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Bd. 12 (1877) Laing - Mettenleiter
Entstehung
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Lakonika.

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chenland), gr enzte gegen W.theils anden Messcnischsn!Meerbusen, thcils an Messenien (eigentlich an das^TaygetoS-Äcbirge), gegen S. an den tief cinschnei-ldcndcn Lakonischen ober Gythcatischen Meerbusen,!gegen O. an das Myrtoische Meer (zeitweilig auch!an den Argolischen Meerbusen), gegen St. an Ar-Igolis (Parnon-Gebirge), und Arkadien (BerglandSkiritis); die Größe war etwa 87 ZZM., auf denenwährend der Blüthezeit etwa 200,000 Menschenwohnten. L. war fast ganz Gebirgsland, am Enrotasaber eine große, fruchtbare Ebene von etwa 20 sZM.Im O. schied ein Gebirge das Enrotasthal von demöstl. Ujerstriche des Peloponnes (wo unabhängigeIonische Colonien), das südl. bis znm VorgebirgeMalca reichte n. im dt. Parnon (jetzt Malevoli), imS. Zarex (jetzt Kolokera, etwa 8400Fuß hoch) hieß;zwischen diesem Gebirge n. Sparta lagen verschiedeneHöhen. Jm W. (gegen dNessenicn) zieht sich von Ncknach S. das hohe n. ranhe Gebirge Taygetos,mitMarmorbrüchcn n. reich an Nietallen; reicht nach S.!bis znm Vorgebirge Tainaron (jc^tCapMartapan);!es ist Las höchste Gebirge des Peloponnes, wohlbe-!wässert (außer auf den höchsten Gipfeln), mit reichen!Triften für die Herden; etwa in der Mitte der Berg!Derrhion (dabei im Tiasathale die Straße nach Mes-senien), im sndl. Theile der Taletos (jetzt Hagios!Ilias oder Makryno, früher dem Apollon, jetzt dem!heil. Elias geweiht, gegen 7400 Fuß hoch); durch jErdbeben ist der Taygetos zerklüftet, daher die be-rühmte Felsspalte KaiadeS, westl. von Sparta, inwelche man die Verbrecher stürzte, n. die Felsspaltebeim Vorgebirge Tainaron, wo der Eingang znmHades sein sollte. Auch gegen dt. war L. durch Ge-birge geschützt; nur 3 Hauptstraßen führten hinein:voll Messenien aus, von Mcgalopolis ans im Thaledes Enrotas n. bciScllasia. Enltnrfähigcs Land wardie Ebene im Thale des Enrotas. Vorgebirge außerden erwähnten: Thhridcs (jetzt Capo Grosso), Minoa(wo jetzt die Stadt Moncmbasia liegt) Diana (jetztCap Petali), Onnchnathos (jetzt die Insel Elaphonisi).Der Hanptstrom des Landes war der Enrotas (s. L.).Seine Nebenflüsse waren: links: der OinnS (mitdem Gorgylos; jetzt Kalefina); rechts: der Tiasa(jetzt Msitra od. Ältistra), Phellia bei Amyklai (jetztTakhnrti); außerdem einige Küstenslüsse. Im S. warder Lakonische Meerbusen zwischen Malea undTainaron (jetzt Golf von Marathonisi). Das Landwar reich an Ziegen, Wild (lakonische Jagdhundeberühmt), Fnttcrkräntcrn, Purpnrschnecken ec.Die ältesten Einwohner L-s waren Äynnricr undLeleger, zu denen später Achäer kamen; dann wan-dertcn Dorier ein n. waren der herrschende Stamm;dieResteder früheren Bewohner blieben als Peroiken(Periöken) wohnen. Der allgemeine Name derEinwohner wurde nun Lakones oder Laledämonicr,auch Spartiatcn n. Spartaner. Die Städte waren:amMessenischenMeerblisen: Gercnia(jctzt Zaruata),Lenktron oder Lcnktra (jetzt Lcftro), PephnoS, Tha-lamai, Oitylos (jetzt Vitylo), dNefsa (jetzt Hafen vonMezapo), Tainaron (znrNömerzcitKaincpolis, bcilligleichnamigen Vorgebirge, beim Kloster Kyparisso);am Lakonischen Meerbusen: PsamathnS (jetzt PortoQnaglio od.Kaio), Tenthrone, Las,Gytheion (jetztPaläopolis),TrinasoS, Hclos, Akriai (jetzt ssininenam Hafen Kokinio), AsopoS, Kyparissia, Boiai (dar-nach die östl. SeilenbnchtdcS Lakonischen Meerbusens

benannt); am Myrtoischen Meere: Side (beim jetzi-gen Hafen Hagios Georgios), Epidelion (beim CapCamili), Niinoa (jetzt Moncmbasia), EpidanrosLimera (jetzt Palea Moncmbasia); im Inneren linksvom Enrotas: Jos, Karyai, Sellasia am OinnS,Pellana am Enrotas, Therapne am Berge Mene-laion, Geronthrai; rechts vom Enrotas: Amyklai,Sparta od. Lakedämon. Hrniemami.

Lakonika (Geschichte). Die ältesten bekannten,altgriechischen Bewohner des Landes waren Leleger.Dann erscheint auch hier in der späteren Periode desheroischen Zeitalters das Achäerthnm vorherr-schend, zuletzt nnterdenPelopiden, deren glänzendsterName für Lakonicn König Menelaos ist. Bei derdorischen Eroberung des Peloponnes fälltdieses Landden Herakliden Enrysthenes und Prokles zu.AbcrdisDorier, die sich in Sparta festsetzten, muß-ten jahrhundertelang mit den Achäern nin den Besitzdieses Landes kämpfen. JndiesenZeitcn entstand der .Unterschied zwischen den Spartiaten, den Lakedämo-niern od. Periöken u. den leibeigenen Heloten s. La-konika (Ant. I. L). Die Unterwerfung des Landeswurde namentlich durch die Zerrüttung u. den Zwie-spalt unter den D oriern selbst anfgehalten. Diesermachte ein Ende die Gesetzgebung des Lyknrgos(nach dcrherkömmlichenAnnahme884 V.CHr., wahr-scheinlicher jedoch erst zwischen 830 n. 770 v. Ehr.).Seit Lyknrgos Zeit gewinnt das Volk der Spartia-ten erst seine rechte kriegerische Energie n. durchschla-gende Kraft. Die Achäer.oder Lakedämonier wurdenbis zur Mitte des 8. Jahrh. gänzlich unterworfen.Schon beginnen glückliche Fehden mit Argos undArkadien. Aber die eigentliche Größe der Spar-tiaten gründet sich erst ans die Bezwingung des do-rischen Brudervolkes in Messenien; dieses Land!wird zuerst 780710 mühsam unterworfen, ein! kräftiger Ansstand 645630 in langen Kämpfen! gebändigt, die Messenier theils zur Helotie hcrab-gedrückt,theilSznrAnswandernnggezwungen. Nun-mehr übermächtig, überall die Stützen des Adels gegenTyrannis n. Demokratie, trotz ihres Doppclkönig-thnms wesentlich aristokratisch organisirt, brachensic bis 555 v. Ehr. auch die Macht der Tcgeaten,n. erhoben sich durch Ausbildung der peloponne-sischen, von ihnen geführten Symmachie währendder letzten fünfzig Jahre vor den Pcrserkriegen zurersten Macht in Griechenland. Das ewig feindlicheArgos erlitt wenigstens 405 eine vernichtende Nieder-lage. Die Erfolge ihrer Feldherren in dem Per-serkriege gegen Zierxes (481479) führen dieSpartaner an die Spitze aller Hellenen. Aber diefrevelhaften Thorhciten ihres F-cldherrn Pansa-nias, noch mehr die Überzeugung von ihrer Unfähig-keit, auch die Seehcrrschast zu behaupten, veranlaßtdie Spartaner, 476 v. Ehr. die Führung zur Seeden Athen crn zu überlassen. Die rohe n. perfidePolitik, welche Sparta in seiner allmählich erwachen-den Eifersucht nachmals gegen das rasch n. glücklichansblühende demokratische Athen entwickelt, veran-laßt die Athener endlich 461 v. Ehr. znm offenenBruche mitSparta. Nach mehrfachen kleineren Waf-fcnzügen n. Friedensschlüssen entbrennt endlich zwi-schen Sparta n. Athen n. Len um beiden gleichegrnppirten anderen griechischen Staaten (431) derfurchtbare Peloponncsische Krieg (s. d.) mit LessenEnde404allerdingsAthensMacht gebrochen, Sparla

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