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Die Landtagssession 1871—1872.
sobald Sie es mir irgend möglich machen. Das wirdIhnen und uns aber viel leichter sein, wenn Sie sichvon alle dem lösen, was diesen Frieden erschwert, ohnemit der Stellung der katholischen Kirche in Preußen undDeutschland in einem notwendigen Zusammenhänge zustehen.
Was nun die Gegner dieser Gesetzesvorlage auf kon-servativer Seite betrifft, so habe ich mich vergebens be-müht, mehr als zwei Gründe entwickelt zu bekommen,die einen anderen als einen rhetorischen Eindruck machen.Der eine davon war ein gewisses Mißtrauen gegen das Ver-halten der sogenannten geistlichen Abteilungen bei denRegierungen. Ich muß mit Bedauern wahrnehmen, daßdiese Behörden auf dem Lande sich kein Wohlwollen zuerwerben gewußt haben in höherem Maße, als es derFall ist. Man glaubt von ihnen, sie seien nicht immerschonend für einzelne Rechtsverhältnisse, sie schrieben undmaßregelten zu viel. Das liegt ja auf einem anderenGebiete, auf dem der inneren Organisation. Aber da-mit, glaube ich, hat dieses Gesetz nichts zu thun, denndie Selbständigkeit der Provinzialregierungen in Bezugauf die Anstellung und die Absetzung von Schulinspektorenkönnen wir aus finanziellen Gründen nicht von einergewissen Zentralisation freilassen; der Finanzminister mußwissen, wie stark die Ansprüche sind, die an ihn gestelltwerden, er muß also eine gewisse Kontrolle haben, unddiese Finanzfrage schließt eine selbständige Bewegung derAbteilungen aus. Und dann möchte ich doch die Herrenauf jener (der rechten) Seite bitten: wenn Sie solcheKlagen haben, so lernen Sie doch von Ihren Gegnernauf dieser (der linken) Seite, bringen Sie sie hier öffent-lich zur Sprache und schweigen Sie nicht mit- zu viel