf, war ehrlos nndwurde zu Hanse allen nur möglichen moralischenMißhandlungen ansgesetzt.
II. Privatleben, öi) Cnltnrznstand. Derdorische Spartiate, befreit von der Sorge für Be-köstigung, Kleidung nnd alle anderen Bedürfnisse,kannte nur Krieg nnd Jagd als Geschäft. Gewerbetrieben die Spartiaten nicht, ihre Güter wurden vondenHeloten bestellt, Gewerbe n. Handel lag in den Hän-den der Periöken. Ein rauhes Soldatenvolk, dessenHerbigkeit nur durch die künstlerische Pflege der Göt-terfeste n. die Musik gemäßigt wnrde, erlag der ein-zelne Spartaner als Feldherr oder Statthalteraußerhalb seiner Grenzen sehr leicht allen Versuchun-gen. Die Zeiten des Verfalles seit der VorherrschaftMakedonienszeigendieSpartaner arger Schwelgereiergeben.
ö) Sitten n. Gebräuche. Unter den Nahr-ungsmitte lnderSpartiaten blieb am berühmtestendie sog. Spartianische oder schwarze Suppe (Zomos,Bapha genannt), deren Zusammensetzung man nichtkennt. Ihre Speisen waren lange einfach, doch ver-achtete man bei den Gemeinmahlzeitcn (Phiditien)auch einen als Jagdbeute gewonnenen Braten, undNachtisch (Epaikle) nicht n. gab Fremden zu EhrenSchmause (Kopis). In den Zeiten nach Agesilaosdagegen sing man an, sich in asiatischer Üppigkeit
Kleidungsstück,chten