Das interimistische Reichstagsgebiiude. 24 g
sich für einen entschieden provisorischen Neubau, welcherden ersten Hof der Porzellanmanusaktur ausfüllen würde,zu entscheiden.
Der Antrag des Herrn Abg. Braun wird meinesErachtens durch die Annahme des Kommissionsantragesebenfalls erfüllt. Mir scheint, daß beide sich decken,wenn man nur den Wortlaut etwas anders stellt unddie Sätze in ihrer Reihenfolge umkehrt. Ich darf alsoannehmen, daß prinzipiell nur ein Antrag vorliegt,nämlich derjenige, einen Sitzungssaal auf dem Grund-stück der Porzellanmanufaktur neu herzustellen und dieBaulichkeiten des Herrenhauses durch Herstellung zweierZugänge soviel in Mitbenutzung zu nehmen, als davonohne umändernde tiefer greifende Bauten benutzbar feinwürde.
Der Augenschein für denjenigen, der sich besondersdafür interessiert, wird lehren, daß der Raum dort hin-reichend vorhanden ist, um eine bequeme Unterkunft nachallen Richtungen hin, die Mitbenutzung des daran liegen-den Gartens und auch geräumigere Zirkulationsräumebei schlechtem Wetter herzustelleu. Es wird meine Auf-gabe sein, bei den preußischen Behörden, dem Handels-ministerium dahin zu wirken, daß mit möglichster Be-schleunigung die Lokalitäten der Porzellanmanufaktur,wenn dieser Antrag, für den ich die Zustimmung derverbündeten Regierungen glaube in Aussicht stellen zukönnen, die Annahme des Reichstags findet, uns zurDisposition gestellt werden. Die dort befindliche Dienst-wohnung wird, wie ich höre, schon zum ersten Juli ge-räumt, und die Vorräte, resp. die Betriebslokalien, welchesich dort noch befinden, müssen dem höheren Bedürfnisweichen. Die Zeit der Herstellung wird, hoffe ich —