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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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Lakonika.

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H Landes gänzlich. Ans der Ostküste blühte seit Ende^ des 6. Jahrh. durch griechische Flüchtlinge die Stadt, Monembasia ans; indem GebirgeParnon erhieltsich das griechische Völkchen der Tschakonen. Ansder Südspitze des Taygclos bei der Festung Mani

- erhielt sich ein anderer Liest von Hellenen, die erstgegen Ende des 9. Jahrh. Christen wurden. In

^ n. andcm Taygetos aber setzten sich seitdem Endedes 8.Jahrh. die slavischenStämme der Meliugerund Ezeriten sest, die erst seit der Mitte des1V. Jahrh. den byzantinischen Kaisern wirklich hul-digten. Sparta oder Läkedämon erhielt sich oderwurde wieder gräcisirt nnd erscheint im 10. Jahrh.als blühende griechische Stadt. Als seit 1205 dieFranzosen des vierten Krenzznges Len Pelo-ponnes eroberten, siel Läkedämon schnell in ihreHand ; dagegen hielt sich das übrige Lakonien nochlange griechisch und selbständig. Erst seit 1219 er-oberte W i l h c l m IaV i l l eh a r d v n i n ganz Lakonien./ Monembasia ergab sich 12-18, n. bei Sparta entstand

- 12-19 die neue Stadt und Festung Misithra. Einunglücklicher Krieg aber gegen Kaiser Michael VIII.PaläologoS nöthigte Villehardonin, Lakonien schon1292 wieder an die Byzantiner abzntreten, die nunvon hier ans mit immer wachsendem Erfolge dieFranken imPeloponncs bekämpften; bis zum Jahre1432 ist es ihnen endlich auch gelungen, die Halb-insel mit Ausnahme einiger venetiainschcr Festungenznrück.znerobern. Misithra blieb lange nur in derHand von Statthaltern. Endlich machte der KaiserJohannes VI. Kantaknzenos 1318 ans diesemGebiete ein eigenes Fürstenthnm oder Despotat fürseinen Sohn Manuel, der nicht lange nachher zu-erst die Einwanderung von cpirotischen (toskischcn)Albanesen nach seinem Lande einleitete. Ans derHand derKankatnzencn ging Misithra mit Lakonien

^ im Jahre 1383 in die Hand der P aläolog en wie-

- der über, die hier cineSecnndogenitnr ihres Hausesgründeten. Theodor I. (13831407), Theo-dor 11.(1-1071443), Konstantin seit 1-1-13, der1448 letzter byzantinischer Kaiser wurde, n. D e m c-tri os scit 14-18 waren diePaläologischen Fürsten vonMisithra. Gab die philosophische Schule des Ge-

; mistos Plelhon der Stadt Misithra unter ihnen einenl letzten Glanz, so war die Lage des Landes beiderewigen 'Roth vor den Türken n. seit 1448 bei demHader dcS Fürsten Demetrios mit seinem BruderThomas im westlichen Peloponnes elend genug. ImJahre 14 9 0 nahm der türkische Sultan M oha m-. meL II., wie von dem übrigen griechischen Pelo-, ponnes, so auch von Lakonien Besitz. Nur Monem-basia erhielt sich frei u. ergab sich 1-192 an die Ve--' netianer, welche Liese Stadt sammt dem Lande der

- Maniaten oder Mainotten (die ans Hellenenu. Slaven gemischten Bewohner des Taygetos) noch

i lange behaupteten. Monembasia wurde erst 1540türkisch; die Maina war allerdings schon 1479 andie Pforte abgetreten, aber die Maniaten behauptetenzu allen Zeiten gegenüber den Türken eine Art halber. Unabhängigkeit. Tapfere Krieger, gefürchtete Pi-raten, nahmen sic seit 1821 cincnwesentlichenAntheil. an dem neugriechischen Befreiungskriege. Bei der

- / Einthcilnng Griechenlands von 1835 wurden ans

(dem alten L. zwei Provinzen, L. n. Lakedämon ge-' bildet (s. o.). .Hertzl-erH

- Lnkonika (Antiquitäten). I. Öffentliches Le-

iben. ^) Verfassung. Nach derDorischen Er-! obecnng gliederten sich die Einwohner in drciHanpt-Hnassen: n) Spartiatcn, die dorischen Faniilien,welche sich in Sparta festgesetzt und zns Herren desganzen Landes gemacht hatten. Sie zerfielen indrei Phylen od. Stämme (Dymanes, Hyllcis, Pam-phyloi) n. diese wieder in dreißig Oben. Die grnnd-i sätzlich an Recht u. Würde gleichen Spartiatcn unter-! schieden sich später, nach Verfall der alten Gesetze,welche die Gütergleichheit sichern sollten n. die edlenMetalle ansschlossen, recht bemerkbar schon seit Endedes Peloponnesischen Krieges, nach persönlichen Vor-zügen und größerem Grundbesitz in Homoioi, dieBegüterten, aus welchen die Geronten gewählt wur-den, u. inHypomeiones, Minderbegüterte, welchenur noch Zutritt znm Ephorat hatten. lHPeriökoioder Lakedämonier, die ursprünglichen achäischenBewohner des Landes, welche von den eroberndenDoriern im Besitz ihrer Freiheit n. Ländereien ge-lassen wurden; sie bewohnten die lakonischen Küsten-städte , hatten nur an dem Kriegsdienste, nicht aberan dem Staatsleben der Spartiatcn Antheil. o) H e-lotä, der am schlechtesten gestellte, zur Leibeigen-schaft hcrabgedrücktcLhcil der vordorischen Bevölker-ung, dis unfreien, an die Scholle gebundenen Bau-ern ans den Gütern der spartiaten. Die von Spar-

Belohnung

für in Nothzeitcn dem Staate geleistete KriegsdiensteFreigelassenen hießen Neodamodeis. Diese drei! Volksklassen bestanden bis zu der revolutionärenNivellirung des Staats durch Len socialdemokratischenTyrannen Rabis gegen Ende des 3. Jahrh. v. Chr.

11) Regierung. Der spartanische Staat waranfangs in den alten Formen der heroischen Mon-archie ansgebildet, aber durch Unruhen zerrüttet; seitLykurgs Gesetzgebung erscheinen (s. n. Lakonika,Gesch.) dauernd neben einander zwei Könige an derSpitze, aber die Hanptbehörde wurde der regierendeRath (Gernsia), welcher ans 28 ans Lebenszeit er-wählten Mitgliedern(Gerontes) bestand. DieKönigehatten wesentlich nur noch im Kriege Bedeutung,hier aber die Obcranführnng. Die Volksversamm-lungen (Ekklesiai) der eigentlichen Spartiaten cnt-! schieden vhne Debatte mit Ja oder Rein über dieVorlagen der Staatsregiernng, namentlich über, Krieg, Frieden, Bündnisse rc. Alle wirkliche Macht, im Staate rissen aber seit dem letzten Jahrhundert/ vor dem Perserkriege die jährlich wechselnden fünf! Ephoren an sich, die ans einer alten Behörde zurVertretung der Gemeinde gegenüber der Executiv-gewalt der Könige und znr'Pflege der Civilgerichts-barkeit, allmählich eine alles überwachende Control-behörde wurde.

(1. Religion. Die Spartaner verehrten die Gott-heiten der übrigen Hellenen (s. Griech. Mythologie).Die gottesdienstlichen Gebräuche standen unterOber-anssicht der Könige, befand, intim waren die Bezieh-ungen zu Olympia n. zu dem Delphischen Orakel.

1). Die Ersziehnng der Kinder war ans Grundder Lyknrgischen Zucht in Sparta nicht Sache derFamilie, sondern des Staates. Die Knaben wurdender elterlichen Aussicht nur bis ins siebente Jahr ge-lassen, dann kamen sie in die öffentliche Erziehung inden bestimmten Gymnasien und Übungsplätzen und

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