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Die Landtagssession 1871—1872.
sich der wölfischen Führung entziehen, undwenn Sie in Ihre Mitte namentlich welfische Protestanten*)nicht aufnehmen, die g ar nichts mit Ihnen gemein haben,wohl aber das Bedürfnis haben, daß in unserem fried-lichen Lande Streit entstehe, denn die welfischen Hoff-nungen können nur gelingen, wenn Streit und Umsturzherrscht. Sie sind außerordentlich vermindert, nachdemder französische Krieg, auf den früher von einigen Mit-gliedern der Partei gehofft und hingewiesen wurde, nach-dem der einstweilen abgethan ist und zu unserm Vorteilabgethan ist. Der Staat, wie er dem Herrn AbgeordnetenWindthorst vorschwebt, würde seiner Verwirklichung vielnäher gekommen sein, wenn die Franzosen über uns gesiegthätten, aber diese Hoffnung wird bei der welfischen Parteinicht mehr gehegt; wer also Streit will, muß ihn anderswosuchen und anderswo Bundesgenoffen finden, die Fran-zosen sind nicht mehr stark genug; wenn aber andere Leutesich dazu hergeben, die Kastanien für sie aus dem Feuer zuholen, warum soll mau ihnen das nicht gern überlassen?
Ein anderes Prinzip des Streites nimmt einefriedliebende konfessionelle Fraktion in sich auf, wenn siesich verbindet, — oder wenn sie es in sich erzeugt alsein Unkraut, welches in jeder Partei wuchert, mit einergewissen Gattung publizistischer Klopffechter, deren Ge-werbe gleich tot sein würde, wenn Frieden wäre, Leute,die nur davon leben, daß sie die Stirn und Grobheithaben, Dinge zu sagen, die man sonst nicht sagt, dieman nicht erwartet zu hören, um sich nachher zu rühmen:„Na, dem habe ich es gut gegeben, der wird sich ärgern!"Aber das Aergern ist doch eigentlich kein vernünftiger
*) Wie den Abg. vr. Brüel.