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5 (1887) Der Reichskanzler Fürst Bismarck : 1870 - 1871
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226 Die erste Session des deutschen Reichstages.

der Fall sein könnte, und ich will versuchen, ob ich etwasdazu beitragen kann.

Ich muß ihm aber zunächst widersprechen in derAnsicht, als ob meinem Anstreten in der letzten Ver-handlung dieser Frage nichts als eine Willkür — ich er-innere mich des Ausdrucks nicht mehr — eine gewisseVerhärtung des Willens, ein Eigensinn, zu Grunve ge-legen hätte. Ich habe vielleicht dem Prinzip, welchesmeinen Anschauungen zu Grunde lag, keinen hinreichendklaren Ausdruck gegeben, weil mir die Masse der Ge-schäfte nicht erlaubt, meine Aeußerungen so vorzubereiten,wie es die Achtung vor dieser hohen Versammlung unteranderen Umständen erfordern würde. Die grundsätzlicheUnterscheidung zwischen unseren Ansichten liegt haupt-sächlich darin, daß ich finde, daß den Bedürfnissen undWünschen der Bevölkerung des Landes selbst nach derArt, wie die Sachen im Reichstage behandelt worden,nicht in dem Maße Rechnung getragen wird, wie ich eswünschen würde. Der Herr Vorredner hat gesagt, wennich den Diskussionen beigewohnt hätte, so würde ich michüberzeugt haben, daß dies im hohen Maße der Fall ist.Ich kann mich nach den Diskussionen nicht richten, ichkann mich nur nach den vorliegenden Beschlußformenrichten. Es ist möglich, daß der Herr Vorredner undanoere Mitglieder des Hauses demselben Gedanken, denich vertrete, in der Diskussion Worte gegeben haben,darüber werden die stenographischen Berichte Auskunftgeben; aber in den Beschlüssen finde ich doch dieTendenz einer dauernden Bevorniundung des ElsässerLandes durch die gesamte Reichsgesetzgebung. MeinesErachtens mißverstehen wir uns deshalb, weil wir nichtzwischen den beiden Gebieten der Gesetzgebung unter-