1 Die erste Session des deutschen Neichstnqes,
etwas erhebliches Anderes zu thun, auch bei der größtenArbeitskraft. Nun achte ich diese Hingebung für dieparlamentarische Dichtigkeit sehr hoch und würde es sehrbedauern, wenn dieses Element uns fehlte; daß es aberin de» parlamentarischen Versammlungen v arh errs cheudsei, das halte ich nicht für erwünscht, daß der — wennich mir den Ausdruck erlauben darf — aus der Volks-vertretung einen Lebensberuf machende Abgeordnete vor-herrscht, das halte ich nicht für gut; dann haben Sickeine wirkliche Volksvertretung mehr, dann haben Sieeine Art von berufsmäßiger büreaukratischer Volksver-tretung, eine andere Art von Beamten, die für die Ar-beiten der Gesetzgebung zwar sehr nützlich sind, aber dochnicht immer im Sinne des Volkes und seiner augen-blicklichen Stimmung, nicht immer in lebendiger Ver-tretung aller Berufsklassen wirken, weil diese Bernfs-klassen nicht immer die Zeit haben, sich ihrem Berus solange zu entziehen, ivie langgedehnte Parlamentssitzuugenes unentbehrlich machen. Ich brauche die Beispiele nichtzu citieren. Wir haben Herren, die im Abgeordneten-haus« 0—8 Monate gesessen haben, nachher ist man beider Ueberlast der Arbeiten in ungesunder Luft des Lokalsin der Notwendigkeit einer Erholung, einer Kur. Es isttotal unmöglich, daß man daneben seine Geschäfte alsKaufmann, als Gutsbesitzer, als Advokat, als Arzt dannnoch so treiben kann, daß man behaupten kann, der Ab-geordnete sei nicht von diesem ursprünglichen Beruf voll-ständig gelöst und sei zu dem des Volksvertreters über-gegangen.
Ich wage, bei der vorgerückten Zeit, über diesesThema, über das sich vom psychologischen und politischenStandpunkte aus Bücher schreiben lassen, mich nicht