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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
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Lokoiiika.

Seemacht geworden war und die Hegemonie inGriechenland in ausgedehntestem Umfange wiedergewonnen hatte, aber auch innerlich, social u. sittlichvöllig nmgewandelr erscheint. Der größte.Held dieserZcit,'Lysänder, gab zn allem Unheil den Anstoß,überall auf die Oligarchie gestützt di- Demokratieblutig zn zertreten, zugleich aber auch die früherenBundesgenossenschonungslosznbehandeln. Darauserwuchs allmählich der bitterste Haß, namentlich derThebancr gegen Sparta. Als nun König Agcsi'laos II. (397360), einer der größten Könige inSparta, seit396sicgreich in Asien gegen die Perser imFelde lag, sah er sich im Frühling 394 nach Hanse beru-fen, weil inzwischen Korinthern. Thebancrsein Vater-land bedrohten. Er besiegte die Feinde bei Koronca(394), aber seine Flotte wurde in diesem Jahre vonden Persern bei Knidos geschlagen. Sinn entbrannteeiiincner langwieriger Krieg. U», wenigstens die.Hege-monieinEuropaznbchauptcn, schloß Sparta387mitPersien durch Antalkidasdcn nach ihmbenanntcnFrie-den (Antalkidischer Friede). Stach demselben wurdendie griechischen Städte Asiens dein Pcrscrkönig wie-der untergeben und sollten die griechischen Staatenvon einander unabhängig und der Perserkönig beietwa anSbrcchendcn Streitigkeiten unter ihnenSchiedsrichtcrsein. DicserschiinpflicheFricden sichertedie wankende Hegemonie der Spartaner. Stoch ein-mal hob AgcsilaoS bis 379 die Macht Spartas znkolossaler Höhe. Aber die Erhebung des seit 383unterworfenen Theben zn Ende des Jahres 379bezeichnet- Spartas Niedergang. Ver-nichtend wirkte 371 die Niederlage bei Lenktra, woEpaminondas die Spartaner schlug. Ihr Bundzerfiel; die Thebancr belagerten sogar Sparta anskurze Zeit n. gaben 369 den Messeniern ihre Frei-heit wieder. Sparta hatte die Hegemonie für immerverloren. Nunmehr LnrchArgos, das arkadische Me-galopolis n. Messenien umschlossen, war Sparta gegenseine griechischen Feinde, 338 v. Ehr. anch gegenPhilipp von Makedonien, nur ans eine kümmerlicheDefensive beschränkt, während in dem Inneren diealte Zucht sich anfznlöse» begann. Militärisch ver-nichtcndwnrdedieNicderlage.welcheKönigAgislll.,der währendAlexandersdcs Großen persischem Feld-züge eine Erhebung gegen die makedonische Hege-monie begonnen hatte, im Jahre 330 bei Megalo-polis erlitt. Doch zeigten die Spartiaten noch einenRest der alten Krasl, als sie in dem Zeitalter derDiadochcn die Angriffe (295) des DemetrioSPolior-ketes u. (272) des Königs PyrrhoS von Epirns ab-znschlagcn vermochten. Jndcß sank Sparta dochimmer mehr, da mit der fast gänzlichen Auflösungder Lyknrgischen Zucht n. Ausartung der Verfassunganch der Charakter des Volkes verdorben war; vonden ursprünglichen 9000 Vollblirgcrn waren infolgeder starken Kriege nur noch 700 übrig n. von diesenhatten höchstens 100 allen Grundbesitz in ihren Hän-den vereinigt n. lebten in Schwelgerei, während dieanderen verschuldet waren n. darbten. Als A g is IV.244 König wurde, wollte er die alte Verfassung mitder Strenge der Sitten wieder einsühren; und ob-gleich sein Nebentonig Leonidas II. ihm widerstrebte,so gelang es ihm doch dadurch, daß Leonidas ver-bannt wurde, daß er selbst sein ganzes Vermögenzur Thcilungsmasse gab n. daß sein FreundLysandcrEphoros wnrde, 242 ein Gesetz dnrchznbringen, nach

welchem die Zahlder Vollbürgerdnrch Ergänzung an?Fremden n.Periöken ans 4500gebracht n. unter diesedas gesamntte Grnndcigenthum neu vertheilt wnrde.Aber diese Revolution scheiterte sehr schnell. Agisfand 241/240 seinen blutige» Untergang, n. mit Leo-nidas II. kehrten die alten Zustände zurück. Hatteaber Leonidas II. die Reformbestrebnngen des Agisunterdrückt, so nahm sein eigener Sohn Kleome-ueS III., welcher ihm 235 v. Chr. folgte, dieselbenans, n. cs gelang ihn,, wiewol nicht ohne Härte n.blutige Gewalt in, Jahre 226 die LyknrgischeVerfassung theilweise wieder hcrznstellen.Er schaffte die Ephoren ab, stellte aber anch die ab-solute Macht der Könige wieder her, hob die Schul-den ans, und vertheilte den Ackerbesitz gleichmäßig,führte wieder alte Zucht n. Mäßigkeit ein n. erwarbdurch Frngalität u. Leutseligkeit die Liebe des Volkes.Zn seinem Unheil aber ries der von ihn, harl mit Kriegbedrängte Führer des achäischcn Bundes, Aralos,223dieMakeLonierwider ihn ins Feld. BeiSellasia221 gänzlich von den, achäisch-makedonischen Heerunter Antigonos Doson geschlagen, floh Klcomencsnach Ägypten, wo er 219 den Tod fand. Antigonosließ den Spartanern ihre Freiheit, aber natürlichstanden sie unter dein Einfluß der Makedonier. Diefolgenden Zeiten gaben Tyrannen Gelegenheit, sichan die Spitze des StaalcS zn stellen, so dem Ma-chanidas 211207, nachdcssen Tode den. Na bis,welcher letztere, ein fürstlicher Socialbeniokrat deralten Welt, die alten Zustände in Sparta völlig um-stieß und das alte Spartiatenlhnm ans Lebenund Tod bekämpfte. Seine Verfeindung mir denAchäern n. den Römern führte 195 v.Chr. zn einemAngriffe der Römer unter T. QninctinsFlamininnsans Sparta. Nabis wnrde zum Frieden unter har-ten Bedingungen gezwungen, n. mußte namcnt.ichdie alten Pcriökenstädte als Elenrhero-Lato»enfreigeben. Allein kanln hatte sich das römischeHeer entfernt, als er mit Äiolien n. König Antiochosvon Syrien cinBündniß schloß n. seitdem Spätjahr193 auss Nene feindlich gegcn denAchäischcn Bnnd ver-fuhr. Nabis snchte(l92)dabci, weildieAchäcr seinermächtig wurden, Hilfe bei dcn Ätoliern,». im Begriffanss Nene gegen die Achäer zn kriegen, wnrde ervon Alexamenos bei einer Truppen,nnsternng er-mordet. Hieraus traten dieLakedämonicr gezwungenin dcnAchäischenBnnd. ImJahre189wolltensie'sichwieder von demselben losmachen, aber der Versuchmißlang, und die Lyknrgischen Einrichtungen w,irdenmomentan aufgehoben n. durch achäischc ersetzt, nurdaß die Spartaner trotzdem niemals anfhörtcn, Ver-suche zur gewaltsamen Trennung von den Achäernzn machen. Mit Unterwerfung des Achäischcn Bun-des unter die Römer 146 v. Chr., kam auch L. unterdie Herrschaft der Römer, welche Sparta als freieStadt wohlwollend behandelten. Sparta thciltealle SchicksaledcrProvinz Achaia, wurde im 3. Jahrh.n. Chr. selbst Sitz einer Rhctorenschnle; dabei er-hielten sich Reste der Lyknrgischen Einrichtungen bisins 5. Jahrh. ». Chr. Die 'Elenthcro-Lakonen be-standen als eil, kleiner Bnndesvercin bleibend in24 Städten. Von den im 3. Jahrh. n. Chr. nachdem Peloponnes streifenden Gothen landete 267 einTrupp im Lakonischen Meerbusen und verheerteSparta; Gleiches that 395 u. 396 Manch. Dieslavischen Einbrüche veränderten die Gestalt des