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6 (1888) Der Kulturkampf : 1871 - 1873
Entstehung
Seite
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Z2 Die Reichstagssession v. 16. Okt. bis 1. Dez. 1871.

am größten für alles das, was europäische Bedürfnissesind, und Sie müssen nicht erstaunen und an Verschwen-dung glauben, wenn unter Umständen entfernte Posten,die sehr wesentliche Interessen, aber doch nicht so schwere,wie die bei den nächstgelegenen großen Reichen, zu ver-treten haben, in ihrer Dotierung die letzteren erreichen.Es ist an sich recht schwer, den Deutschen, der an seinerHäuslichkeit hängt, so lange er sich nicht zur Auswan-derung gänzlich entschließt, — den Deutschen, der dieFäden, die ihn mit der Heimat verbinden, nicht zer-schneidet, zu bewegen, daß er längere Jahre auf der an-deren Seite der Hemisphäre lebt, in Entbehrung vomUmgang mit Landsleuten. Es ist gerade bei diesen Postensehr schwer, den betreffenden Gesandten auf längere ZeitUrlaub zu geben, weil es dort schwer ist, die Brauch-barkeit, die jemand nur durch längere Praxis erlangenkann, auf andere zu übertragen. Man kann eben nichteine interimistische Vertretung schicken und dadurch dieMöglichkeit geben, wieder einmal ein halbes Jahr in derHeimat zu leben. Ich bin der Ansicht (und ich ziehe nochErkundigungen über die Zweckmäßigkeit ein), daß beidiesen Posten, wie in China, Japan und ähnlichen eineArt von System von Adjunkten ouva sxo und auch oumobligutious saoosclönäi werde eingesührt werden müssen,indem ich ungern jemand dort hinzuschicken Sr. MajestätVorschlägen möchte, der nicht wenigstens schon ein Jahrdort gewesen ist; ich könnte auch nicht einwilligen, dendortigen Gesandten zur Erholung auf einen anderen Postenzu versetzen, ehe er nicht gewissermaßen den Nachfolgerdort eingelernt hat. Darin wird auch schon ein Grundliegen, der diese Posten teuer macht. In Europa sindauch einige, die einer Aufbesserung noch bedürfen werden.