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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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232 Die erste Session des deutschen Reichstages.

übernimmt, seine Bedingungen stellen, ohne daß darinein unbilliger, ein außerhalb der Sache liegender Druckauf die Entschließung der Beteiligten gesunden werdenkönnte, und ich möchte die Herren dringend bitten, ausder vielleicht nicht ausreichend vorbereiteten Art, inder ich mitunter nach einer längeren Abwesenheit oderNichtbeteiligung an Ihren Geschäften eine Sache vertrete,nicht sofort Schlüsse auf tiefergehende Bestimmungen zumachen und einer Reizbarkeit unter Umstanden etwas zugute zu halten (Bravo!), ohne die ich andererseits nichtim stände wäre. Ihnen und dem Lande Dienste zu leisten.(Hört! Hört! Bravo!)

Das Recht, etwas müde zu sein, wird mir auch derHerr Vorredner nicht bestreiten. (Bravo!)

Der Reichskanzler hatte nötig, einige Mißverständnisse desAbg. Lasker zu berichtigen:

Ich habe, indem ich an die letzte Bemerkung desHerrn Vorredners anknüpfe, nicht an dem guten Willendes Reichstags gezweifelt, die Interessen der Elsässerebenso warm und schonend wahrzunehmen, wie die Re-gierung, wohl aber an der Möglichkeit, daß eine Ver-sammlung von nahezu 400 Mitgliedern mit sehr verschie-denen Meinungen und politischen Interessen, die sie be-wegen, im stände sein werde, es ebensogut zu thun.

Ein anderes Mißverständnis, auf das ich schließenach den Eingangsworten des Herrn Vorredners, möchteich noch berichtigen: ich halte die Beteiligung von ElsässerAbgeordneten an dem Reichstage noch nicht für identischmit der Einführung der Neichsverfassung in Elsaß-Loth-ringen. (Sehr richtig!) Ich sprach ausdrücklich von einemLehrkursus, von Bekanntwerden mit deutschen Verhältnissen,Vertrauen gewinnen zu dem Boden, und von der Mög-