Eine Auseinandersetzung mit Herrn I)r. Windthorst. gl
denke, der die Majoritäten so gering schätzt, so würde eralso im ganzen nach dem Prinzip regieren: „Und derKönig absolut, wenn er unfern Willen thut." Wie erdamit seine Beschwörung der Verfassung zu vereinigendenkt, weiß ich nicht. Der Herr Abgeordnete hat ange-deutet, es könne jemand sehr wohl jahrelang ein Roya-list sein und dann plötzlich zum Parlamentarismus abfallen.
Ja, meine Herren, in diesen allgemeinen Andeu-tungen — er hat mich nicht besonders genannt und mitdem, was ich weiter sage, meine ich ihn auch nicht be-sonders — aber solche allgemeinen Sätze, von denen dasPublikum nachher glaubt, ihre Wahrheit würde hierbestritten, lassen sich in Menge aufstellen. Wenn ich z. B.sagen wollte, es kommt vor, daß die bittersten Feindeeiner bestimmten Monarchie sich unter der Maske derSympathie an den Monarchen zu drängen suchen undihm einen Rat persönlich aufzudrängen suchen, der derMonarchie im höchsten Grade gefährlich ist, so würde ichja weit entfernt sein, einen hier im Hause Anwesendenoder einen Parteigenossen des Herrn Abgeordneten fürMeppen zu meinen (Große Erregung), aber es ist einSatz, der in der Allgemeinheit, in der ich ihn aufstelle,nicht ganz unrichtig ist.
Der Herr Abgeordnete war in der Oeffentlichkeitund bei der Königlichen Regierung in dem Rufe einesresoluten und unversöhnlichen Gegners der KöniglichenNegierung, wie sie jetzt ist, und der jetzigen Einrichtungenim preußischen Staate; diesen Ruf hatte er, als dieZentrumsfraktion, der ich den Beruf des Friedens vindi-zieren möchte, sich ihm unterordnete. Ich glaube, meineHerren vom Zentrum, Sie werden zum Friedenmit dem Staate leichter gelangen, wenn Sie